Damen 1 starten in ihren \"Monat der Wahrheit\"
Die knapp vierwöchige Spielpause ist für die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning beendet. Am Dreikönigstag wollen sie im Final Four des BHV-Pokals ihren Titel erfolgreich verteidigen. Vier Tage später beginnt für das Team von Trainerin Aniko Keczkone die Rückrunde mit dem Spiel bei der HSG Fichtelgebirge.
Von einem entscheidenden Charakter zu sprechen wäre sicherlich noch verfrüht, auf jeden Fall aber ist der Januar für die „Isis“ richtungsweisend. Es geht sofort ans Eingemachte, die Mannschaft muss gleich voll da sein. Der Auftakt ins neue Jahr erfolgt am Dienstag beim TSV Herrsching, wo das Final Four um den Molten Cup ausgetragen wird (ab 12 Uhr). Im ersten Halbfinale trifft Ismaning auf den Gastgeber und befindet sich gegen den Süd-Landesligisten in der Favoritenrolle. „Wir können gleich mit einem Wettbewerb starten. Das ist gut, da wir nur wenige Tage später auch in der Bayernliga wieder gefordert sind“, weiß Aniko Keczkone. Die Ungarin hofft darauf, dass ihr Team die Leistung sofort abrufen kann, denn: „Die Spielerinnen sind nach der Pause hungrig auf Handball.“
Herrsching, in der Liga auf Platz 9, hat im Verlauf der Pokalsaison unter anderem die zweite Mannschaft der „Isis“ aus dem Wettbewerb geworfen und feierte mit dem Einzug ins Final Four den bislang größten Erfolg in der Pokalgeschichte des Vereins. Trainer Kurt Siglstetter ist die Ausgangslage aber völlig klar: „Auch wenn der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat ist uns bewusst, dass wir der absolute Außenseiter sind. Besonders im Halbfinale gegen den Titelverteidiger haben wir nichts zu verlieren. Wir wollen das Spiel einfach nur genießen und hoffen, mit einer guten Leistung den Rückenwind in die Rückrunde mitnehmen zu können.“
Im zweiten Halbfinale (14:15 Uhr) kämpfen der ASV Dachau (Bayernliga, Platz 3) und der HC Erlangen (Landesliga-Nord, Platz 2) um den Einzug ins Endspiel. Erlangen richtet den Fokus aber voll und ganz auf die Liga, wie Vizepräsidentin Sabine Peschko zu verstehen gibt. So werde das Final Four als Trainingsmöglichkeit im Hinblick auf die vor der Tür stehenden Rückrunde der Landesligasaison betrachtet. „Natürlich ist es aber für alle Beteiligten ein großes Erlebnis und ein Gradmesser, wie stark sich die Bayernligisten Dachau und Ismaning mit den Spielerinnen der A-Jugendbundesliga präsentieren werden.“
Das Finale beginnt um 16:30 Uhr, in das die „Isis“ erneut einziehen und wie im Vorjahr selbstverständlich wieder gewinnen wollen. Sicher fehlen werden Helena Lorenz und Kathleen Braun, die sich beide noch im Urlaub befinden, sowie die verletzte Leonie Schweinsteiger. Dafür wird Susanne Pramberger im Kader stehen. „Ich vertraue meiner Mannschaft. Denn die Stimmung ist sehr gut und das ist das Wichtigste. Als Team können wir alle Spiele gewinnen, wenn wir im Kopf da sind“, schickt Trainerin Keczkone voraus.
Vor allem am kommenden Samstag ist dies dann von enormer Bedeutung. Mit der Partie bei der HSG Fichtelgebirge (14:30 Uhr) wartet gleich zu Rückrundenbeginn eine ganz hohe Hürde, denn der Tabellensiebte ist zu Hause noch ungeschlagen. Die starke Serie der „Isis“, die seit neun Ligaspielen ohne Niederlage sind, steht somit auf dem Prüfstand. Nur zwei Wochen später folgt das absolute Spitzenspiel beim HSV Bergtheim. Für Ismaning wird es also ein ganz heißer Januar, was den Kampf an der Tabellenspitze betrifft. Momentan liegt Bergtheim auf Rang 1 (20:4 Punkte), wenngleich der HSV eine Partie mehr absolviert hat als das Team von Aniko Keczkone auf Platz 2 (19:3 Punkte). Der Tabellendritte ASV Dachau (14:8 Punkte) scheint vorerst aus dem Rennen. Was aber in jedem Falle fest steht ist, dass intensive Spiele und Wochen bevorstehen, im „Monat der Wahrheit“ für die „Isis“.