Damen 1: Auswärts beim Tabellenzweiten HaSpo Bayreuth leider nicht abgezockt genug.

Von Florian Bamberger am 22.10.2018 in Damen, Damen 1

Viel hat nicht gefehlt für einen Überraschungserfolg auswärts in Bayreuth. Aber in bisschen etwas eben doch. Am Ende geht das Spiel verdientermaßen mit 27:23 an den Gastgeber.

 

Man kann nicht genau sagen für welches der beiden Teams die Voraussetzungen an diesem Wochenende schlechter waren: Auf der einen Seite die Gastgeberinnen aus Bayreuth, die ohne zwei wichtige Rückraumspielerinnen antraten, und auf der anderen Seite unsere Isis, bei denen Fernanda sowie Rosi fehlten und mindestens drei Spielerinnen gesundheitlich klar angeschlagen in’s Spiel gingen. Das hatte sich schon in den letzten zwei Wochen, die durch krankheitsbedingte Absagen geprägt waren, abgezeichnet und zu einer etwas zerfahrenen Vorbereitung beigetragen.

Dennoch hatte man sich eines vorgenommen: Zur Stelle sein, wenn Bayreuth nicht sein A-Spiel zeigen kann. Und, was das angeht, kann man sich mit Sicherheit keinen Vorwurf machen. Bayreuth spielte selten wie der Zweitplatzierte der aktuellen Bayernligasaison und die Isis legten von Anfang an alles daran die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Es entwickelte sich ein offenes Spiel mit leichten Vorteilen für unsere Damen 1. Über ein 3:3 (10.), 5:5 (15.) und 8:8 (23.) konnte man sich immer wieder für 1 bis 2 Tore absetzen bevor Bayreuth nachzog. Danach dreht sich das Ganze ein wenig um und die Gastgeberinnen gehen mit einer knappen 2-Tore-Führung in die Halbzeit.

Grundsätzlich konnte man bis dahin von einem guten Spiel der Isis sprechen. Immer wieder zwang man die Bayreutherinnen in Zweikämpfe und konnte die eigenen Stärken ausspielen. Leider zeichnete sich aber schon jetzt ab, dass sowohl von der 7-Linie als auch den Außenpositionen ein wenig der Wurm drin war. Genau dieses Problem sollte sich daraufhin zum mitentscheidenden Faktor entwickeln. Zwischen der 34. und der 40. Minute vergibt man drei 7-Meter-Würfe in Folge und damit auch mehrfach die Möglichkeit das Spiel zu drehen. Durch eine starke Abwehrleistung lässt das Team allerdings auch nur ein einziges Tor zu und bleibt so vorerst im Spiel, bevor sich Bayreuth im Anschluss erstmals etwas deutlicher absetzen und auf bis zu fünf Tore wegziehen kann.

Jetzt zeigte sich zum Glück der Kampfgeist und die Gefährlichkeit unserer Isis, die jederzeit und in wenigen Minuten einen Rückstand aufholen können. In unter zwei Minuten holt man drei Tore auf und gestaltet das Spiel wieder offener. Leider platzen dann zwei 2-Minuten-Strafen, die man unter Umständen geben kann, aber vielleicht nicht muss, vorentscheidend in den Lauf unserer Mädels. Bayreuth nutzt die fast vier Minuten Überzahl schlau aus und zieht wieder davon. Alles Bemühen, die Lücke danach wieder zu schließen, bleibt vergebens.

Am Ende darf man das Scheitern unserer Damen nicht an den beiden 2-Minuten-Pfiffen der Schiedsrichter festmachen. Dafür hat man im Verlauf des Spiels deutlich zu viele Chancen liegen lassen. Vielleicht hat hier noch ein wenig die Abgezocktheit gefehlt, die ein älteres Team bereits hätte. Positiv muss man aber mitnehmen, dass das Team wieder das gewünschte Tempo und die notwendige Aggressivität gezeigt hat. Hier muss auch der Ansatzpunkt für das nächste Heimspiel am Samstag gegen die SG Mintraching/Neutraubling liegen, wenn man wieder Punkte auf der Habenseite verbuchen möchte.

 

Es spielten:

Leicher Henriette, Wittmann Veronika, Weber Verena, Eglseder Sabrina (4/3), Kohde Elena (7), Rohmert Lotta (1), Leitl Melanie (2), Tischler Kathrin (6), Wittmann Lara (1), Hennig Simona (1), Eglseder Melanie, Stumpf Franziska (1)

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