Leistungssteigerung lässt den Klassenerhalt ganz nahe rücken:
Langsam wird's unheimlich. Und damit ist nicht die Siegesserie der Isis gemeint, die jetzt 5 Begegnungen hintereinander erfolgreich gestalten konnten, sondern die Konstellation in der Bayernliga. Nach dem Auswärtssieg in Mittelfranken stehen die Isis nun mit 24:26 Punkten auf Rang 5 der Bayernliga und zählen vor dem letzten Spieltag am kommenden Samstag tatsächlich noch zu den abstiegsgefährdeten Teams, zumindest theoretisch.
Dabei sah es anfangs gar nicht nach einem Erfolg gegen die Zweitligareserve der Mittelfranken aus. Beide Deckungsreihen und die dazugehörenden Torhüter konnten die Angriffsbemühungen der Gegner meist schon im Keim ersticken.
Dass die Isis nach 15 Minuten nicht aussichtlos, sondern nur knapp mit 2:3 zurücklagen war zum einen dem Umstand zu verdanken , dass TSV-Torhüter Josh Murgg erneut einen Zuckertag erwischte und die Erlanger Angreifer zum anderen von der TSV-Deckung zu Ballverlusten gedrängt wurden. Auch nach einem 6:3- und 11:8-Rückstand steckten die Gelb-Schwarzen nicht auf, sondern legten Stück für Stück den Respekt vor den Gastgebern ab. Immer wieder kämpften sie sich heran. Selbst der Ausfall ihres Abwehrorganisators, Philip Stumpf, konnte kompensiert werden. Dazu musste aber jedes Mannschaftmitglied aus der Krautgemeinde leistungsmäßig zulegen.
Andi Heilmeier biss auf die Zähne, lief trotz Verletzung auf. Ingemar Pohl suchte ständig die 1:1 Situationen und Tomek Rolka spielte sich auf der Rechtsaußenposition in den Vordergrund. Mit einem 11:11 ging es in die Kabine.
Nach Seitenwechsel kamen die Isis immer besser ins Spiel. Josy und Maxi Stumpf rackerten, als wollten sie für ihren verletzten Bruder die Kastanien aus dem Feuer holen. Nach einer Zeitstrafe für Erlangen ging man in Führung und baute diese bis zur 50. Spielminute auf 5 Tore Unterschied und einem 20:25 Zwischenstand aus. Dann folgten 180 Sekunden in denen die Isis fast leichtfertig den schwer erarbeiteten Vorsprung verschenkten. Nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber zum 24:25 musste man schon mit einer erneuten, aus Ismaninger Sicht unerfreulichen Wende rechnen. Doch Coach Rudi Heiss gelang es in einer Auszeit, die Mannschaft noch einmal zu ordnen. Als Spielführer Markus Mundl sich in der 58. Spielminute den Ball bei einer Abwehraktion erkämpfte, beim Tempogegenstoß mehrere Gegenspieler abschüttelte und anschließend zum 24:28 einnetzte hatte sich die Ismaninger Willenskraft und mannschaftliche Geschlossenheit gegen die bessere individuelle Klasse der Erlanger Truppe durchgesetzt. Auf beiden Seiten wurde noch jeweils ein Treffer erzielt, ehe das Schlusssignal beim Stand von 25:29 ertönte.
Vor dem letzten Spieltag hat sich die Heiss-Truppe damit eine sehr gute aber auch trügerisch sichere und damit gefährliche Ausgangssituation geschaffen. Sie kann den Ligaerhalt schon in der Tasche haben, wenn entweder
a) Winkelhaid zuhause gegen Sulzbach gewinnen würde (unwahrscheinlich aber nicht unmöglich)
oder
b) Bayreuth nicht in Landshut gewinnt (kann dennoch passieren)
oder
c) Lohr nicht in Fürstenfeldbruck gewinnt (das wäre am wahrscheinlichsten, FFB wird auch alles geben, da sind wir uns sicher aber FFB spielt zwei Tage vorher zwei Begegnungen im Pokal-Final-Four und hat mit Maximilian Dück den Ausfall des Spielgestalters zu verkraften)
Wenn uns der Verlauf dieser Saison eines gelehrt hat, dann folgendes: Nicht auf andere verlassen sondern den Klassenerhalt selbst sichern. Dann muss am Samstag, den 03.05.14 um 20.00 Uhr gegen Coburg II mindestens ein Punkt geholt werden, um endlich feiern zu können.
Lasst das mal den Rudi machen, der Rudi macht das gut....
Tsv-Team und Tore: Josh Murgg und Daniel Schappert (beide Tor), Josy Stumpf (10/3), Maxi Stumpf (4), Markus Mundl (4), Tomasz Rolka (4), Andi Heilmeier (3), Ingemar Pohl (2), Alex Deimel (1), Christoph Kellner (1), Flo Nortz, Fabi Stoiber, Benni Krämer, Maxi Karsten