Am Ende nur die Silbermedaille

Von Manfred Königsmann am 21.12.2015 in Allgemein, Archiv

Das Finale zu verlieren und als undankbarer Zweiter aus dem Turnier auszuscheiden ist hart. Trotz starker erster Halbzeit deklassierte Zirndorf die Ismaninger Damen im Finale am Ende mit 29:17.

Im Halbfinale traf man zunächst wie schon am Donnerstag gegen den TSV Ottobeuren. Ab der ersten Minute waren die Bedingungen klar. Die rutschige Halle in der die Harzbenutzung strengstens untersagt ist bereitete beiden Mannschaften riesige Probleme. Die Unsicherheit zog sich wie ein roter Faden durch das Spiel. Verglichen mit dem letzten Aufeinandertreffen vor ein paar Tagen in Ismaning konnte hier nicht von einem hochklassigen Bayernligaspiel die Rede sein.
Am Ende behielten jedoch die Isis die Nase vorne, da man am unter dem Strich ein paar technische Fehler in der schier endlosen Liste weniger hatte. Beim Endstand von 18:16 aus Ismaninger Sicht konnte der Einzug ins Finale nicht von Herzen gefeiert werden. Die Bedingungen blieben nämlich die gleichen.

Wie zu erwarten zog Zirndorf durch einen Kantersieg gegen Herzogenauchrach im ersten Halbfinale ebenfalls ins Endspiel ein. Auch bei dieser Begegnung war ein klarer Qualitätsabfall im Spiel der Gäste zu erkennen.
Zirndorf wusste seinen Vorteil auszuspielen und gewann am Ende mit 13 Toren.

Im Finale konnten sich die Isis anfangs zusammenreißen, das Harzproblem schien vergessen. Die Pässe kamen an und wurden gefangen, man gewann an Schnelligkeit und konnte dadurch auch in die Abwehr die Unsicherheit abstellen. Die Damen spielten Zum ersten Mal als Mannschaft zusammen und verstrickten sich nicht wie zuvor in Einzelaktionen. Mit nur einem Tor Rückstand bei einem Stand von 11:10 ging man zuversichtlich in die Kabine.
In der zweiten Halbzeit jedoch erwischten die Ismaningerinnen einen wahren Fehlstart. Mit einem unglaublichen Lauf von 9:0 Toren erhöhte Zirndorf den Vorsprung auf 20:10.
Es war wie schon im ersten Spiel. Die Ismaningerinnen konnten die Ungenauigkeiten nicht abstellen und verloren fast jeden Angriff den Ball, der meist direkt in den Händen der Gegnerinnen landete. Die richtige Einstellung und der Kampfeswille waren erloschen. Zumindest in der Abwehr hätte man Stärke zeigen können, doch die Mannschaft schien gebrochen.
Als in der 42. Minute die ersten zwei Tore für Ismaning fielen ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft. Es gelang aber trotz aller Bemühungen nicht, den Bann zu brechen und den Vorsprung der Gastgeber zu verringern.
Am Ende triumphierte Zirndorf mit 29:17 über gewann somit wohl verdient den BHV-Pokal.

Trotz dieses ernüchternden letzten Turniers der Pokalreihe kann man sich letztendlich zufrieden in die wohlverdiente Weihnachtspause verabschieden. Auch wenn man sich nicht mit dem Pokal belohnen konnte ist die Silbermedaille in Bayern ein großer Erfolg auf den die Isis stolz sein können.

Es bleibt zu hoffen, dass der bayerische Handballverband bei der Auswahl des Austragungsortes im nächsten Jahr weiser entscheidet. Letztendlich sollte man bei einem Final Four auf dieser Ebene stolz auf das Niveau der Damen Handball Bayernliga sein können.

Es spielten:
Elisabeth Gschwendter, Janine Völkl, Henriette Leister (Tor)
Lisa Frank, Leni Braun, Elena Kohde, Claudia Schöfbeck, Steffi Oberhuber, Patrizia Filz, Helena Lorenz, Franzi Lang, Marina Schwer, Kiki Walter, Franzi Benick

Bericht von Franzi Lang

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