Das Ruder wieder herumreißen

Von am 05.02.2014 in Allgemein, Archiv

Nach einem spielfreien Wochenende in der Handball-Bayernliga der Frauen will sich der TSV Ismaning nun wieder zurückmelden im Kampf an der Tabellenspitze.

Kraft zu tanken, das hatten die "Isis" zweifelsohne nötig, die erlittenen Rückschläge einfach sacken zu lassen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Zwei Mal in Folge musste sich das Team von Aniko Keczko zuletzt geschlagen geben, verlor so die Tabellenspitze an die HaSpo Bayreuth. Der 28:32 Heimpleite gegen Regensburg II folgte das 23:25 in Bayreuth, die Partie, in der die Oberfranken eben die Ismaningerinnen von Platz 1 verdrängt haben. Während dem TSV die Rolle als Primus offensichtlich ganz und gar nicht bekommen ist, hat Bayreuth am vergangenen Wochenende eine weitere Ansage folgen lassen: HaSpo gewann in Etwashausen mit 32:18 und führt die Tabelle nun mit drei Pluspunkten Vorsprung auf Ismaning an.

Zurück zu alter Stärke finden und wieder zeigen, wozu sie eigentlich in der Lage sind, wollen die "Isis", wenn sie am Samstag beim Tabellensiebten HG Zirndorf zu Gast sind (17 Uhr). Die Mittelfranken sind eine Mannschaft mit zwei Gesichtern. Auswärts sorgen sie nicht wirklich für Angst und Schrecken, was sieben Niederlagen in acht Spielen beweisen, darunter auch das 19:23 aus dem Hinspiel in Ismaning. Sogar beim Tabellenletzten Ottobeuren hat die HG am zurückliegenden Spieltag eine 19:20 Pleite kassiert. 20 Sekunden vor Schluss stand es noch 19:19, ehe Ottobeurens Nadine Kofler mit einem verwandelten Siebenmeter den fulminanten Schlusspunkt in dieser Partie gesetzt hatte. Aus Zirndorf folgte prompt die Ansage, gegen die "Isis" in der heimischen Biberthalle eine andere Mannschaft zu erleben und gemeinsam mit den Fans dafür zu sorgen, dass das Keczko-Team die Biberthölle erleben wird. Gerade zu Hause ist Zirndorf eine Bank, sieben von acht Heimspielen hat die HG gewinnen können, zuletzt fünf davon in Folge. Lediglich Etwashausen schaffte es, dort zu bestehen und den Sieg mitzunehmen.

Genau dies hat sich auch der TSV zum Ziel gesetzt, zumal es zuletzt trotz allem auch richtig Grund zur Freude gab. Die weibliche A-Jugend hat vergangenes Wochenende das Achtelfinale der neu geschaffenen Bundesliga erreicht. Mit dabei auch ein Quartett des Damen 1 Kaders: Torhüterin Elisabeth Gschwendtner, sowie Christine Königsmann, Kirsten Walter und Lisa Frank. Mit deren positiver Energie soll nun auch in der Bayernliga das Ruder wieder herumgerissen werden. Trainerin Keczko erwartet auf jeden Fall ein schweres Spiel: „Zirndorf hat zwar in Ottobeuren verloren, davor aber zu Hause Winkelhaid mit neun Toren Unterschied besiegt“, weiß die Ungarin. „Hinzu kommt, dass wir in diesem Spiel ohne Harz auskommen müssen.“

Personell sieht es so aus, dass derzeit lediglich hinter dem Einsatz von Steffi Oberhuber ein Fragezeichen steht. Sie hatte sich beim Spiel in Bayreuth die Schulter geprellt und setzte zu Beginn der Woche noch mit dem Training aus. Die Hoffnungen ruhen natürlich darauf, dass sie rechtzeitig wieder fit ist.

Der Kampf an der Tabellenspitze ist selbstverständlich noch nicht verloren, trotz der Schwächephase der „Isis“. Dennoch ist es klar, dass sie nicht weiter an Boden verlieren dürfen und schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur finden müssen, wollen sie am Primus dranbleiben. Am besten schon am Samstag bei der HG Zirndorf. Denn der zweite Sieg in der Rückrunde wäre natürlich Balsam auf die zuletzt doch geschundene Seele.

Voraussichtliches Aufgebot TSV Ismaning:

Ute Becker, Elisabeth Gschwendtner (beide im Tor), Andrea Keczko, Kathi Tischler, Steffi Oberhuber, Rosi Hascher, Christine Königsmann, Susanne Pramberger, Sophie Pramberger, Franzi Lang, Isabell Dulias, Kathleen Braun, Kirsten Walter, Lisa Frank

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