Damen 3: Mühsam erarbeiteter Sieg gegen Solln
Arbeitssieg, der (Sportjargon): nur mit Mühe errungener Sieg gegen einen eigentlich unterlegenen Gegner - treffender als mit dieser Definition kann man das Spiel des TSV Ismaning III gegen die Gäste des TSV Solln kaum beschreiben. Denn Mühe steckte definitiv nicht wenig hinter dem Aufwand, den die Damen 3 betreiben mussten, um aus diesem nervenaufreibenden Duell letztendlich als Sieger hervorzugehen.
Bereits in der Anfangsphase des Spiels zeigte sich gehäuft, womit sich die Ismaningerinnen schon letzte Woche gegen den FC Bayern München das Leben unnötig schwer machten: technische Fehler, Fehlpässe und vor allem auch wieder zu viele "liegengelassene" hundertprozentige Torchancen. Lediglich die wie in der Vorwoche stabile Defensive sowie eine gut aufgelegte Sabrina Busch im Tor verhinderten in dieser Phase einen Rückstand von mehr als einem Tor. Hin und wieder ließ die Mannschaft schließlich auch im Angriff Ansätze ihres Könnens aufblitzen, und so ging man trotz stark verbesserungsbedürftigem Offensivverhalten dann beim denkwürdigen Spielstand von 7:5 in die Halbzeitpause.
Auch in der zweiten Halbzeit zeigte sich trotz klarer Ansagen von Trainer Alex Filz kaum eine Veränderung im Spielverhalten der Ismaningerinnen, und so schaffte Solln noch einmal den Ausgleich, womit die Partie endgültig - für die beiden Mannschaften ebenso wie für die zahlreichen Zuschauer - zum Nervenkrimi wurde. Bis zu den letzten fünf Spielminuten wurde auf beiden Seiten mit allen Kräften gekämpft, die noch in den müder werdenden Gliedern steckten. Doch in einem Nervenkrimi sind es nicht nur die verbliebenen Kräfte, sondern eben, nun ja - die Nerven, die spielentscheidend sein können. Dass die Spielerinnen aus Ismaning dieses Mal die besseren hatten, demonstrierte Kaori Littmann schließlich eindrucksvoll mit einem eiskalt versenkten 7m-Heber über die groß gewachsene Torhüterin der Gegner in der wichtigsten und spannendsten Phase des gesamten Spiels. Da sie mit diesem fast schon "dreisten" Wurf sogar ihre Mitspielerinnen überraschte, war es nicht verwunderlich, dass der Widerstand der Sollnerinnen angesichts solcher Abgebrühtheit zwar nicht komplett brach, jedoch aber merklich bröckelte, und die Damen 3 sich schließlich in den Schlussminuten doch noch bis zum hart erkämpften 18:15-Endstand absetzen konnten.
15 Tore kassiert, 18 geworfen - man sieht noch deutlicher als in der Vorwoche, wo die Stärken des Teams liegen und woran über die Saison hinweg und vor allem bis zum nächsten Spiel am kommenden Samstag noch gearbeitet werden muss. Dann geht es für die Damen 3 nach Schwabing gegen die Damenmannschaft des MTSV. Anpfiff ist um 17.00 Uhr.
Es spielten: Sabrina Busch (Tor), Johanna Eder (1), Anna Hofferek (2), Manu Lombardo (4/2), Steffi Rott (2), Micha Tiesler (1), Steffi Felsner (3), Sina Metzker, Vanessa Wittmann, Kaori Littmann (4/3), Carina Ilg (1).