Angespannte Personallage vor dem letzten Spiel des Jahres (Vorbericht Damen1)

Von am 12.12.2013 in Allgemein, Archiv
Der TSV Ismaning muss bei der HSG Fichtelgebirge auf gleich vier Spielerinnen verzichten. (Ergänzung zum Bericht unten)

Das ist extrem bitter für die Bayernliga-Damen der „Isis“. Im letzten Vorrundenspiel (Samstag, 14:30 Uhr bei der HSG Fichtelgebirge) muss der 2. der Tabelle mehrere Ausfälle kompensieren. Andrea Keczko, Lisa Frank, sowie Torhüterin Ute Becker fehlen aus privaten Gründen. Für Becker ist Marina Maricic als zweite Torfrau dabei. Obendrein fällt  Franzi Lang verletzungsbedingt aus. Die Rückraumspielerin ist am vergangenen Wochenende im Spiel gegen Etwashausen mit einer gegnerischen Spielerin zusammengestoßen. Schulter und Sprunggelenk sind in Mitleidenschaft gezogen. Somit fehlen mit Lang und Keczko zwei Spielerinnen, die immer für Treffer gut sind. „Wir haben ein sehr schweres Spiel vor der Brust“, ist sich Trainerin Aniko Keczko bewusst. „Einerseits wegen der fehlenden Spielerinnen, und andererseits, weil unser Gegner immer bessere Leistungen zeigt.“

Die HSG Fichtelgebirge steht derzeit zwar nur auf Platz 8, hat es aber immerhin geschafft, als erste Mannschaft in dieser Saison den Spitzenreiter TSV Winkelhaid zu besiegen. Und so ein Coup soll natürlich auch gegen die „Isis“ gelingen. Trotz der nicht so guten Vorzeichen aufgrund der personellen Situation gibt sich Aniko Keczko kämpferisch: „Wir werden wahrscheinlich eine andere Spielform im Angriff wählen, um die fehlenden Spielerinnen zu kompensieren. Wir müssen konzentriert spielen und kämpfen, damit wir eine Chance haben, auch dieses Spiel zu gewinnen.“

Es wäre der vierte Sieg in Folge – und ein eminent wichtiger im Kampf mit Winkelhaid an der Tabellenspitze. Gewinnen die Ismaningerinnen, würden sie nämlich auf jeden Fall für mindestens eine Nacht auf Platz 1 stehen. Denn der aktuelle Spitzenreiter Winkelhaid spielt erst am Sonntag (beim ESV Regensburg II) und hat nach zwei Niederlagen in Folge nur noch einen Punkt Vorsprung auf das Team von Aniko Keczko. Doch daran werden sie bei den „Isis“ aufgrund der angespannten personellen Situation momentan noch am wenigsten denken.

Voraussichtliches Aufgebot TSV Ismaning:

Elisabeth Gschwendtner, Marina Maricic (im Tor), Kathi Tischler, Steffi Oberhuber, Rosi Hascher, Christine Königsmann, Susanne Pramberger, Sophie Pramberger, Isabell Dulias, Kirsten Walter

Bericht von Andreas Schisler

 

Noch einmal volle Konzentration – dann ein bisschen verschnaufen

Die letzte Ausfahrt im Jahr 2013 heißt HSG Fichtelgebirge. Doch die Bayernliga-Damen des TSV Ismaning sind gewarnt vor dem Gegner aus Oberfranken.

So schnell kann´s gehen. Noch vor gut vier Wochen schien die Sache ziemlich klar: an der Tabellenspitze der Bayernliga zieht der TSV Winkelhaid einsam seine Kreise. Erst recht, nach dem der Spitzenreiter sein Spiel bei den „Isis“ mit 27:25 gewonnen hatte. Winkelhaid baute seinen Vorsprung in der Tabelle auf die Ismaningerinnen auf fünf Punkte aus. Doch nun ist ganz und gar nichts mehr so eindeutig, wie es auf den ersten Blick ausgesehen hat. Mittlerweile liegt Ismaning auf Platz 2 nur noch einen Punkt hinter dem Primus. Während die „Isis“ seit dieser Pleite gegen Winkelhaid alle Spiele gewonnen haben, hat der Tabellenführer zuletzt arg geschwächelt und zwei Niederlagen in Folge kassiert.

Die HSG Fichtelgebirge war es, die es als erste Mannschaft geschafft hat, Winkelhaid in dieser Saison zu schlagen. Nun sind es die „Isis“, die in ihrem letzten Spiel 2013 nach Oberfranken reisen (Spielbeginn: Samstag, 14:30 Uhr) – mit dem Wissen im Hinterkopf, dass Fichtelgebirge eben in der Lage ist, Spitzenteams zu knacken. „Es wird natürlich ein schweres Spiel, aber wir fahren dort hin, um zu gewinnen“, schickt Torhüterin Elisabeth Gschwendtner der Partie logischerweise voraus. „Spielerisch müssen wir aber noch zulegen. Wir müssen von Beginn an 100 Prozent geben, und nicht erst in der 2. Halbzeit“.

Damit spricht Gschwendtner das zurückliegende Spiel gegen Etwashausen an. Da war sie es, die die „Isis“ nach knapper Halbzeitführung mit starken Paraden vor Gegentoren bewahrt hat. So schafften es die Gäste, erst nach 12 Minuten in der 2. Hälfte wieder zu treffen. Mit ein Schlüssel zum Erfolg für die Ismaningerinnen. Und vor der Pause? Da hatte sich das Team von Trainerin Aniko Keczko wieder selbst in die Bredouille gebracht, als ein Vorsprung von vier Toren bis auf einen Treffer zusammengeschmolzen war. „Wir müssen die Schwächephasen einfach vermeiden“, weiß auch Gschwendtner, wenn es im Fichtelgebirge mit dem vierten Sieg in Folge klappen soll.

Die HSG ist jedenfalls auf eine neuerlich sehr schwere Aufgabe eingestellt. „Wir erwarten natürlich eine spannende Begegnung und werden auf einen spielstarken TSV Ismaning treffen“, gibt der sportliche Leiter Walter Lenhard zu Protokoll. “Ismaning will, wie wir auch, mit einem Sieg in die Winterpause gehen. Ich denke, dass es ein offener Schlagabtausch wird und der Grundstein des Erfolges im Abwehrverhalten beider Teams  zu suchen sein wird.“

Nach dem Coup gegen Winkelhaid hat der Achte der Tabelle am vergangenen Wochenende in Ottobeuren mit 34:27 gewonnen. Entsprechend selbstbewusst gibt sich die HSG in Person von Lenhard: „Diese beiden Spiele haben gezeigt, dass unsere Mannschaft endlich die Leistung abruft, zu der sie fähig ist.“ Mit Anna-Sophie Wölfel und Jessica Spannig hatte Fichtelgebirge zuletzt gegen Ottobeuren zwei Rückraumwerferinnen in ihren Reihen, die nicht zu stoppen waren. Beide trafen insgesamt 23 mal.

So viele Tore haben die „Isis“ in den vergangenen drei Spielen überhaupt nicht mehr kassiert – seit der Niederlage gegen Winkelhaid. Doch an den Tabellenführer verschwenden die Ismaningerinnen offenbar ohnehin nach wie vor keine Gedanken. „Wir schauen erst mal nicht nach oben. Das ist nicht unser Ziel“, erklärt Elisabeth Gschwendtner. „Wir wollen das nächste Spiel gewinnen, um so gut in die Pause gehen zu können.“ Nach der neuerlichen Pleite des Tabellenführers sind die „Isis“ aber nun mal wieder richtig dick drin im Kampf um die Bayernliga-Meisterschaft. Und wie schnell es im Sport gehen kann, haben die vergangenen Wochen noch einmal unterstrichen.

Voraussichtliches Aufgebot TSV Ismaning:

Elisabeth Gschwendtner (Tor), Kathi Tischler, Steffi Oberhuber, Rosi Hascher, Franzi Lang, Christine Königsmann, Susanne Pramberger, Sophie Pramberger, Isabell Dulias, Kirsten Walter

Bericht von Andreas Schisler
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