Am vergangenen Wochenende stand, nach der enttäuschenden Auswärtsniederlage gegen Rednitzgrund, das Heimspiel gegen den Tabellenvierten, den TSV Cham, an. „Wie haben die Isis diese Niederlage verkraftet und welche Reaktion werden sie zeigen?“ Das war die Frage, die man unter der Woche und auch am Spieltag des Öfteren hörte.
Und was machten die Isis? Die betraten, mit einer zur Vorwoche, völlig veränderten Körperspannung die Isarena. Schon der erste Eindruck beim Einwerfen und Aufwärmen sollte zeigen: Do san mia Dahoam (und da stärkt uns nicht nur das heimische Publikum).
Von Beginn an ließ die Abwehr kaum eine Lücke zu. Die Spielerinnen hatten den Ball konsequent im Blick. Man half sich gegenseitig aus, wenn durch den Versuch den Ball rauszufangen doch mal die Gefahr einer kleinen Lücke entstand. Auch in der Offensive wurden zielstrebig Torchancen vorbereitet, im Angriffsspiel variabel kombiniert und der Abschluss gesucht. Die Gegenstöße über mehrere Stationen funktionierten ebenso. Motivation und Kommunikation stimmten: Man hörte die Mannschaft und man sah, wie sich jede für die andere bei gelungenen Aktionen freute. An diesem Tag spielten die Isis auch Tempohandball.
In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass die Isis nach 12 Minuten mit 8:2 Toren in Führung lagen und den Vorsprung im weiteren Verlauf konsequent ausbauten. Allerdings schlichen sich bereits in der ersten Halbzeit Unaufmerksamkeiten und eine mangelnde Chancenverwertung ein. Der Trainer korrigierte dies in einer Auszeit und so konnte die IsarDevils die erste Halbzeit mit 22:3 für sich entscheiden.
Die zweite Spielhälfte glich in weiten Teilen der 1. Halbzeit und die Isis blieben bei ihrer Line mit einer starken Abwehr und einem variablen Angriffsspiel. Jedoch flachte das Spiel etwas ab und so fing man sich auch vermeidbare Gegentore ein, nutze die Torchancen nicht konsequent und vergab weitere Tormöglichkeiten. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erspielten sich die Mädels einen tollen 38:8 Erfolg.
Der Trainer zog unmittelbar nach dem Spiel folgendes Fazit: Handball ist physisches MindGame. Daher zählt neben physischer Präsenz im Spiel auch die richtige Einstellung im Kopf. Das haben die Mädels heute in weiten Teilen gezeigt. Wichtig ist, dass wir diese positive Einstellung in die Trainingseinheiten und kommenden Spiele mitnehmen, dranbleiben und weitermarschieren.
Gegen Cham spielten:
Vanessa (Tor), Maya M. (2), Paulina (4), Charlotte (2), Mihret (2), Maggie (4), Neryssa (2), Kathi (5), Maya Z (1)., Greta (2), Marie (3), Lara (11)