Vergangenen Samstag machten sich die Damen III des TSV Ismaning auf den weiten Weg zum Auswärtsspiel nach Prien. Trotz der arktischen Temperaturen von -12 Grad war die Mannschaft heiß auf das Spiel, wollte man doch den überraschenden Hinspielerfolg wiederholen und wieder zur Tabellenspitze aufschließen. Doch auch der aktuelle Tabellenzweite TuS Prien wollte seine momentane Siegesserie nicht abreißen lassen und präsentierte sich auch gleich zu Spielbeginn entsprechend. Mit einer stabilen und schnell verschiebenden Abwehr und zahlreichen Wechseln im Angriff brachten die Gastgeberinnen die Isis erst einmal völlig aus dem Konzept, und so befand man sich bereits nach 10 Spielminuten mit 3:7 im Hintertreffen. Das darauf folgende Time-Out des Ismaninger Trainerduos kam zu diesem Zeitpunkt genau richtig und half den Mädels, sich wieder mehr auf ihr eigenes Spiel zu besinnen und sich nicht von der Spielweise des Gegners irritieren zu lassen. So kam man durch etwas konsequentere Arbeit in Offensive und Defensive wieder bis auf ein Tor heran. Leider schafften es die Gäste aus Ismaning nicht, diesen Aufschwung beizubehalten, und so geriet man zum Ende der ersten Halbzeit erneut mit 14:18 in einen 4-Tore-Rückstand.
Auch in der zweiten Spielhälfte zeigte sich trotz der klaren Pausenansprache der beiden Ismaninger Trainerinnen erneut ein ähnliches Bild. In der Abwehr wurden die Gegenspielerinnen nur selten wirklich konsequent und aggressiv angegangen, während man offensiv wortwörtlich "Standhandball" spielte und die Priener Abwehr dank des ideen- und bewegungslosen Agierens der Isis leichtes Spiel hatte. Zahlreiche technische Fehler und daraus resultierende Ballverluste ermöglichten der Heimmannschaft zudem immer wieder einfache Tore durch Konter. Dennoch waren auch die Prienerinnen nicht vor Fehlern gefeit, und auch die Ismaninger Damen nutzten diese im Laufe des Spiels zunehmend und zeigten immer häufiger ihren berühmten Kampfgeist, so dass sich die Gastgeberinnen zwar oft auf bis zu 5 Tore absetzten, die Ismaningerinnen diesen Vorsprung aber ebenso oft wieder egalisierten. So witterte die Mannschaft dreieinhalb Minuten vor Schluss schließlich nochmal eine letzte Chance, dieses Spiel doch noch zu drehen - bei einem Rückstand von lediglich 2 Toren kein Ding der Unmöglichkeit. Noch einmal warfen die Isis alles in die Waagschale, was sie an Kräften noch aufbieten konnten - doch es reichte nicht mehr. 60 Minuten lang einem Rückstand hinterherzulaufen, diesen immer wieder aufzuholen, um dann wieder zurückzufallen, das kostet immens viel Kraft, psychisch wie physisch. An diesem Tag kostete es zu viel, um dem TuS Prien am Schluss die 2 Punkte doch noch vor der Nase wegzuschnappen, und so endete das Spiel schließlich mit einer knappen 28:31-Niederlage.
Auch wenn in dieser Partie vieles nicht optimal lief, dürfen die Damen III dennoch stolz darauf sein, dass sie sich nie aufgegeben und weitergekämpft haben, auch wenn dieser Kampf nicht mit Punkten belohnt wurde.
Bis zum nächsten Spiel am 10. März haben die Mädels nun Zeit, um die gegen Prien offenbarten spielerischen Schwächen in Angriff zu nehmen, damit man dann gegen den TSV Übersee hoffentlich wieder Zählbares mit nach Hause nehmen kann. Das Spiel findet um 17.30 Uhr in Übersee statt. Die Mannschaft freut sich wie immer über jede Unterstützung!
Es spielten: Ela Wimmer (Tor), Marina Zeisl (1), Manu Lombardo (2), Therry Ismair (8/6), Carina Reiter (3), Juli Steinkohl (1), Manu Brosig, Natti Jörges (2), Moni Spiegelberger (3), Melly Thee (8)