Auf die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning wartet das Gastspiel beim SV-DJK Taufkirchen. Fraglich ist jedoch, mit welchem Kader das Keczko-Team antreten wird.
Eins ist klar: Druck haben die „Isis“ in den verbleibenden drei Ligaspielen keinen mehr. Fest steht aber ebenso, dass sie trotzdem bis zum Schluss alles aus sich herausholen wollen. Immerhin besteht noch die Chance, die Saison als Vizemeister der Bayernliga zu beenden. Ein Sieg im Nachbarschaftsduell hat darüber hinaus ohnehin immer seinen speziellen Reiz, findet auch Kathi Tischler. „Es ist schon etwas anderes, wenn man einige Spielerinnen des Gegners kennt.“ Als Vierter der Tabelle tritt Ismaning am Samstag beim Zehnten in Taufkirchen an (18 Uhr). Lediglich 30 Kilometer trennen beide Orte.
TSV-Trainerin Aniko Keczko hofft, dass ihre Mannschaft da weiter machen kann, wo sie zuletzt beim Heimsieg gegen Ottobeuren (21:18) aufgehört hat. „Es wäre gut, wenn wir die Leistung bestätigen können“, so die Ungarin, wenngleich einige Spielerinnen voraussichtlich gar nicht dabei sein werden. Da die 2. Mannschaft im Abstiegskampf in der Landesliga-Süd unterstützt werden soll (Auswärtsspiel gegen die SG TV Waltenhofen / TSV Kottern) ist von einer Personalrochade auszugehen.
Franzi Lang könnte nach ihrem Außenbandriss vielleicht wieder auf der Bank sitzen, zum Einsatz wird die Rückraumspielerin aber noch nicht kommen. „Sie trainiert zwar schon leicht, aber soweit, um zu spielen, ist sie noch nicht. Da will ich auch nichts riskieren“, gibt die Trainerin zu verstehen.
Anders als bei den „Isis“ ist in Taufkirchen nach zuletzt drei Niederlagen in Folge die Anspannung noch zu spüren. Nur zwei Punkte beträgt der Vorsprung zum Zwölften 1. FC Nürnberg, vier sind es auf den Vorletzten TSV Ottobeuren. Deswegen weiß auch Trainer Markus Brosig. „Das Spiel ist für uns natürlich ganz wichtig. Zum einen, um nicht nochmal ganz unten reinzurutschen. Zum anderen aber auch wegen des Derbycharakters und der knappen Hinspielniederlage.“ In der Vorrunde hatte sich Ismaning mit 22:19 durchgesetzt.
Trotz der Ausgangslage ist sich Aniko Keczko sicher: „Jedes Spiel ist anders. Und Chancen haben wir auch in Taufkirchen.“ Vor allem dann, wenn mit Spaß, Lust und Leidenschaft in die Partie gegangen wird. Und daran wird es auf keinen Fall scheitern.