Nach dem spektakulär erkämpften Punkt in der Vorwoche gegen den Tabellen-Nachbarn aus Ottobrunn war das Ziel gegen die Aufsteigerinnen aus Prien klar: zwei Punkte für die Isis.
Trainer Alex Filz stellte die Mannschaft im Vorfeld aus der Ferne ein und forderte drei wichtige Punkte: (1) Die starke Priener Kreisspielerin kontrollieren, (2) den treffsicheren linken Rückraum bezwingen und (3) den andauernden Kampfgeist der Münchenerinnen mit zwei weihnachtlichen Punkten belohnen.
Oliver Tiesler übernahm interimsmäßig das Kommando auf der Bank als Aushilfscoach und zeigte von Anfang an, dass ihm diese Rolle sehr gut liegt.
Nach einem kurzen, aber konzentrierten Aufwärmen startete die Partie im Priener Hexenkeller zunächst ausgeglichen und bis zum 2:2 konnte keine Favoritenrolle verteilt werden. Dann aber zeigte sich, dass die starke gegnerische Rückraumspielerin mit der Trikotnummer 13 wirklich, wirklich (!) bezwungen werden muss, um diesen Kampf zu gewinnen. Während der Radius um die Kreisspielerin gut eingedämmt werden konnte, geriet das "Blocken" von Rückraumwürfen auf der langen Fahrt zum Chiemsee wohl gänzlich in Vergessenheit. Und so traf die "wilde 13" quasi nach Lust und Laune aus jeder Position, wodurch schnell ein 3:8 Rückstand auf der Anzeigetafel stand. Im Gegenzug wurden im Angriff weniger die einfachen, sondern eher doch die schönen Tore gesucht - frei nach dem Motto "Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht?". Und so hatte man ab und an den Eindruck, dass die Isis vor großen Lücken in der Priener Abwehr davonliefen und den Erfolg in den eher engeren Regionen auf dem Spielfeld suchten. Nach und nach gelang es trotzdem, einzelne Spielerinnen in Szene zu setzen und so kämpften sich die Isis bis zur Pause auf 12:14 heran.
Coach Tiesler mahnte in der Kabine also erneut zu einer konsequenteren Abwehr gegen einzelne Gegenspielerinnen und erinnerte die Mannschaft an ihren, sooft unter Beweis gestellten Kampfgeist.
Noch war nichts verloren
In der zweiten Halbzeit konnte man den Abstand zum Gegner zwar erst einmal nicht verkürzen, aber es zeichnete sich dennoch ab, dass es hier keine vorzeitigen Weihnachtsgeschenke für die Gastgeberinnen geben wird. Der linke Rückraum wurde komplett aus dem Spiel der Priener genommen und im Angriff wurden einfache und (siehe da) trotzdem sehr schöne Tore erzielt. Und so konnten sich die Ismaninger motivieren, hier doch noch zum geplanten Sieg zu kommen. Mit einem 3-Tore Rückstand wurde also beim Stand von 23:26 die heiße Phase eingeläutet und um jeden Meter gekämpft. Aber letztendlich konnten die Damen vom Chiemsee nach einem fairen Spiel die zwei Punkte über die Zeit retten und gingen mit 27:25 als Siegerinnen vom Feld.
Die deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel vom Vorwochenende und der immer wiederkehrende Biss und Kampfgeist in der Mannschaft lassen ein Zweifeln am eigenen Können aber nicht zu und bald werden solche Spiele für die Ismaningerinnen auch ein Grund zum Jubeln sein.
Ein besonderer Dank geht an unsere beiden treusten Fans: Oli, der heute sein gewohntes Umfeld auf der Tribüne gegen den einen Platz auf der Bank getauscht hat und seine Schuldigkeit an der Außenlinie mehr als nur erfüllt hat und Carolin, die uns immer fleißig vom Kampfgericht aus unterstützt. Sei es zuhause oder auswärts.
Und so verabschieden sich die Damen 2 in die wohlverdiente Weihnachtspause und freuen sich jetzt schon auf die kommenden Spiele im neuen Jahr. Die dann frisch, auskuriert und mit dem ein oder anderen Weihnachtsgans-Pfündchen mehr auf den Hüften bestritten werden können.
In diesem Sinne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Es spielten: Verena Filz, Sabrina Busch (beide im Tor), Marina Lotz (2), Anna Hofferek (2), Sina Metzker, Melanie Thee (4), Vane Wittmann (1), Michi Maier (1), Micha Tiesler (2), Roberta Weininger (3), Sibylle Block (2), Kati Berger (3), Franzi Wittmann (2), Lisa Lutz (3)
Bericht: Roberta Weininger