Als Spitzenreiter ins Heimspiel: volle Kraft voraus bei den Damen 1

Von Manfred Königsmann am 23.10.2014 in Allgemein, Archiv
Der Favoritenrolle gerecht werden wollen die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning gegen den 1. FC Nürnberg (Samstag, 17:30 Uhr). Zu Hause haben die „Isis“ in dieser Saison bislang alle Spiele gewonnen. Trainerin Aniko Keczkone weiß aber, dass der Gegner nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf.

Jetzt stehen sie erstmal ganz oben in der Tabelle – und genau jetzt gilt es auch zu beweisen, dass sie damit umgehen können. Mit ganz breiter Brust kann der TSV Ismaning zweifelsohne in die nächste Partie gehen, nicht nur aufgrund der tabellarischen Situation, sondern auch, weil es in den ersten drei Heimspielen bei stets souveränen Siegen nichts zu bemängeln gab (31:23 gegen die HSG Fichtelgebirge, 28:22 gegen den HSV Bergtheim, 39:26 gegen den ESV 27 Regensburg II).

So stellt auch Aniko Keczkone unmissverständlich klar, dass diese makellose Bilanz gegen den 1. FC Nürnberg weiter ausgebaut werden soll: „Ich erwarte einen Sieg von der Mannschaft mit der gleichen Kampfbereitschaft und Geschlossenheit, wie es zuletzt der Fall war“, schickt die Ungarin voraus. „Wenn wir als Team auftreten wird es keine Frage sein, wer gewinnen wird. Außerdem können wir die Tabellenspitze erstmal festigen.“

In der Tat spricht scheinbar alles gegen die Gäste aus Mittelfranken. Nach dem Auftaktsieg gegen Taufkirchen hat Nürnberg vier Niederlagen in Folge kassiert und steht so auf Platz 11. Trainer Michael Fuchs ist sich über die Schwere der Aufgabe bewusst. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass Ismaning der Favorit ist. Gerade auswärts haben wir bislang immer Probleme gehabt in Tritt zu kommen. Aber wir werden versuchen, das dieses Mal besser in den Griff zu bekommen.“

Unterschätzt werden dürfen die Club-Damen aber auf keinen Fall, zumal sie sich beispielsweise gegen den ASV Dachau nur knapp mit zwei Toren geschlagen geben mussten. „Unser Gegner besteht aus jungen Spielerinnen, die einen schnellen Handball spielen“ schätzt Keczkone den 1. FCN ein und baut zugleich auf die eigene Schnelligkeit ihrer Spielerinnen. „Das haben wir im Training durch zweite Wellen verbessert, da diese Tore die einfachsten sind. Wir müssen das viel üben, um es im Spiel entsprechend umsetzen zu können. Gegen einen Abwehrverband kommt es dann auch auf die individuellen Fähigkeiten an.“

Fraglich ist der Einsatz von Rosi Hascher, die sich unter der Woche einer Zahn-OP unterziehen musste. Ansonsten sind keine Ausfälle zu beklagen, sodass der Kader steht. Jetzt müssen die Spielerinnen nur noch ihre Leistung abrufen, dann sollte dem nächsten Sieg nichts im Wege stehen. Doch klar ist auch, dass gerade gegen den Tabellenführer jeder Gegner immer besonders motiviert ist. Genau deswegen gilt es für die „Isis“ zu beweisen, dass die aktuelle Platzierung kein Zufall ist.
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