„Alle Hände hoch“, rief Rosi lautstark bei einem gegnerischen Angriff ins Feld. Oder meinte sie eigentlich „Alle, Hände hoch?“ Zumindest bisher wurden noch keine Ismaninger gesichtet, die mehr als zwei Arme inkl. Hände zum Spiel mitbrachten, nicht mal bei Heimspielen in der Vorweihnachtszeit.
Aber von vorne: Die männliche D-Jugend der Ismaninger trat am Samstag zuhause gegen den Tabellendritten SG TSV Neubiberg / Ottobrunn an. Die Reserven beider Mannschaften waren bei den Gästen mit sechs und bei den Isis mit vier Spielern personell recht gut ausgestattet, was auch daran liegt, dass einzelne, ausgewählte Spieler aus dem zweiten Jahr der E-Jugend bei den D-Jugend-Spielen Erfahrungen sammeln. Bei uns sind waren dies erneut Maximo und Hannes.
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Gleich zu Beginn kamen die Neubiberger zum 0:1 Torerfolg, die Isis benötigten wie so oft erst ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Die Abwehr stand noch nicht, und vorne stellte man fest, dass die Neubiberger nicht ohne Grund dritter der Tabelle waren. Nach sechs Minuten traf (endlich) Maxi den ersehnten Anschlusstreffer, woraufhin sich Finn und Hannes nicht lumpen ließen und direkt mit schnellen Angriffen zum 3:1 nachlegten. Vor allem zwei blitzschnell agierende Neubiberger schafften es immer wieder, die Ismaninger in der Abwehr überrascht stehenzulassen und glichen zum 3:3 aus. Das Spiel war wirklich sehenswert, über 6:3 und 6:5 ging es mit 8:6 in die Halbzeit.
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Mit Beginn der zweiten Halbzeit stellen die Ismaninger um, Hannes spielte in der Mitte, Johannes halb links und Finn am Kreis. Diese Umstellung geschah auf Wunsch der Spieler selbst, nachdem diese Konstellation im Training bereits gut funktionierte, und zeigte direkt Erfolg. Finn schaffte es immer wieder, am Kreis Lücken in der Verteidigung der Neubiberger zu reißen, sodass die Angriffsspieler problemlos ein ums andere Mal zum Torerfolg kamen. Aber auch erfolgreiche Angriffe aus der zweiten Reihe waren zu sehen. Über 9:7 und 13:7 gewannen die Isis letztlich das Spiel mit 18:9.
Überhaupt hat sich bei den Ismaningern seit den ersten Spielen der Saison viel getan. Zum einen verbesserte sich das Abwehrverhalten deutlich, manche Umarmungen bei den gegnerischen Angriffen wärmten den Zuschauern in der Halle in der Vorweihnachtszeit fast das Herz. Auch klappten vermehrt die eigenen Angriffe aus der zweiten Reihe. Herzzerreißend war auch die Szene, als ein Neubiberger für 2 Minuten das Spiel nach einem Foul an Finn verlassen musste. Er beschwerte sich zurecht, dass er ihn nicht einmal berührt habe. Der Schiedsrichter hatte schlicht den falschen Neubiberger auf die Bank verwiesen.
Es spielten: Flo (Tor), Sebastian, Maximo (1), Johannes (4), Finn (8+1), Julian, Hannes (3), Maxi (1), Sebastian, Raphael, Justus
Bericht: Finn und Volker Braun
Fotos: Dörte Reiter
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