Perfekter Spieltag für den TSV Ismaning. Das eigene Heimspiel gewonnen – der Konkurrent im Kampf um die Bayernliga-Meisterschaft patzt erneut. Die „Isis“ geben sich im letzten Heimspiel des Jahres keine Blöße. Das Team von Trainerin Aniko Keczko besiegt den TV Etwashausen mit 24:17 (12:11 Halbzeitstand) und liegt nach einer neuerlichen Niederlage von Spitzenreiter TSV Winkelhaid lediglich noch einen Punkt hinter dem Tabellenführer. Nur sechs Tore nach der Pause kassiert – das zeigt, was mit der Schlüssel zum Erfolg gegen Etwashausen ist. Ganz klar, findet auch TSV-Torhüterin Elisabeth Gschwendtner: „Die Abwehr ist richtig gut gestanden.“ Und da hat sie auch gehörigen Anteil daran. Gschwendtner verhindert mit einigen starken Paraden Gegentreffer und sorgt so auch dafür, dass die „Isis“ in Führung bleiben und sich zum Ende hin absetzen können. „Ich habe mich gesteigert und versucht, dass umzusetzen, was die Trainerin gesagt hat“, gibt sich die Torhüterin bescheiden. Zugleich fügt sie hinzu: „Ich bekomme es schon mit, wenn es gut läuft bei mir. Wenn ich an einem Ball dran war merke ich auch, dass es immer besser wird.“ Auch Gästetrainer Andreas Trabold muss anerkennen: „Der Sieg für Ismaning geht aufgrund unserer Angriffsleistung, vor allem in der zweiten Hälfte, in Ordnung.“
Die „Isis“ liegen gegen Etwashausen nie in Rückstand, bis auf das zwischenzeitliche 2:2 in der Anfangsphase führt der TSV sogar stets. Von 6:5 (19. Minute) ziehen die Gastgeberinnen auf 11:7 davon (27. Minute). Trotzdem geht es nur mit einem Stand von 12:11 in die Pause. „Besonders in der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass wir gut auf den Gegner eingestellt waren“, weiß TV-Coach Trabold. „Hier hab ich meine Mannschaft besser gesehen, wir haben es durch die mangelnde Verwertung der freien, klaren Chancen aber nicht geschafft uns bis zur Pause abzusetzen.“ Für die Ismaningerinnen also wieder eine dieser Phasen, die sie eigentlich vermeiden wollen. „Unsere 2. Halbzeit wär die stärkere“, weiß deswegen auch Gschwendtner. „Wir haben in der Pause die Fehler analysiert und dann das umgesetzt, was uns die Trainerin gesagt hat.“ Wie wahr. Die „Isis“ setzen sich wieder ab, führen mit 15:11 (40. Minute). Das erste Tor der Gäste fällt erst in der 42. Minute – eben auch wegen einer starken Torhüterin bei der Heimmannschaft „Ich bin schon einigermaßen stolz auf mich. In der 2. Halbzeit schon“, lobt sich Gschwendtner schließlich doch ein bisschen selbst. Der TSV lässt nicht mehr viel zu, baut die Führung in der Schlussphase weiter aus und gewinnt verdient mit 24:17. Für die „Isis“ der dritte Sieg in Folge. Gästetrainer Andreas Trabold: „Im zweiten Durchgang konnten wir uns zu wenige Chancen erspielen, weil Ismaning eine sehr gute Abwehr gespielt hat.“ Obendrein verkürzt das Team von Trainerin Keczko den Rückstand zu Spitzenreiter TSV Winkelhaid weiter. Der kassiert gegen die TS Herzogenaurach beim 22:24 seine zweite Niederlage in Folge. Der einst so souveräne Primus spürt den Atem der Mädels aus Ismaning nun mehr denn je. Ismaning liegt auf Platz 2 (19:5 Punkte) nur noch einen Zähler hinter Winkelhaid (20:4 Punkte). Der TSV also wieder mitten drin im Kampf um die Bayernliga-Meisterschaft. Ein Spiel steht im Jahr 2013 nun noch auf dem Programm. Am kommenden Samstag, 14. Dezember, ist Ismaning bei der HSG Fichtelgebirge zu Gast (14:30 Uhr). Statistik TSV Ismaning gegen den TV Etwashausen (erzielte Tore in Klammern): Elisabeth Gschwendtner (im Tor), Andrea Keczko (8), Steffi Oberhuber (5), Franzi Lang (4), Susanne Pramberger (2), Lisa Frank (2), Christine Königsmann (2), Kathi Tischler (1), Sophie Pramberger, Isabell Dulias, Rosi Hascher, Kirsten Walter Bericht von Andreas Schisler