Von ihrer bislang letzten Reise zur TS Herzogenaurach kehrten die „Isis“ als Tabellenführer zurück. Nun sind die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning wieder dort zu Gast und wollen den zweiten Saisonsieg einfahren.
Es war der 12. Januar dieses Jahres, das erste Rückrundenspiel der vergangenen Saison. Die Mannschaft von Trainerin Aniko Keczkone holte sich einen 25:22 Sieg in Herzogenaurach und trat die Heimfahrt als Spitzenreiter an. So gesehen eine perfekte Vorlage, um nach dem Auftakterfolg gegen Fichtelgebirge auch das erste Auswärtsspiel in dieser neuen Spielzeit zu gewinnen. Voller Zuversicht kann der TSV Ismaning also die Aufgabe bei der TS Herzogenaurach angehen (Sonntag, 14:30 Uhr).
Die Mittelfranken sind mit einer 24:25 Niederlage beim TSV Winkelhaid in die Saison gestartet. Dieser Stachel dürfte noch immer extrem tief sitzen, zumal Herzogenaurach in der letzten Minute erst einen 7-Meter vergab und anschließend das entscheidende Gegentor kassierte. Deswegen warnt Keczkone auch: „Mit einem Tor unterschied zu verlieren ist das Schlimmste“, weiß die Ungarin. „Herzogenaurach hat zwar einige Spielerabgänge verkraften müssen, aber das Ergebnis zeigt, wie schwer es für uns werden wird.“
In der Tat war bei der TS während der Sommerpause nicht klar, ob überhaupt ein konkurrenzfähiges Team für die Bayernliga gemeldet werden kann. Mit Andrea Berner und Christina Wölfel haben sich zwei Spielerinnen vom Leistungssport zurückgezogen – und mit Torhüterin Martina Ebersberger, Tanja Küffner und Lena Merger verabschiedete sich gleich ein Trio in Richtung Drittliga-Aufsteiger HaSpo Bayreuth.
Immerhin gelang es, zwei Neuzugänge an Land zu ziehen. Die langjährige rumänische Spitzenspielerin Alexandra Dodan wollte nochmals internationale Luft schnuppern. Zuvor spielte die 32-jährige Rückraumspielerin in der 1. Liga Ungarns, sowie in den beiden höchsten Ligen in Rumänien. Die junge Saskia Probst hat sich dagegen vorgenommen, den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu machen. Die Außenspielerin (Jahrgang 1998) kam vom Landesligisten HC Cadolzburg. „Sie sind noch nicht zu 100 Prozent integriert, aber auf einem sehr guten Weg“ schätzt Trainer Udo Hermannstädter beide ein.
Für ihn sind die „Isis“ der klare Favorit in dieser Partie: „Ismaning halte ich für sehr stark. Für mich ist es der heißeste Kandidat im Kampf um die Bayernligameisterschaft.“
Bis dahin ist es natürlich noch ein sehr weiter Weg, auf dem noch einiges passieren kann. Immerhin steht Torhüterin Magdalena Frey wieder im Kader. Entlastung somit für Marina Maricic, die gegen die HSG Fichtelgebirge allerdings eine vorzügliche Leistung geboten hat. Weiterhin passen muss dagegen die dritte Torfrau im Bunde, Elisabeth Gschwendtner. Sophie Pramberger fehlt aufgrund einer Bänderzerrung.
Letztendlich ist das klare Ziel der „Isis“ in diesem Spiel der Sieg. Und gute Erinnerungen haben sie an Herzogenaurach ja ohnehin.