Am vergangenen Samstag, den 16. Oktober 2010, empfingen die ersten Damen des TSV Ismaning in der Bayernliga vor heimischem Publikum den HCD aus Gröbenzell und konnten die Partie gegen den Lokalrivalen deutlich mit 32:19 (14:7) für sich entscheiden.
Die gastgebenden Ismaningerinnen hatten sich vor der Begegnung gegen die Gröbis vorgenommen, wieder an die Leistungen der ersten beiden Saisonspiele anzuknüpfen und somit die schlechte Leistung gegen Herzogenrauch vergessen zu machen. Gewarnt vor der Abschlussstärke der gegnerischen halblinken Rückraumspielerin Sina Fischer war es der taktisch einzig richtige Zug, diese von Beginn an in Manndeckung zu nehmen. Trotzdem war es der HCD, der das erste Tor in dieser Partie erzielte, der Ausgleichstreffer erfolgte erst drei Minuten später durch Sophie Pramberger. Bis dahin warfen die Isis aber bereits drei Fahrkarten und Gröbenzell wollte diesbzgl. zum Leidwesen ihres Trainers Harald Fischer um nichts nachstehen. Somit war die erste Halbzeit auf beiden Seiten geprägt von überdurchschnittlich vielen technischen Fehlern
nach 15 Minuten konnten die Zuschauer erst 7 Tore bejubeln, Ismaning führte dennoch mit 5:2. Eine Steigerung der Wurfeffektivität bei der Heimmannschaft war aber dann ab der 20. Spielminute zu sehen, zudem stabilisierte sich die Abwehr immer mehr. Die stärkste und damit vorentscheidende Phase hatten die Damen des TSV ab Minute 25, während der sie fünf Treffer (10:6, 14:7) erzielen konnten und nur ein gegnerisches Tor zuließen. Maßgeblichen Anteil daran hatte vor allem Torhüterin Ute Becker, die ihre bis dato beste Saisonleistung bot.
Die zweite Halbzeit begannen die Ismaninger Damen dank ihrer spielstarken Jugendnationalspielerin Helena Hertlein, die die Treffer zum 15:7 und 16:7 beisteuerte, auf dem Niveau der letzten Minuten in Halbzeit eins. Was die Hausdamen aber auch in dieser Phase nicht abstellen konnten war die hohe Zahl von Fehlwürfen und technischen Fehlern, der Vorsprung konnte aber dennoch ausgebaut werden. Um die 40. Spielminute war es vor allem die schon verschollen geglaubte und trotzdem weiterhin gefürchtete erste Welle, über die Spielführerin Stephanie Oberhuber ihre Isis zum 20:9 führte. Erfreulich für das Ismaninger Trainergespann war hierbei auch das wieder funktionierende Prunkstück Abwehr, welches erst in der 42. Minute den zehnten gegnerischen Treffer zuließ. Da die Partie nun entschieden war, schlichen sich leider vermehrt Unkonzentriertheiten ein, die den Gröbis lukrative Chancen boten und dankend verwertet wurden. Entscheidend war in dieser Phase aber der Spaß am Handball, der den Isis ins Gesicht geschrieben war und auf die fast 200 Zuschauer wie ein Funke übersprang. Am Ende fühlten sich Mannschaft und Fans für die Niederlage vor 14 Tage entschädigt und hakten diese als - hoffentlich einzigen - Ausrutscher ab.
Es spielten: Ute Becker und Janine Völkel (beide Tor), Kathrin Tischler (3), Sophie Pramberger (3), Sabine Krause (2/1), Isabel Dulias (1), Stephanie Oberhuber (5), Carolin Elbert (1), Rosmarie Hascher (2/1), Jenny Oertel, Helena Hertlein (7), Carola Störch, Claudia Schöfbeck (2), Wiebke Orth (6)