Die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning wollen sich wieder aufrichten. Schon im Heimspiel gegen den TSV Ottobeuren soll deshalb ein Sieg eingefahren werden.
Nein, die Saison schon abzuhaken kommt für die „Isis“ nicht in Frage. Immerhin stehen noch vier Ligaspiele aus in denen sie zeigen möchten, wozu sie in der Lage sind. Genau das unterstreicht auch Susanne Pramberger: „Das Ziel im Saisonendspurt ist es, nochmals zu beweisen, dass wir es können. In Winkelhaid ist das ja schon deutlich geworden, auch wenn es leider nicht zu Sieg gereicht hat.“ Wie wahr. Denn Kampf und Leidenschaft waren vorhanden, weswegen Trainerin Aniko Keczko ihre Mannschaft nur loben konnte. „Die Leistung und die Einstellung waren wirklich sehr gut.“ Umso tiefer sitzt der Stachel noch nach dieser äußerst unglücklichen 29:30 Niederlage bei den Mittelfranken.
Dadurch ist das Keczko-Team auf Platz 4 zurückgefallen. Zufrieden geben will sich damit aber keiner. In den verbleibenden Spielen soll so noch einer, oder vielleicht sogar zwei Plätze gutgemacht werden. Deswegen ist es umso wichtiger, nach zwei Niederlagen in Folge schleunigst wieder in die Erfolgsspur zu kommen – und das schon am Samstag, wenn der Tabellenvorletzte TSV Ottobeuren zu Gast ist (17:15 Uhr). „Wir müssen einfach nach vorne schauen, denn wir wissen, dass wir es können“, schickt Susanne Pramberger dieser Partie voraus. „Wir brauchen einen Sieg, damit wir sehen, der Aufwand wird auch belohnt.“
Allerdings wird das gegen Ottobeuren keine leichte Angelegenheit, schließlich benötigen die Gäste selbst jeden Punkt im Abstiegskampf. Seit der Winterpause bilden dort Nicole Schneider und Daniel Berkessel das Trainerduo. Sie haben für ihre Vorgänger Mihaly More und Stefan Schneider übernommen. Außerdem präsentierte Ottobeuren zur Rückrunde mit der 23-jährigen Rückkehrerin Regina Bari-Nagy (Ungarn) eine zweitligaerfahrene Spielerin als Neuzugang. Die Aufholjagd mit dem Ziel Klassenerhalt funktioniert bislang auch ziemlich gut, von neun Spielen in der Rückrunde hat Ottobeuren fünf gewonnen. Zum Vergleich: in der kompletten Vorrunde gab es nur zwei Siege und zwei Unentschieden. Die Gäste versuchen absolut alles, um die die „Mission Klassenerhalt“ erfolgreich zu gestalten, das zeigt die Tatsache, dass am Samstag ein Fanbus eingesetzt wird.
Die „Isis“ brauchen sich aber auf keinen Fall verstecken, zumal die Hoffnung darauf ruht, in diesem Heimspiel einen größeren Kader als zuletzt zur Verfügung zu haben. Dann müssen sie sich eben nur für den Aufwand auch wieder selbst belohnen.
Im Anschluss an diese Partie treffen ebenso in der Bayernliga der Herren Ismaning und Ottobeuren aufeinander.
voraussichtliches Aufgebot TSV Ismaning:
Elisabeth Gschwendtner, Ute Becker (beide im Tor), Kathleen Braun, Susanne Pramberger, Kathi Tischler, Lisa Frank, Sophie Pramberger, Isabel Dulias, Steffi Oberhuber, Andrea Keczko, Rosi Hascher, Christine Königsmann, Kirsten Walter