Zu ungewohnter Zeit, am Sonntag um 14.30 Uhr, war dieses Wochenende der Anpfiff für die Damen 1 gegen die HSG Freising. Dass das Auswärtsspiel gegen den Tabellenvierten kein Sonntagsspaziergang werden würde war von Anfang an klar. Noch aus dem Hinspiel, dass die Damen damals mit 27:24 für sich entscheiden konnten, war die harte Spielweise der Freisinger Mannschaft bekannt. In der Ansprache in der Kabine brachte Florian Bamberger die Situation auf den Punkt und erklärte seinen Mädels, dass heute jedes Tor ein Kampf werden wird der weh tut und dass das Team die Punkte nach Hause bringen wird, das am Ende die „dickeren Eier hat“.
Aber auch die Abwehr unserer Damen ist nicht als zimperlich zu beschreiben und so entwickelte sich ab der ersten Minute ein hartes, aber ausgeglichenes Handballspiel. Dabei erwischte die HSG jedoch den insgesamt besseren Start in das Spiel und konnte sich durch Christina Schredl in der 15. Minute einen drei Tore Vorsprung zum 8:5 erarbeiten. Die Ismaninger Damen zeigten aber in dieser Spielphase eine immer stärker werdende Abwehr und schafften es die anfänglichen technischen Fehler im Angriff zu reduzieren. So fanden die Spielerinnen der HSG immer seltener den Weg zum Tor und die Isis belohnten sich endlich auch im Angriff für ihre harte Abwehrarbeit. In der 29. Minute gingen die Damen dann durch Verena Weber mit dem 11:12 das zweite Mal in Führung und bei einem Halbzeitstand von 12:12 ging es in die Kabine.
Hier machte Flo Bamberger seinen Mädels nochmal klar was in der zweiten Hälfte zu tun war: Schnelles Spiel nach vorne, um die immer müder werdenden Freisinger zu überlaufen und in der Abwehr weiterhin in der 6:0 bleiben, aber trotzdem hart zupacken! „Dann werden wir spätestens ab der 50. Minute das Spiel für uns entscheiden.“, so der Trainer. Und der Plan ging auf. In den ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte schaffte es noch keines der Teams sich abzusetzen. Doch dann waren die Kräfte der HSG langsam aufgebraucht. Die Ismaningerinnen hingegen, zeigten wenig Anzeichen von Müdigkeit und konnten immer öfter Bälle aus der Abwehr abfangen. Und wenn die Spielerinnen der HSG doch mal zum Tor kamen, zeigte Vroni Wittmann im Tor viele starke Paraden und vereitelte so mehrere klare Chancen der Freisinger. Am Ende konnten sich die Damen so über schnelle Konter und eine schnelle 2. Weller einen immer größer werdenden Vorsprung aufbauen, bis Patrizia Filz in der 60. Minute das letzte Tor für die Isis zum 24:30 machte. Die HSG verkürzte in den letzten Sekunden dann noch auf 25:30, musste sich mit diesem Endstand aber den Ismaninger Damen geschlagen geben.
In diesem Spiel zeigten die Isis nun endlich auch auswärts welche Power in ihnen steckt. Mit diesem Kampfgeist und der Einstellung wollen die Damen nun am nächsten Wochenende zum Tabellenführer Dachau fahren und freuen sich auch hier über Unterstützung durch die Fans.
Es spielten: Vroni Wittmann, Henriette Leicher (beide Tor), Verena Kölzer (5), Verena Weber (5), Elena Kohde (3); Lisa Frank (7/1), Fernanda Roveta (2), Lotta Rohmert (1), Melanie Leitl, Kathrin Tischler, Lara Wittmann, Patrizia Filz (5), Melanie Egelseder, Franziska Stumpf