Am letzten Tag der diesjährigen Wiesn hieß es für die dritte Damenmannschaft zunächst noch nicht das Dirndl, sondern die Handballschuhe schnüren, und statt "Hau den Lukas" hieß das Spiel "Besieg den Gegner". Der Gegner, das war in diesem Fall der TSV Solln, ein alter Bekannter aus vergangenen Spielzeiten, an den viele Spielerinnen noch unangenehme Erinnerungen hatten - mehr als einmal hatte man sich gegen diese Mannschaft wenig vorteilhaft präsentiert, auch wenn die Spiele dennoch meist zugunsten der Ismaninger ausgingen. Deshalb wollte man es in der Partie am vergangenen Sonntag natürlich unbedingt besser machen und auch in Solln endlich einmal das volle Potential abrufen. Leider war davon in der ersten Halbzeit noch nicht sehr viel zu erkennen: Wie immer tat sich das Team aus Ismaning schwer gegen die Gastgeberinnen und deren stabile Defensive, Torerfolge waren selten, technische Fehler dafür umso häufiger. Im Gegenzug ließ man sich selbst trotz eigentlich guter Abwehrarbeit zu oft von den langatmigen gegnerischen Angriffen einschläfern oder vom unkonventionellen Sollner Laufverhalten verwirren. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass sich die beiden Mannschaften mit einem 10:10-Unentschieden in die Halbzeitpause verabschiedeten. Mit diesem Ergebnis konnten jedoch weder Spielerinnen noch Trainerinnen zufrieden sein, war man sich doch eigentlich der Tatsache bewusst, dass potentiell in diesem Spiel viel mehr möglich wäre. Dies endlich auch auf dem Spielfeld zu zeigen war demnach auch die Forderung des Trainergespanns Schwaiger/Krabichler, die die Mädels zudem dazu anhielten, defensiv noch früher das Passspiel der Gastgeberinnen zu unterbinden sowie sich offensiv mehr Zeit für konzentrierte Abschlüsse und klare Torchancen zu lassen.
Entsprechend wachgerüttelt, präsentierten sich die Damen III nach Wiederanpfiff zunehmend positiver. Mit einem schnellen 3:0-Lauf zwang man den gegnerischen Trainer bereits nach sechs Spielminuten zu einer Auszeit, die es jedoch nicht vermochte, den langsam ins Rollen kommenden Ismaninger Spielfluss auszubremsen. Zwar tat man sich nach wie vor schwer, da sich die Sollnerinnen nach Kräften wehrten und man sich weiter teilweise selbst das Leben härter als nötig machte, aber dennoch: nach 15 Spielminuten hatte man sich einen passablen Vorsprung von 7 Toren erkämpft. Leider ging es so nicht weiter - ganz im Gegenteil. Denn nun folgte auf Ismaninger Seite die schwächste Phase des ganzen Spiels. Aufgrund zweier Zeitstrafen gegen den TSV Solln fand man sich auf einmal in einer doppelten Überzahlsituation wieder - eigentlich ein Grund zur Freude. Doch Grund um sich zu freuen hatten in diesem Fall nur die Sollner Spielerinnen. Während die Isis ihre Angriffe kopflos und völlig überhastet spielten, statt ruhig durchzustoßen und auf eine passende Gelegenheit zu warten, gelang es den Gastgeberinnen gleich zwei (!) mal, zu viert gegen sechs Ismaningerinnen einen Treffer zu landen. Doch glücklicherweise ließ sich die junge Ismaninger Mannschaft davon nicht aus dem Konzept bringen - Kopf hoch und weiter geht's. Und es ging weiter, fast als hätte es das erwähnte schauderhafte, aber glücklicherweise kurze Tief nie gegeben: Die Isis spielten die restliche Partie unbeirrt und meist konzentriert zu Ende und erstickten die Hoffnung der Sollnerinnen, dass hier noch etwas Zählbares zu holen wäre, im Keim. So endete das Spiel schließlich mit einem 24:18-Sieg für Ismaning, und trotz einiger Schwächephasen hatte sich das Team die letzte kühle Mass Bier beim After-Spiel-Wiesnendspurt somit redlich verdient.
Das nächste Spiel der Damen III findet am Samstag, 13. Oktober, um 12.15 Uhr in der Realschulhalle in Ismaning statt. Die Mannschaft freut sich wie immer wahnsinnig über alle, die sie von der Tribüne aus bei der Jagd nach den nächsten 2 Punkten unterstützen!
Es spielten: Ela Wimmer (Tor), Melly Luginger (10/6), Ina Zeisl (1), Manu Lombardo (2), Therry Ismair (1/1), Sara Lutz, Manu Brosig (2), Natti Jörges (4), Lulu Müller, Lisa Lutz (1), Juli Steinkohl, Jessi Lombardo (3)