Mit dem Gegner aus Unterfranken war noch eine Rechnung offen.
Das Hinspielergebnis war ein 19:19 und die Isis sahen in der harzfreien Zone auswärts lange wie der sichere Verlierer aus.
Diesmal fuhren die Gäste mindestens drei Stunden zum Auswärtsspiel in die Hölle Süd.
Das merkte man aber zu Beginn nicht, denn sie spielten sicher und konsequent, die Isis zögerlich und zu inaktiv in ihrer 6:0-Abwehr. So stand es bald 4:8 für die Gäste.
Trotz immer noch einiger technischer Fehler und einer extrem schlechten Quote im Abschluss, gelang dennoch der Ausgleich zum 8:8, um postwendend wieder nachlässiger zu werden und mit einem 10:13 in die Pause zu gehen.
Das ist natürlich zu wenig, als Heimmannschaft mit Aufstiegsmotivation, nur 10 Tore in einer Halbzeit. Mit dem erst vor wenigen Wochen vollzogenen Trainerwechsel und der damit verbundenen neuen Spielauffassung, kann aber nicht gleich alles Neue gut funktionieren.
Trainer und Team blieben ruhig und selbstbewusst, können sie doch auf ihr immer mögliches Steigerungspotential und ihre läuferischen und konditionellen Stärken bauen. Durch die taktische Umstellung auf eine 3-2-1-Abwehr konnte das Trainergespann Schwer/Königsmann der Mannschaft einen wichtigen Impuls geben.
Weil Ami Bayerl in der ersten Halbzeit die torgefährlichste Spielerin war, durfte sie sich in der 2. Halbzeit einer persönlichen Bewachung erfreuen. Die dadurch entstehenden Räume wurden gut genutzt, die Aussen besser einbezogen und von einigen Spielern ihre individuellen Stärken konsequenter eingebracht.
Insbesondere Kathi Tischler, Kathleen Braun und Meli Leitl erzielten wichtige Tore von Aussen, Lisa Frank vom Kreis, Kiki Walter durch die Mitte, Rosi Hascher traf souverän vom Punkt und Heli Lorenz beeindruckte mit Toren aus dem linken Rückraum und zermürbte dadurch den Gegner endgültig.
Mit 16:17 waren die Gäste letztmals in Führung, mussten dann dem höheren Tempo der Isis Tribut zollen und wurden selbst unpräziser in Abschluss und Abwehr. So konnten die Isis ausgleichen und davon ziehen.
Die zahlreichen und lautstarken Gästefans mussten dann beim 24:19 für die Isis erkennen, dass das Spiel verloren war, unterstützten aber weiter toll ihr Team bis zum Schlusspfiff.
Den Endstand von 27:22 für die Isis – und vorerst wieder die Tabellenführung - erspielten:
Lisi Gschwendtner, Leni Frey (TW), Ami Bayerl (6), Heli Lorenz (5), Kathi Tischler (4), Rosi Hascher (3/2), Kiki Walter, Kathleen Braun, Lisa Frank, Meli Leitl (je 2), Sophie Pramberger (1), Juli Sikman, Marina Berger;
Bericht von Ralph und Ami Bayerl