Amelie Bayerl: erneut ein hoffnungsvolles Talent der "Isis"

Von am 13.09.2014 in Allgemein, Archiv
Die weibliche U17 Nationalmannschaft hat kürzlich den Toyota Lambeng Girls-Cup gewonnen. Mit dabei bei diesem Turnier in Schmelz war auch Amelie Bayerl. DHB-Nachwuchstrainer Frank Hamann ist davon überzeugt, dass sie ihren Weg gehen wird.

Für jeden Sportler ist es ein Traum, sich das Nationaltrikot überstreifen zu dürfen. Amelie Bayerl weiß, wie sich das anfühlt. Die 16-jährige gehörte jüngst zum DHB-Aufgebot der weiblichen Jugend mit Talenten der Jahrgänge 1998 und jünger. „Es ist eine Ehre, in einem Nationalteam zu spielen und einfach schön, die Nationalhymne zu hören“, ist Bayerl stolz. „Ich will versuchen, in meiner Karriere so weit wie möglich zu kommen.“



Beim Girls-Cup, ein Turnier mit sechs Mannschaften, hat sie überzeugt. Im Halbfinale etwa gegen die Schweiz (29:23) erzielte Bayerl fünf Tore und war damit die erfolgreichste Spielerin im Team. Auch beim knappen Endspielsieg gegen Rumänien (23:22) konnte sich die Rückraumspielerin mit einem Treffer in die Torschützenliste eintragen. Frank Hamann findet lobende Worte: „Amelie ist sehr spielfreudig und hat die Grundlagen für eine mögliche Karriere beim DHB“, weiß der dortige Nachwuchstrainer. „Wir beobachten sie schon lange. Wie sie auftritt gefällt uns. Sie ist bereit zu lernen und weiterzukommen.“

Für die U17 Auswahl der weiblichen Jugend geht es im Oktober mit zwei Maßnahmen in Frankreich weiter. Es folgt im November eine Leistungsdiagnostik in Leipzig, sowie zwei Länderspiele gegen Dänemark. Dann wird der DHB den endgültigen Kader bekannt geben, der im März in die Qualifikation zur Europameisterschaft startet. „Es wird in der Entwicklung der Spielerinnen noch viel passieren. Es lohnt sich aber immer am Ball zu bleiben, auch wenn mal keine Einladung zur Nationalmannschaft erfolgt“, sagt Hamann.

Mit den „Isis“ geht Bayerl in ihre erste Saison der Frauen-Bayernliga. Dort will sie sich ebenfalls durchbeißen. „Das Team hat mich sehr gut aufgenommen. Auch mit den älteren Spielerinnen komme ich gut zurecht“, beschreibt die 16-jährige die Atmosphäre in der Mannschaft. Nach dem verlorenen DHB-Pokalspiel gegen Herrenberg gab sie aber ebenfalls zu: „Ich muss immer noch was lernen. Je mehr Spiele ich bestreite, desto besser finde ich mich zurecht und kann umso selbstbewusster auftreten.“

Wer letztendlich tatsächlich den Durchbruch beim DHB schaffen könnte, dass will und kann Frank Hamann nicht pauschal beantworten. „Die jungen Spielerinnen gehen noch zur Schule, oder später kommt das Berufsleben dazu. Vielleicht sagt die ein oder andere dann von selbst, es wird ihr zu viel.“

Das trifft auf Amelie Bayerl gegenwärtig nicht zu. Derzeit genießt sie es, einfach viel und erfolgreich Handball spielen zu können.
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