Im letzten Heimspiel des Jahres erwarten die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning die HG Zirndorf (Samstag, 17:30 Uhr). Die beeindruckende Heimserie soll weiter ausgebaut werden.
Die „Isis“ haben gute Erinnerungen an ihren kommenden Gegner. Erst vor zwei Wochen hat sich die Mannschaft von Trainerin Aniko Keczkone in Zirndorf mit einem souveränen 27:17 für das Final Four im BHV-Pokal qualifiziert. Einen Spaziergang erwartet die Ungarin trotzdem nicht, wenn die Mittelfranken nun in der „Hölle Süd“ zu Gast sind: „Die Frage ist, wie ernst sie das Pokalspiel genommen haben. Wir dürfen auf keinen Fall nachlassen und müssen genauso konzentriert spielen wie zuletzt.“
Vergangenes Wochenende setzte Ismaning mit dem Sieg in Dachau (24:23) ein dickes Ausrufezeichen im Kampf um Platz 1 und liegt so weiterhin nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Bergtheim. „Die nächsten Wochen werden Aufschluss darüber geben, wohin die Reise tatsächlich führen kann. Denn bis Ende Januar haben wir in der Liga jetzt vier Auswärtsspiele und zwei Heimspiele. Erreicht ist noch nichts und in jedem Spiel wird uns alles abverlangt werden“, stellt Teammanager Andreas Schisler klar.
Die Form stimmt derzeit aber absolut bei den „Isis“, die seit sieben Partien unbesiegt sind und zu Hause alle bisherigen fünf Spiele in dieser Saison gewonnen haben. Diese „weiße Weste“ soll logischerweise auch gegen den Tabellensechsten Zirndorf keine Flecken bekommen. Für HG-Trainer Ingo Gömmel wäre deswegen schon eine knappe Niederlage ein Erfolg: „Zumal wir wieder Ausfälle zu beklagen haben. Seit Wochen können wir nie mit der kompletten Mannschaft antreten und müssen immer improvisieren“, erklärt Gömmel. „Die Laufwege wären zwar da, sind aber nicht automatisiert. Und gegen so eine kompakt deckende Mannschaft wie Ismaning mit den gut ausgebildeten Spielerinnen ist das einfach tödlich.“
Die Favoritenrolle ist klar verteilt und dem TSV bewusst, dass er diese auch annehmen muss, zumal es personell keine Einschränkungen gibt. „Alle Spielerinnen stehen zur Verfügung. Jetzt müssen wir unseren Zuschauern nur noch im letzten Heimspiel des Jahres ein schönes Spiel zeigen“, gibt Trainerin Keczkone die Marschrichtung vor. Und gute Erinnerungen an den Gegner aus Zirndorf hat Ismaning ja schon mal.