Der Fluch der Zirndorfer Halle

Von Manfred Königsmann am 29.11.2015 in Allgemein, Archiv

Wieder einmal mussten sich die Ismaninger nach einer verpatzen ersten Hälfte beim HC Zirndorf mit 31:26 (15:11) geschlagen geben.

Dabei sah es in den ersten Minuten so vielversprechend aus. Nachdem Zirndorf mit 1:0 in Führung ging konnten die Isis durch schön herausgespielte Tore mit 1:3 nachziehen.
Doch dann kam der Einbruch. Die befürchtete Unsicherheit zeigte sich nicht nur im Angriff sondern auch in der sonst so stabilen Abwehr. Mit einem Lauf von 11:1 konnte Zirndorf bis zur 17. Minute bis auf 12:4 davonziehen. Ratlosigkeit machte sich bei den Damen breit, denn Zirndorf nutzte wirklich jeden Fehler eiskalt zum Gegenstoß. Die Gastgeberinnen verwandelten in dieser Phase jeden Wurf wohingegen die Isis ihre wenigen Chancen vergaben.
Nach einer saftigen Ansprache im Timeout konnte man sich aber noch einmal zusammenreißen und den Rückstand bis zur Halbzeit auf 15:11 verringern.

In der zweiten Hälfte wollten die Ismaningerinnen noch einmal alles versuchen. Wie schon vor dem Seitenwechsel versuchte man durch einfache und später auch doppelte Manndeckung das Zirndorfer Angriffsspiel zu zerstören. Doch trotzdem die Spielmacherinnen ausgeschaltet wurden gelang den anderen Spielerinnen im 1:1 immer wieder der Durchbruch.
Ismaning lief ständig dem Ergebnis hinterher und konnte den Rückstand erst durch eine starke Phase zehn Minuten vor Schluss verkürzen. In der 56. Minute waren es nur noch zwei Tore und die Isis im Ballbesitz. Es muss an der durchgängigen Ballunsicherheit gelegen sein, dass in den letzten Minuten keine Spielerin Verantwortung übernehmen wollte. Anstatt schnell abzuschließen spielten die Ismaningerinnen den Ball unnötig oft weiter, ohne sich am Ende mit einem Tor zu belohnen.
Zirndorf hingegen nutze die entscheidende Chance 90 Sekunden vor Schluss und konnte das Spiel frühzeitig für sich entscheiden.

Am Ende verloren die Damen nach einer durchwachsenen Leistung verdient mit 31:26. Man verlor aber nicht nur gegen Zirndorf sondern vor allem gegen sich selbst.
Nach den letzten beiden erfolgreichen Spielen ist diese Niederlage ein echter Rückschlag für die Isis. Hoffte man doch sich endlich aus dem Tabellenmittelfeld verabschieden zu können.
Es bleibt zu wünschen, dass die Ismaninger Damen ihre gewohnte Leistung in den nächsten Wochen wieder abrufen können.

Es spielten:
Elisabeth Gschwendter, Janine Völkl (beide im Tor) Lisa Frank (2), Leni Braun (1), Steffi Oberhuber (3), Helena Lorenz (6/3), Franzi Lang (1), Marina Schwer (2/2), Kiki Walter (2), Franzi Benick (3), Jana Schöffmann, Claudia Schöfbeck (6)

Bericht von Franzi Lang

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