2. Herren: DHB-Pokal-und-Europapokal-der-Pokalsieger-Sieger-Besieger

Von Herren 2 am 05.11.2014 in Allgemein, Archiv





M. Schappert - Überglücklich feierten Oberdiecks Mannen nach dem Schlusspfiff die ersten zwei Punkte in der Fremde. Nach einer durchgängig konzentrierten Angriffs- und Abwehrleistung verkündete nach 60 gespielten Minuten die Tafel ein deutliches und auch in dieser Höhe völlig verdientes 23:32 über den Landesliga-Absteiger TSV Milbertshofen, die damit weiterhin ihren eigenen Ansprüchen hinterherlaufen.

Direkt mit dem ersten Angriff gingen die Krautgemeindler 0:1 in Führung, diese sollte über den gesamten Verlauf nicht mehr hergegeben werden. Es entwickelte sich ein Spiel wie ein Zerrbild der letzten Wochenende abgelieferten Leistung gegen den TSV Vaterstetten. In der Abwehr zog Martin Schappert umsichtig die Strippen und sortierte seine Mitstreiter so, dass die Milbertshofener häufig nur zu Verzweiflungswürfen kamen. Genau darauf lauerte dann sein glänzend aufgelegter Bruder Daniel im Tor. Es würde nicht verwundern, wenn der überragende Torhüter der Isis die Spieler des TSV Milbertshofen noch in ihren Albträumen heimsucht. Da vorne im Angriff konsequent und kompromisslos zu Werke gegangen wurde, konnte man sich über 1:6 und 6:12 schon relativ früh deutlich distanzieren. Es folgte ein kleiner Einbruch, welcher der intensiven und hochkonzentrierten Spielweise der Isis geschuldet war und so fing man sich einige vermeidbare Tore während man vorne zu überhastet den Abschluss suchte. Resultat war ein gefährliches 12:14 zur Halbzeit.

In der Pause war man sich einig, dass zwar erstens: der Druck ganz klar beim Gegner liegt, aber man zweitens: nicht nachlassen darf. Mit nur 90% Einsatz würde man hier als Verlierer von der Platte gehen. Schon in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs wollte man dem Gastgeber klar machen, dass es heute wieder nichts werden würde mit den zwei Punkten; gar nicht erst Blut lecken lassen sondern direkt demoralisieren. Dieser Plan ging voll auf, über das zwischenzeitliche 14:16 setzte man sich vorentscheidend auf 14:19 ab. Es wurde jedoch mitnichten im weiteren Verlauf das Ergebnis verwaltet, sondern weiterhin mit „allerhögschter“ Konzentration und Konsequenz der Vorsprung ausgebaut. Den dekadenten Schlusspunkt setzte ein krawallig vorgetragener Kempatrick, der wohl nur aufgrund puren Willens seinen Weg in’s Tor fand zum finalen 23:32 für Maxi Arnold und die Isis; der Drops war gelutscht.

Obwohl dieser tolle Sieg ein Verdienst der ganzen Mannschaft war, in der keiner von der Leistung abfiel, gilt es neben den in der Abwehr dominierenden Schappert-Brüdern noch folgende Sahneleistungen im Angriffsspiel hervorzuheben: Daniel Herzog mit insgesamt trölf Treffern nach teilweise sensationell erotischem 1:1-Körperzauber (neuer Arbeitstitel: „Venezolanische Viper der Lust“) und Linkshänder und Rechtsausleger Florian Kellner, dem heute aus dem Rückraum nicht beizukommen war. Sehr zufrieden war man auch mit den beiden Unparteiischen, die sich von der "Heimcrowd" nicht haben "crazy" machen lassen #respect.

Nach dieser fulminanten Vorstellung gilt es diese Form nun zu konservieren um im nächsten Spiel gegen die Bayernligavertretung des TSV Unterhaching eine Revanche für die Niederlage unserer 1. Herren hinzulegen.

Es spielten (allesamt groß auf, durch die Bank famos): D. Schappert, Anschütz (beide Tor), Zeman (4), Pfeuffer (2), M. Schappert, Wittmann (1), Heinekamp, Arnold (2), Leber, Hasselmann (1), Littmann (6/2), Kellner (6), Herzog (9)

Dem aufmerksamen Beobachter/Erbsenzähler fällt auf, dass ein Tor fehlt. Das spenden wir dem TSV 1860 München, die haben das nötiger. Außerdem fällt auf, dass die beiden Pressewärte diesmal und generell häufig erstaunlich gut wegkommen; so viel zur vielbeschworenen journalistischen Objektivität.




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