Gute 45 Minuten reichen unseren Damen 1 für einen deutlichen Sieg (32:23) gegen die, im Vergleich zur letzten Saison, personell geschwächte HG Ingolstadt. Über die restlichen 15 Minuten sollte man den Mantel des Schweigens breiten.
Hinter vorgehaltener Hand wurde schon während der letzten Saison gemunkelt, dass unsere Damen 1 eine gewisse Startschwäche hätten und die ersten 5-10 Minuten eines Spiels regelmäßig verschlafen würden. Sollte daran jemals etwas dran gewesen sein – jetzt ist es nicht mehr so. Ob es am veränderten Warm-Up, am deutlich reduzierten Gelaber des wortverliebten Trainers oder an den musikalisch untermalten Pre-Game-Ritualen liegt … wer weiß das schon. Hauptsache es klappt!
Gegen die HG spiegelte sich das nach zehn Minuten in einer 5-1 Führung wieder. Aus einer stabilen Abwehr heraus, konnte man die Fehler der Gäste aus Ingolstadt, die immer wieder Probleme mit dem ungewohnten Harz hatten, über Gegenstoß, 2. Welle oder druckvolle Angriffe in eigene Tore ummünzen. Besonders schön: Alle fünf Tore wurden von unterschiedlichen Spielerinnen erzielt. Leider wurde man im Anschluss angriffs-technisch etwas wild (Offenbar versuchte man dem Publikum alle Varianten der verschiedenen Auslösehandlungen zu präsentieren) und ermöglichte den Ingolstädterinnen ein kurzes Comeback (6:4 14. und 9:6 20.). Nach einer Rückbesinnung auf den eigentlichen Matchplan konnte man sich dann aber wieder absetzen und mit dem Pausenpfiff einen 7:2-Lauf zum 16:8 Halbzeitstand vollenden.
In der Halbzeit nahm man sich vor den Sack möglichst schnell zuzumachen und die HG Ingolstadt nicht noch einmal zurück in das Spiel zu lassen. Im Auftaktspiel gegen die HSG Fichtelgebirge war nämlich genau das passiert. Aber offensichtlich gab es hier einen Lerneffekt. Mit einigen schnellen Gegenstößen wurde der Abstand erst vergrößert und dann, erleichtert durch eine rote Karte (3x 2 Minuten) gegen die Ingolstädterin Maria Häußler, bis zum 28:13 (45.) vorentscheidend ausgebaut. Leider hat sich diese Vorentscheidung wohl auch in die Köpfe der Spielerinnen gefressen: In der Abwehr einen Schritt weniger, im Angriff etwas planloser … Bis zum Ende des Spiels macht die HG noch zehn Tore, Ismaning nur noch vier (32:23). Das ist schade, weil die letzte viertel Stunde den guten Eindruck der ersten 45. Minuten doch deutlich trübt.
Am kommenden Wochenende steht mit dem Aufsteiger MTV Stadeln eine neue Herausforderung bevor. Gegen eine gute und eingespielte Mannschaft wollen die Isis nun endlich auch die ersten Auswärtspunkte einfahren.
Es spielten:
Leicher Henriette, Wittmann Veronika, Weber Verena (2), Eglseder Sabrina, Hascher Rosmarie (5), Kohde Elena (5), Roveta Fernanda (2), Rohmert Lotta (3), Leitl Melanie (1, Tischler Kathrin (5), Wittmann Lara (2), Hennig Simona (1), Eglseder Melanie (1), Stumpf Franziska (5)