Salzburg - eine Stadt mit einem besonderen Sinn für die schönen Dinge im Leben. Zeugnisse hierfür sind unter anderem die Musik des dort geborenen Komponisten W. A. Mozart, die bezaubernde Architektur der Altstadt, die fantastische regionale Küche, besonders die original "Salzburger Nockerl", sowie der traumhafte Panoramaausblick auf die Berge. Vergangenen Samstag kam außerdem noch sehr schön anzusehender Tempohandball dazu. Den zeigten die Damen III des TSV Ismaning vor zahlreich mitgereisten Fans gegen den direkten Tabellennachbarn des SHC Salzburg. Zu Beginn des Spiels sah es noch nach einer ausgeglichenen Partie aus, bis zum 3:3 präsentierten sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Dann jedoch kam die Ismaninger Offensive langsam in Fahrt: das Spieltempo wurde zusehends gesteigert, und mit zunehmender Geschwindigkeit erhöhte man auch den Vorsprung auf die Heimmannschaft aus Salzburg. Lediglich die Abwehr, sonst die größte Stärke der Ismaningerinnen, wies in den ersten 30 Minuten leichte Defizite auf, so dass man schließlich "nur" mit einer 6-Tore-Führung in die Halbzeitpause ging. 14:20, so lautete hier der Zwischenstand. 20 geworfene Tore sind eine beachtliche Leistung, da waren sich Trainerinnen und Spielerinnen einig. Ebenso einig war man sich jedoch, dass 14 kassierte Tore definitiv zu viel sind. So nahm man sich entsprechend vor, offensiv nicht nachzulassen, und defensiv noch besser zu agieren. Dass sich die Mädels diese Vorsätze zu Herzen nahmen, bewiesen sie auf beeindruckende Weise. In der zweiten Spielhälfte rührte man im wahrsten Sinne "Beton" in der Abwehr an: Stärker denn je wurde zusammengearbeitet, gekämpft und verschoben, was das Zeug hält.
Den verdienten Lohn dafür konnte das Team schließlich auf der Anzeigetafel sehen: nach 20 gespielten Minuten in Halbzeit 2 konnte der SHC Salzburg sein Torkonto um lediglich 2 (!) Tore aufstocken - eine starke Leistung auf Ismaninger Seite. Auch offensiv hielt die Mannschaft, was sie sich vorgenommen hatte. Besonders hervorzuheben sind hier die aus der starken Defensive resultierenden zahlreichen Konter, mit denen man die Salzburgerinnen irgendwann schlichtweg überrannte. So konnten sich die Damen III letztlich über einen mehr als verdienten 41:20-Sieg freuen und endlich die ersten beiden Auswärtspunkte mit nach Hause nehmen.
Wie bereits in den letzten beiden Spielen zeigte sich auch in Salzburg ein deutlicher Aufwärtstrend im Angriffsverhalten der Mannschaft, Beleg hierfür war natürlich besonders das erstmalige Knacken der 40-Tore-Marke. Auch auf lediglich 6 Gegentore in der zweiten Halbzeit kann die Mannschaft um das Trainergespann Lutz/Krabichler zu Recht stolz sein. Doch darauf will sich die Mannschaft natürlich keineswegs ausruhen, sondern alles daran setzen, an den noch immer vorhandenen Defiziten zu arbeiten, um am kommenden Samstag gegen Anzing erneut ein gutes Spiel zeigen zu können. Anpfiff ist um 12.30 Uhr in der Realschulhalle in Ismaning. Die Damen III freuen sich wie immer über jede Unterstützung!
Es spielten: Ela Wimmer (Tor), Franzi Wittmann (6), Manu Lombardo (3/1), Therry Ismair (2/1), Lulu Müller (1), Carina Reiter (7), Julia Steinkohl, Manu Brosig (1), Natti Jörges (4/1), Moni Spiegelberger (5), Sara Lutz (1), Melly Thee (9/1)