10 Minuten Blackout

Von Manfred Bamberger am 10.12.2015 in Allgemein, Archiv
Weibliche A2 bringt sich selbst um den Erfolg.

Der Favorit kam in die Hölle Süd. TSV Schleissheim, ein Anwärter auf die begehrten Final Four-Plätze in der Landesliga Süd, gab seine Visitenkarte ab. Den Ismaninger Mädels war die Herausforderung bewusst und sogar willkommen. Sie wollten nun endlich wissen, wo sie stehen. Dem Anpfiff folgte eine beeindruckende erste Halbzeit. Zeitweise „traumhafte Kombinationen“, so das Feedback von der Tribüne. Bis zum 11:11 gelang es, jeweils mit einem oder zwei Toren vorzulegen, Schleissheim glich immer wieder aus. Dann wendete sich das Blatt, nun legte der Gegner vor, sogar mit drei Toren. Die klug spielenden Ismaninger stellten bis zum Halbzeitpfiff den Ausgleich zum 16:16 allerdings wieder her. Eine solide Leistung bis dahin, nun galt es, darauf aufzubauen und weiter konzentriert in Angriff und Abwehr zu arbeiten. Ballbesitz für Schleissheim zum Wiederanpfiff und die markierten gleich das 16:17. Ausgleich, Rückstand, Ausgleich. Nun stand es 18:18 und die Zeit der Niederlage kam. Schleissheim konnte mit einem 8:0 Lauf auf 18:26 stellen. Fehlwürfe, schlechte Entscheidungen, Unkonzentriertheit, eine Torhüterin auf der gegnerischen Seite, die sich – vor allem bei tiefen Bällen richtig gut präsentierte. Ismaning fing sich einen Gegenstoß nach dem anderen ein und gelegentlich fehlte auch die Konsequenz und die Abgebrühtheit in der Abwehr. In dieser Zeit holte sich Hinten Mitte Lulu Müller die zweite Zeitstrafe und wurde zur Sicherheit auf die Bank beordert. Und fehlte nun natürlich, im Angriff genauso wie in der Abwehr. Trotzdem gaben die Ismaninger Mädels nicht auf und begannen aufzuholen. Von 18: 26 auf 22:26 und dann auf 23:27. Lulu war wieder drin und holte sich prompt bei einem Zweikampf in höchster Not gegen die starke Alexa Gnadl in Minute 54 die dritte Zeitstrafe und damit das endgültige Aus. Der Spielstand war nun 25:28, Ismaning schon längst auf eine Manndeckung für die zwei stärksten Schleissheimerinnen übergegangen, die Spannung hoch. Der Anschlusstreffer zum 26:28 gelang, die TSV-Mädels ergatterten den Ball, scheiterten an der Torhüterin, Sophia erkämpfte mit letzter Kraft den Ball und konnte in größter Bedrängnis nur an den Pfosten hämmern. Schleissheim gelang in den letzen Sekunden der Treffer zum Endstand: 26:29. Eine unschöne Szene spielte sich nach Spielende ab, als die gegnerische Trainerin mit deutlicher Kritik am Auftreten und der Leistung des Schiedsrichterteams nicht sparte. Ihr Ärger fand Niederschlag im Schleissheimer Spielbericht und bezog auch den Ismaninger Trainer ein, der jedoch jede Beteiligung auf der Facebook-Seite der Schleissheimer zurückwies.


Zusammenfassend ist zu sagen, dass Ismaning eine Halbzeit auf Augenhöhe mit Schleissheim spielte und sich spielerisch gegen richtig gute Einzelspielerinnen auf der Gegenseite gut in Szene zu setzen wusste. Jedoch ging über geraume Zeit der Faden in der zweiten Halbzeit verloren. Das Gegenmittel für solche Situationen – geplante Auslösehandlungen – kam zur Anwendung, über die Ausführung muss sich das Team jedoch noch Gedanken machen.


Es reicht also noch nicht, um ganz oben mit zu spielen, aber wir arbeiten dran.   


Ela Wimmer (Tor), Giuli Prillwitz (Tor), Felsner Lisa, Altwein Anni (4), Lutz Sara (2), Pfründer Terry (5), Krabichler Sophia (6/4), Milutinovic Tamy (1), Brosig Manu, Müller Luisa (7), Kunert Alex (1), Sanilülal Dilara


        
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