Mühsam nähert sich das Einhörnchen
Ohne zwei Punkte im Gepäck, dafür um eine Erfahrung reicher kamen die 2. Herren des TSV aus Anzing zurück. In einem unterhaltsamen Spiel unterlagen starke Isis einem Gegner, der nur mithilfe einer Leihgabe aus dem etatmäßigen Bayernligakader die Oberhand behielt.
Dabei legten die Mannen um Trainer Nicolas Oberdieck los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und gingen schon nach wenigen Minuten, einer sehr konzentrierten Abwehrleistung und einiger schön herausgespielter Angriffszüge 4:0 in Führung. Nun schien aber der Gastgeber allmählich aus der Trance erwacht zu sein und glich im weiteren Verlauf auf 5:5 aus. Nach anfänglicher Schonzeit wurde der schon im vorigen Spiel der 1. Herren Anzing aufgelaufene Kreisspieler eingesetzt, der durch starkes Stellungsspiel im Angriff intelligent Lücken im Abwehrverbund der Krautgemeindler zu reißen wusste. In der Folge gelang es den Gastgebern das Ergebnis über 9:9 zu einem schmeichelhaften Pausenstand von 15:11 auszubauen. Wer dachte, der Drops sei nun gelutscht, wurde in der zweiten Hälfte eines besseren gelehrt.
Aufgrund einer herausragenden Leistung unserer beider Torhüter (300%-Mann Bastian Imhof feierte ein überzeugendes Comeback im Jersey des TSV), gelang es Schwächen im Defensivverhalten zu kaschieren, während man vorne behutsamer mit den sich bietenden Chancen umging. Daniel Schappert vernagelte nun kurzerhand sein Tor, stellte einen Nachsendeantrag und verabschiedete sich in die Flitterwochen (Vierbettzimmer, Halbpension) - und so gelang es in der Schlussphase erstmals wieder 22:21 in Führung zu gehen. Daniel Herzog auf halb rechts übernahm Verantwortung, zeigte immer wieder seinen gefürchteten Wackler (Arbeitstitel: Der Witwenmacher) und hielt die Isis damit im Angriff am Leben.
In den letzten Minuten der intensiv geführten Partie gelang es zuerst keiner Mannschaft sich abzusetzen, wenige Momente vor der Schlusssirene stand es 26:26. Anzing machte als erstes in der 59. Minute von seiner Auszeit Gebrauch und verwandelte vorentscheidend zum 26:27 aus Ismaninger Sicht. 6 Sekunden vor Ultimo zog nun Trainer Oberdieck seinerseits den letzten Trumpf und gab klare Anweisungen um wenigstens noch einen Punkt aus der Halle in Markt Schwaben entführen zu können. Leider fehlte das nötige Quäntchen Glück (wahlweise auch die Abgewichstheit) und so stellte Anzing Sekundenbruchteile vor dem Gong mit einem empty net goal den Endstand von 28:26 her.
Für den TSV spielten: Imhof, D. Schappert (beide sexy), Brück (1), Handy, Herzog (6), Kellner (5), Kriebel (3), Leber, Littmann (5), Pfeuffer (1), M. Schappert (1), Zeman (4)