Mit einer konzentrierten und engagierten Mannschaftsleistung sorgt unsere weibliche A für den ersten Sieg im ersten Spiel der weiblichen Jugendbundesliga 2016/2017 auswärts gegen den Erstliganachwuchs der SG BBM Bietigheim (23:36). Um 11:00 Uhr startete der große Ismaninger Tross von einem Parkplatz im Münchener Westen in Richtung Baden-Württemberg. Neben zwei kleinen Bussen mit Spielerinnen und dem Trainerteam machte sich ein Transportbus mit Eltern und mehrere Autos auf den Weg in das knapp 300 Kilometer entfernte Bietigheim. Mit an Bord: Trommeln, Verpflegung, diverse Anfeuerungsutensilien und eine ganze Menge Motivation.
Dank der frühen Abfahrt konnte man sich nach einer störungsfreien Fahrt in einem Park neben der Halle zusammen setzen und bei einem gemeinsamen Picknick die Energiespeicher auffüllen. Vielen, vielen Dank an die Eltern, die uns immer wieder mit verschiedensten Salaten, Kuchen und anderen Dingen verpflegen! Bei einem kurzen Spaziergang und einer letzten Ansprache „bevor es wirklich ernst wird“ merkte man den Mädels bereits an, dass sie dieses Spiel sehr ernst nehmen würden.
Und dieser Eindruck bestätigte sich auch über die Warm-Up-Phase, die sich aufgrund organisatorischer Probleme deutlich verlängerte. Da das vom DHB eingeteilte (oder nicht eingeteilte) Kampfgericht nicht erschien (erscheinen konnte), sich niemand mit dem elektronischen Spielbericht auskannte und die Papierform vom dt. Handballbund verboten worden war, verzögerte sich der Anpfiff am Ende um fast 35 Minuten. Aber kein Problem für unsere Mädels. Über die gesamte Zeit konnte die Spannung aufrecht erhalten werden und mit der ersten Sekunde setze die Mannschaft die Bitte von Trainerin Sabine Novakovic nach „Eskalation in der Abwehr“ um.
Während der ersten Minuten des Spiels entwickelte sich ein offener Schlagaustausch mit wechselnder Führung. Allerdings zeigte sich schon jetzt, dass die Gastgeber, bei denen Nationaltorhüterin Celina Meißner sowie Selina Rauth verletzungsbedingt ausfielen, etwas mehr investieren mussten um zum Torerfolg zu kommen. Aus einer stabilen Deckung mit einer immer stärker werdenden Vroni Wittmann kamen unsere Isis immer wieder zu einfachen Toren in der ersten und zweiten Welle. Kleinere Unstimmigkeiten im Abwehrverhalten, die Bietigheim zu schnellen Kreisanspielen nutzte, konnten mit der Zeit immer besser vermieden und letztendlich fast komplett abgestellt werden. Auch die erwartete Manndeckung, die unseren Mädels während der Quali noch große Probleme bereitet hatte, löst man souverän und sogar ohne die vorbereiteten Lösungsvarianten. So konnte der TSV sich Stück für Stück absetzen und mit einer beruhigenden 6-Tore-Führung (13:19) in die Halbzeitpause gehen.
Wahrscheinlich wäre die Ansprache in der Halbzeitpause gar nicht notwendig gewesen…! Die, von den Trainern beim Eintreten in die Kabine befürchtete, Euphorie gab es nicht. Stattdessen zwar freudige, aber auch konzentrierte Gesichter und auf die zweite Hälfte gerichtete Gedanken. „Was können wir noch besser machen…“, „Was wird Bietigheim jetzt tun…“ und „Der erste Schritt ist getan, aber mehr noch nicht…“ - Mehr war nicht zu sagen.
Und tatsächlich machten die Spielerinnen aus Ismaning dort weiter wo sie aufgehört hatten: Eskalierende Verteidigung, druckvolle Vorwärtsbewegung, konzentrierte Angriffsphasen und schneller Rückzug. Anlass zum Meckern gab lediglich das Verhalten in den Überzahlphasen, wo man sehr unglücklich agierte. Auch ein weiterer Versuch der SG BBM mit einfacher und kurzzeitig sogar doppelter Manndeckung, führte nicht zu Problemen. So wechselte das Trainerteam Novakovic / Bamberger ab der 45. Minute sukzessive durch, sodass sich alle Spielerinnen die verdienten Spielanteile (und teilweise auch Tore) abholen konnten. Schön zu sehen war, dass auch mit den Wechseln kein großer Bruch durch das Spiel ging, sondern die Führung immer weiter bis zum verdienten Endstand von 23:36 ausgebaut werden konnte.
Letztendlich muss man sagen, dass die Ismaninger hier auf einen ersatzgeschwächten Gegner getroffen sind, der seine hervorragende Leistung aus der Qualifikation zur Jugendbundesliga nicht abrufen konnte, während unsere Mädels ein konzentriertes und starkes Spiel ablieferten. Diese Leistung wird man im Rückspiel am 01. Oktober sicher noch einmal brauchen, denn man kann fest davon ausgehen, dass Bietigheim auf Revanche sinnt und deutlich stärker auftreten wird.
Fast noch schöner war allerdings zu sehen, dass sich die Isis als wirkliches Team präsentierten, füreinander einstanden, sich freuten und gemeinsam feierten. Gerade den Spielerinnen aus dem 17er-Kader Ella Kohde, Hannah Schneider und Lisa Felsner, die diesmal nicht auf der Bank sitzen konnten, aber dennoch mitgekommen waren und ohne Unterlass anfeuerten, gebührt ein großes Lob!
Zudem wollen wir auch jetzt schon ein großes Dankeschön an unsere Sponsoren aussprechen, ohne die eine solche Saison nicht möglich wäre: Danke an "Sana Management Service GmbH", "Hitmeister GmbH" und "Prüftechnik Dieter Busch AG".
Jetzt hat man drei Wochen Zeit um sich auf das große Heimspielwochenende am 01. und 02. Oktober in Ismaning vorzubereiten. Dort kann man bereits den Einzug in die nächste Runde der Jugendbundesliga 2016/2017 erreichen. Wir freuen uns auf jeden Gast, jeden Fan, jeden Handballliebhaber, jeden Sportler und jedes Familienmitglied. Komm vorbei, feuer’ uns an, hab Spaß an gutem Handball und einem tollen Team!
Wir freuen uns auf DICH!
Key Facts zum Heimspielwochenende: Samstag 01.10.2016 16:00 - TSV Ismaning - SG BBM Bietigheim
Sonntag 02.10.2016 15:00 - TSV Ismaning - HSG Bensheim/Auerbach
Informationen zu Eintrittspreisen, Kartenvorbestellungen etc. folgen in wenigen Tagen!
Für Speis’ und Trank in ausreichender Menge ist gesorgt!
Key Facts zum Modus der weiblichen Jugendbundesliga: Vorrunde: 8 Gruppen mit je 3 Teams. Es spielt jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel. Die besten zwei Teams kommen in die Zwischenrunde.
Zwischenrunde: 4 Gruppen mit je 4 Teams. Es spielt jeder gegen jeden ein Spiel. Die besten zwei Teams kommen in das Viertelfinale.
Viertelfinale: Hin- und Rückspiel im „Europapokal-Modus“
Final 4: Halbfinale und Finale werden an einem Wochenende an einem Ort ausgespielt.