Die Dramatik des Endspiels zwischen unserer Damen 3 und dem TSV München-Ost um die Bezirksliga-Meisterschaft umschreibt die folgende Szene nahezu perfekt:
Spielstand 25:25; die Isis brauchen nur ein Tor; Spielzeit ist abgelaufen; abschließender Freiwurf für die Isis aus zentraler Position; Steffi Felsner übernimmt Verantwortung, findet die Lücke im Block, packt den Hammer aus und … trifft krachend den Innenpfosten und … von dort springt der Ball wieder ins Feld zurück.
Die Ost-Damen jubeln! Und die Isis?
Das ganze Team ist nach gefühlten 3 Sekunden Enttäuschung trotzdem glücklich, liegt sich seelig in den Armen und gratuliert fair dem neuen Meister. Einige haben Tränen in den Augen. Aber diese sind der Situation mit den Standing Ovations des Ismaninger Höllenpublikums geschuldet, die Ihrem Team lange applaudieren. Fans, Ihr ward großartig!!!
Aber was war das bitte für ein sensationelles Spiel in der Hölle Süd? Vor zirka 400 Zuschauern entwickelte sich nach einem verzitterten Start unseres Teams ein echter Schlagabtausch auf Augenhöhe. Zu keiner Sekunde hatte das Spiel Bezirksliga-Niveau. Es wäre sicherlich interessant gewesen, wie sich die Teams gegen die davor spielenden Landesligamannschaften (Ismaning II gegen Allach) geschlagen hätten. Die Isis jedenfalls liefen in Halbzeit Eins ständig einem einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Den Damen aus Ost gelang es jedoch ebenfalls nicht, sich weiter abzusetzen. Insbesondere Ihr in dieser Saison so eindrucksvoll präsentierte Tempohandball mit vielen leichten Gegenstoßtoren wurde durch das Heimteam durch ein klasse Rückzugsverhalten vereitelt.
So wurden beide Teams beim Stand von 13:15 vom teils spritzigen (!), aber größtenteils fairen und lautstarken Publikum in die Kabine bzw. ins berühmte Siegereckerl verabschiedet.
Die Isis setzten sogleich die Ansagen der Halbzeitpause um und gingen mit maximalen Engagement in die zweite Hälfte. Insbesondere Moni Spiegelberger sorgte mit zwei sehenswerten Hämmern aus dem Rückraum für Freude in den Ismaninger Reihen. Auch eine kleine Umstellung in der Abwehr verhalf den Isis nun zu einem spürbaren Übergewicht auf dem Feld. In dieser Phase netzte das Team von Silvia Fichtner fast nur noch über 7-Meter oder überzahlbedingte Torabschlüsse ein. So ergab sich etwa 5 Minuten vor Schluss eine 2-Tore-Führung des Heimteams. Aber der Handballgott hatte an diesem Samstag etwas anderes im Sinne. Zum Einen konnten die Isis drei gute Torgelegenheiten nicht verwerten, zum Anderen meinte es die eingeteilte Vertreterin dieses so oft beschworenen Überirdischen gut mit den Ost-Damen und erkannte auf einen weiteren 7-Meter, der nervenstark verwandelt wurde. Diese strittige Pfiff wird wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Und zu guter Letzt war da ja noch die bereits beschriebene letzte Szene des Spiels, die das Drama vervollständigte.
So geht die Gratulation für die Bezirksliga-Meisterschaft in Richtung des TSV München-Ost mit Ihrer Trainerin Silvia Fichtner: Ihr habt Euch das Glück in den letzten Spielminuten über die gesamte Saison hinweg hart erarbeitet! Damit seid Ihr auch verdient Meister geworden.
Auf der anderen Seite geht die Gratulation an unsere junge Damen 3:
Ihr habt bislang (eine Partie steht ja noch aus) eine Bombensaison gespielt. Jede Spielerin hat sich weiter entwickelt und steht noch lange nicht am Ende ihrer jeweiligen Entwicklung.
Es spielten:
Sabrina Busch und Verena Filz (jeweils im Tor), Franzi Wittmann (1 Tor), Vanessa Wittmann (3), Steffi Rott (3), Steffi Felsner (5), Meli Thee (3), Moni Spiegelberger (3), Sanne Pramberger (2), Johanna Eder (2), Manu Lombardo (2), Kaori Littmann, Sina Metzker und Michi Maier (2)
7-Meter: 2/2 für Ismaning – 7/5 für TSV München Ost
2min: 5 für Ismaning – 1 für TSV München-Ost