
So hatte sich Aufsteiger TSV Ismaning die Reise an den Bodensee nicht vorgestellt. Schon zur Abfahrt war klar, dass Trainer Bernd Rösch nur ein Rumpfteam zur Verfügung stehen würde. Zu den beiden Langzeitverletzten Tanja Grosser und Emina Inajetovic (beide Kreuzbandriss) gesellten sich nach und nach im Lauf der letzten Woche immer mehr Spielerinnen: So fehlten Ulla Brehm (Muskelfaseriss), Conny Schmid (dicker Zeh), Vera Laipple (Mandel- und Ohrenentzündung) und Rückkehrerin Wiebke Orth (Nasennebenhölenentzündung) verletzungsbedingt. Ebenfalls nicht an Bord: Antje Nessler (Karriereende nach dem Nellingen-Spiel), Caro Neckar (Lernen für Prüfungen) und Lisa Frank (18. Geburtstag). Dankenswerterweise erklärte sich Rosi Hascher bereit, dem Team trotz einer schmerzhaften Rippenprellung zu helfen. Marina Berger aus der 2. Mannschaft feierte ihre Premiere in der 3. Liga und führte sich mit 4 Treffern stark ein - von Trainer Rösch gab es hierfür ein Sonderlob: "Sie hat die Erwartungen voll und ganz erfüllt!"
Trotzdem standen die Isis von Anfang an auf verlorenen Posten, Meisterschaftsanwärter Allensbach ließ keine Zweifel aufkommen und zog wie befürchtet von Anfang an davon. Obendrein machten sich die Isis mit 28 technischen Fehlern das Leben selbst schwer, der SV bestrafte diese im Stile einer Spitzenmannschaft, erzielte über 20 Treffer mit der ersten Welle. Alle Feldspielerinnen des Gastgebers trugen sich in die Torschützenliste ein, am Ende stand ein zu keinem Zeitpunkt gefährdeter 42:18 Sieg des Heimteams (21:9). "Wir müssen das Spiel abhaken und schauen, dass wir schnell wieder eine schlagkräftige Truppe auf die Beine bekommen", lautete Röschs Fazit nach dem Spiel. Am kommenden Wochenende ist Ismaning spielfrei, die nächste Partie in der 3. Liga Süd findet am 23. Februar statt, dann ist Waiblingen zu Gast in der Realschulhalle.