A2 Mädels erkämpfen sich Sieg gegen ESV Regensburg

Von am 27.10.2013 in Allgemein, Archiv

Am vergangenen Sonntag Mittag brach die weibliche A2 nach Regensburg auf. In der Bayernliga lud der ESV Regensburg zur Partie ein.
Die starke Regensburger Mannschaft spielt zugleich auch in der A-Jugend Bundesliga, die Isis waren also auf eine starke Truppe vorbereitet. Mit Videoanalyse und speziellem Abwehrtraining bereiteten die beiden Trainer Bine Höhn und Alexander Novakovic die Mannschaft vor und die Taktik sollte voll aufgehen.
"Ihr musst Bock auf Abwehr haben," war die Devise dieses Spiels. 18 Gegentore nach 60 Spielminuten beweisen diese hervorragende Leistung von der gesamten Mannschaft in der Defensive. Die sehr aggressive und offensive Abwehr der Isis schmeckte den starken Regensburger Mädels um Natascha Weber oder Stefanie Hopp überhaupt nicht - der Grundstein für den Erfolg.
Das Spiel begann auf beiden Seiten nervös. Technische Fehler waren in beiden Teams in den ersten Minuten zu sehen, man hatte Respekt voreinander. Hier starteten die Gastgeber besser ins Spiel, waren die gesamte erste Halbzeit verdientermaßen immer mit 2 oder 3 Toren vorne. Die Isis konnten sogar eine 4minütige Überzahl in der 8. Minute nicht wirklich nutzen, im Gegenteil, die Gastgeber erzielten in Unterzahl zum ersten Mal eine 3 Tore Führung. Auf Ismaninger Seite fehlte der letzte, entscheidende Pass und im Spiel nach vorne, fehlte noch die letzte Raketenzündung.
Da half den Ismaningern eine Auszeit der ESVler, um das Spiel nach vorne neu zu justieren. Die Isis spielten jetzt flüssiger und konnten den Rückstand auf 11:9 verkürzen. Die Halbzeitpause folgte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kamen die Gelb-Schwarzen nicht wirklich besser im Spiel nach vorne in Fahrt, obwohl man sich gerade dies zum Pausentee vornahm. Regensburg nutzte die ersten 10 Minuten der 2. Hälfte, um auf 16:11 davon zu ziehen. Alleine in 4 Spielminuten konnten die Isis 3 Würfe nicht verwandeln, was prompt dreifach bestraft wurde - ein Zeichen für einen hochklassigen Gegner, der jede Schwachstelle sofort ausnutzt. Und wieder war es zur 42.Spielminute der Gästetrainer, der beim Stand von 16:11 für die Eisenbahner eine Auszeit nahm. Nach den 60 Sekunden waren es jetzt die Ismaninger Mädels, angetrieben von Kiki und der B-Jugendlichen Ami, die nun Dampf machten und die Fehler der Gastgeber prompt bestraften. Die ESVler machten in den letzten 18 Spielminuten nur noch 2 Tore, vom 16:11 zogen die Isis über 16:16 zum 18:23 Endstand weg. Spielerisch clever und mit gewiefter Taktik wurden Überzahlphasen genutzt und Unterzahlphasen überstanden. Lissi war besonders zum Ende des Spiels ein sicherer Rückhalt und die aggressive, offensive Abwehr ließ weiterhin so gut wie nichts mehr zu. Den Mädels nutzte nun auch die konditionelle Überlegenheit, vom Gastgeber kam nur noch wenig Tempo.

Das Spiel endete 18:23 und lässt die Isis nun von der Tabellenspitze auf eine tolle Mannschaftsleistung in der Abwehr zurückblicken mit großem, kämpferischen Willen. Wie schon im Spiel gegen Haunstetten war dies einmal mehr der Schlüssel zum Erfolg und mit dieser Defensivleistung brauchen wir uns vor keinem Gegner verstecken. Nur weiterhin "Bock auf Abwehr" müssen wir haben!

Danke an Kikki und Lisa aus der A1 fürs aushelfen, auf Grund der verletzungsbedingten Ausfälle von Lisa, Baumi und Helli. Auch Ami und Alicia aus der B-Jugend haben toll gespielt.

Team: Marina, Lissi (Tor), Jojo (1), Kiki (5), Lisa (4), Alicia (3), Franzi W., Kati, Nina (1), Maja (1), Jessi, Ami (6/1), Steffi, Franzi S.(2)

 

Persönlicher Kommentar zum Bericht des ESV Regensburg:

Die Jugendbundesliga der weiblichen A-Jugend wurde als Zusatzspielbetrieb gegründet. Resultierend daraus, dass sehr viele Vereine im Bundesgebiet die A-Jugend quasi überspringen und ihre Talente des A-Jugendjahrgangs gleich in den Damen einsetzen. Im Übrigen wird deshalb auch gerade an einer neuen Altersstruktur im weiblichen Handball gesprochen. Man wollte deshalb einen finanziell möglichen und vom Aufwand geringen Spielbetrieb auf hoher Leistungsebene einführen, der zur DM führt.

In Bayern schaut die Lage so aus, dass Ismaning und Regensburg bayerische Handballtalente für die Jugendbundesliga hinzu bekommen haben. In Ismaning ist man eine Kooperation mit Würm-Mitte eingegangen, in Regensburg reisen Talente aus Nürnberg und sogar Pfaffenhofen an, um Jugendbundesliga zu spielen. Es bildeten sich dadurch "regionale Auswahlteams", was gut und wichtig ist, um gegen andere Landesverbände, die es genauso und mit "Leistungs-JSGs"besser machen, mithalten zu können.

Wir finden es allerdings nicht fair, wenn diese "regionalen Auswahlmannschaften" sich wegen diesem enormen Leistungszuwachses unter sich um die bayerische Meisterschaft streiten. Andere Vereine hätten somit in der A-Jugend Bayernliga nur Statistenrollen, wenn es um die vorderen Plätze geht. In Ismaning verfolgen wir deshalb das Konzept, welches ausdrücklicher Wunsch des DHB ist (schriftlich wie auch mündlich liegt uns dies vor), dass die Talente der A-Jugend Bundesliga bereits in den jeweiligen Damenteams zum Einsatz kommen sollen und eben NICHT in der A-Jugend Oberliga der zweiten Mannschaft. In unseren Augen macht dies auch Sinn und ist fair den anderen Oberligateams wie Simbach, Erlangen, Haunstetten oder Dachau gegenüber.

Es ist richtig, dass im Spiel am Wochenende 2 Spielerinnen der A1 in Regensburg dabei waren. Dies haben wir gerade deshalb so entschieden, da auch der ESV alle Spielerinnen der Bundesliga bisher, sowie am Wochenende eingesetzt hat und wir natürlich eine Aufstellung finden wollten, die euch Paroli bieten kann. Jedoch muss man auch sagen, hätten wir noch weitere Spielerinnen der A1 mitnehmen, sowie auch in den ersten Spielen gegen Haunstetten und Dachau einsetzen können. All das fand nicht statt.

Wir geben die "Rote Karte" für die Worte "Rufschädigung" und "Moralapostel" - und für eine den anderen Bayernligateams unfairen Handhabung der eigenen Bundesligatalente wenn es um die Bayerische Meisterschaft geht!

 

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