Die Abwärtsspirale dreht sich weiter

Von am 09.02.2014 in Allgemein, Archiv

 

Die Bayerlinga-Handballerinnen des TSV Ismaning haben beim 24:28 bei der HG Zirndorf ihre dritte Niederlage in Folge kassiert. Darüber hinaus ist Steffi Oberhubers Verletzung schlimmer als zunächst angenommen.


Konsterniert saßen sie unmittelbar nach der Schlusssirene da, schon wieder muss ein Rückschlag verkraftet werden. Es läuft einfach nicht mehr rund bei den „Isis“, die nun sogar nur noch auf Platz 3 in der Tabelle stehen. „An die Niederlagenserie denkt bei uns keiner. Damit hat es nichts zu tun, dass die Ergebnisse zuletzt ausgeblieben sind“ gab Franzi Lang zu verstehen. Dem hielt Zirndorfs Trainer Ingo Gömmel allerdings entgegen: „Das ist schon eine mentale Geschichte. Die jungen Spielerinnen sind in negativen Phasen nicht so stabil, als wenn der Erfolg da ist. Das ist aber normal, das ist bei meiner Mannschaft auch so.“


Die Zirndorfer haben einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie sich auf eines verlassen können: ihre Heimstärke. Der Erfolg gegen Ismaning war bereits der sechste in Folge in der Biberthalle, in der sie überhaupt erst einmal in dieser Saison verloren haben. „Wir wissen, dass die Gegner ihre Probleme haben, weil bei uns ohne Harz gespielt wird“, gab Gömmel zu. „Aber wir haben auch viel Videomaterial von Ismaning angeschaut und konnten uns so gut auf den TSV einstellen.“


Der allerdings trat die Reise zu den Mittelfranken nur mit dezimiertem Kader an. Steffi Oberhuber war zwar dabei, aufgrund ihrer Schulterverletzung aber nicht in der Lage zu spielen. Nach einem neuerlichen Arztbesuch am Freitag gab es leider die Diagnose: Schultereckgelenkssprengung. Sie steht der Mannschaft damit auch in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung. Darüber hinaus waren Christine Königsmann, Lisa Frank und Kirsten Walter nicht dabei. Sie spielten für die zweite Mannschaft in der Landesliga. Ganz klar, dass das dann an die Substanz gehen musste. „Die Kapazität war einfach nicht da, um wechseln zu können“, wusste Franzi Lang. Auch für Trainerin Aniko Keczko natürlich eine unbefriedigende Situation. „Wir waren gut vorbereitet, mussten dann aber dieses Problem lösen.“ Johanna Hübenthal, eigentlich bei den Damen 2, hat zwar ausgeholfen. Unter der Woche allerdings trainiert sie nicht mit dem Bayernliga-Team. Auch Ingo Gömmel hat zugegeben: „Wir wussten nicht, was auf uns zukommt und wer bei Ismaning spielt“, so Zirndorfs Trainer. „Dennoch bin ich von unserem Sieg schon überrascht. Aber so eine Gelegenheit muss man nutzen.“


Auch wenn die „Isis“ nach sechs Minuten mit 4:3 vorne lagen gab ihnen dieser Vorsprung nicht die nötige Sicherheit. In die Halbzeit ging es mit einem 11:13 Rückstand. „Wir haben ärgerliche Tore bekommen und vorne zu viel verballert“, analysierte Franzi Lang. Die zeigte zwar eine starke Leistung, was auch ihre neun Tore bewiesen. Doch alleine richten konnte sie es wiederum auch nicht.


Ein schwacher Beginn der zweiten Halbzeit lies die Hoffnung auf den Erfolg weiter schwinden. Nach 39 Minuten lag das Keczko-Team mit 12:18 zurück. „Wir haben auch heute wieder die Chance gehabt, aber erneut zu viele Fehler gemacht, wovon Zirndorf profitiert hat“, analysierte die Ungarin. „Vorne haben wir unsere Möglichkeiten ausgelassen und es dem Gegner erlaubt, selbst leichte Tore zu schießen. Wir können mit unserer jungen Mannschaft nicht von der ersten bis zur letzten Minute diszipliniert durchspielen. Mit unseren Fehlern geben wir dem Gegner die Gelegenheit auf den Sieg.“


 Die „Isis“ kamen zwar nochmal auf 17:19 heran (44. Minute), allerdings lagen sie bald darauf auch wieder deutlich zurück (19:24 nach 50 Minuten). Zirndorf ließ sich das nicht mehr nehmen und so musste sich Ismaning verdient mit 24:28 geschlagen geben. „Uns fehlt in gewissen Situationen einfach noch die Erfahrung. Wir brauchen noch Zeit“, so Aniko Keczko. „Wir sind mit dem Kopf nicht bei der Sache gewesen, waren zu angespannt. Warum, das kann ich nicht sagen.“


Allerdings muss es der TSV schnellstmöglich schaffen, den Hebel wieder umzulegen. Sonst droht sogar noch ein weiteres Abrutschen in der Tabelle.


Für den TSV Ismaning spielten und trafen:


Ute Becker, Elisabeth Gschwendtner (beide im Tor), Franzi Lang (9), Rosi Hascher (7/4), Sophie Pramberger (3), Andrea Keczko (2), Kathleen Braun (2), Johanna Hübenthal (1), Susanne Pramberger, Kathi Tischler

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