Dieses Wochenende traf die Mannschaft rund um das Trainerteam von Basti Imhof auf den Ligakonkurrenten Schleißheim. Dies war in zweierlei Hinsicht ein brisantes Duell. Einerseits brachte die Tabellensituation rund um die Abstiegsplätze Spannung mit und auf der anderen Seite war es nun eben ein Derby – und diese Duelle sind bekanntlich immer etwas Besonderes. Für beide Teams wäre eine Niederlage der endgültige Absturz in die Abstiegszone gewesen und eigentlich trafen ja zwei Ismaninger Teams aufeinander. In Schleißheim spielen vier Spielerinnen mit, die ihr Handballkönnen in Ismaning gelernt haben, darunter die ehemalige Angriffsgestalterin zu Ismanings Regionalligazeiten 2008, Martina Seidenschwarz.
Nervös und unkontrolliert verlief die Anfangsphase. Einige Unsicherheiten auf beiden Seiten verhalf sowohl Schleißheim als auch Ismaning zu einfachen Toren und führte zu einem 4:4 Zwischenstand. Doch auch nach Neueinstellung beider Teams war das Spiel relativ ausgeglichen, was ein 7:7 und 10:10 bestätigen. In dieser Spielzeit machte besonders die Schleißheimer Kreisläuferin, Ex-Ismaningerin Carola Störch den Isis das Leben schwer, da die Abwehrreihen die Anspiele nicht verhindern konnten. Erst später brachte man die Großgewachsene in Griff, indem man einfach hinter der Kreisspielerin stand und sie versuchte nach vorne, aus der Abwehrnahzone wegzuschieben.
Somit gelang es den Ismaninger Mädels erst ab der 23. Spielminute deutliche Akzente im Spiel zu setzen. Durch diese Leistungssteigerung konnte mit einem 3-Tore-Vorsprung (13:10) in die Pause gegangen werden.
In der Halbzeitpause wurden noch einmal die konkreten Abstimmungsprobleme bezüglich der Kreisläuferin in der Abwehr angesprochen und auch die Angriffskonzepte herausgearbeitet. Diese Ansage fruchtete prompt nach Wiederanpfiff, sodass die Führung über ein 17:12 auf ein 22:15 ausgebaut werden konnte. Da aus dem Schleißheimer Positionsangriff nichts mehr kam, agierte man total defensiv und konzentrierte sich nur noch auf die Kreisanspiele und die sehr starke Linkshänderin Hana Schneider (1998), die sich als einzige gegen die drohende Niederlage Bayernligareif bzw. Jugend-Bundesligareif wehrte. Mit einer nun sehr stabilen Abwehr und einem kontrollierten Angriffsspiel wurden immer wieder gute Spielszenen herausgearbeitet. Mit einer guten Mannschaftsleistung konnte so ein verdienter 29:19 Sieg herausgespielt werden, der mit einem fulminaten Kempator laut umjubelt wurde.
Diese kompakte Leistung der Mannschaft muss nun in der kommenden Woche kompensiert und aufgearbeitet werden. Denn auch am folgenden Wochenende steht ein wichtiges Spiel um den Klassenerhalt auf dem Spiel. (Samstag, 14.03.2015, 18 Uhr bei der SG Neuaubing/Dachau)
Zu bedanken hat sich die Mannschaft zusätzlich bei Lissi Gschwendtner und Verena Filz die im Tor eingesprungen sind, da die etatmäßigen Torhüter noch immer durch die Grippewelle verhindert waren und auch bei Helena Lorenz, die den Rückraum tatkräftig unterstütze.
Für den TSV spielten:
Filz, Gschwendtner (beide TW), Braun (2), Hennig (4), Pramberger, Storn, Wittmann (2), Tiesler (1), Berger M. (6), Lorenz (3), Sikman (4), Berger K. (2), Stumpf (2), Höhn (4/2)