Es geht wieder los: Hohe Hürde zum Start in die Rückrunde

Von am 09.01.2014 in Allgemein, Archiv
Schon das erste Bayernligaspiel des Jahres gibt die weitere Richtung im Kampf an der Tabellenspitze vor. Kathleen Braun steht erstmals seit dem 1. Spieltag wieder im Kader der „Isis“.

Weihnachtsgänse, Plätzen und Glühwein sind verdaut, die Straßen von diversen Knallkörpern zum Jahreswechsel befreit, der Alltag nach den besinnlichen Tagen ist wieder eingekehrt. Und auch in der Handball Bayernliga der Frauen geht es wieder zur Sache. Der erste Spieltag der Rückrunde steht an, bei dem der Kampf an der Tabellenspitze weiter forciert wird. Die ersten vier treffen in zwei direkten Duellen aufeinander. Während Tabellenführer Winkelhaid am Samstag beim Vierten Bayreuth zu Gast  ist, steht für Ismaning als Zweiter die Reise zum Dritten Herzogenaurach an (Sonntag, 14.30 Uhr). Klar, dass „Isi“-Trainerin Aniko Keczko von einem sehr wichtigen Spiel spricht.

Akribisch hat sich die TSV-Mannschaft auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet. Die Spielerinnen haben von Aniko Keczko über die Weihnachtszeit einen Trainingsplan bekommen, um sich individuell fit zu halten. Seit dem vergangenen Wochenende wird wieder regelmäßig in der Halle trainiert. In einem kleinen, zweitägigen Trainingslager standen Auslösehandlungen, Gegenstöße, sowie individuelle Fähigkeiten im Mittelpunkt. „Leider war aufgrund der Weihnachtsferien nicht die komplette Mannschaft anwesend, dafür hatten wir Spielerinnen aus der 2. Mannschaft dabei, die ausgeholfen haben“, erklärt die Ungarin. „Somit konnten wir doch an unserem Spiel, sowie speziellen Aufgaben arbeiten.“

Spielpraxis gab es ebenso. In einer Trainingspartie waren die „Isis“ am Mittwoch beim Drittligisten HCD Gröbenzell zu Gast. Ismaning hat zwar mit 24:34 verloren, so richtig deutlich wurde es allerdings erst in den letzten zehn Minuten, als das Keczko-Team zehn Treffer kassierte. „Da ist uns die Kraft ausgegangen“, weiß die Übungsleiterin. „Davor haben wir recht gut mitspielen können.“

War das Ergebnis gegen Gröbenzell nebensächlich, so trifft dies ganz und gar nicht auf das Spiel bei der TS Herzogenaurach zu. Die „Isis“ liegen einen Punkt hinter Spitzenreiter Winkelhaid und zwei vor dem kommenden Gegner. Sollte der Primus tags zuvor in Bayreuth verlieren, könnten die Ismaningerinnen mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen, bei einer Niederlage hingegen würde die TS ihre Gäste von Rang 2 verdrängen.

Zum Ende der Vorrunde hat sich Herzogenaurach in blendender Verfassung gezeigt, fünf Siege in Folge eingefahren. Dadurch schaffte es die Mannschaft von Trainer Udo Hermannstädter eben, sich immer weiter an die Tabellenspitze heranzupirschen. Dennoch gab es während der Spielpause auch eine schlechte Nachricht: Torhüterin Martina Ebersberger musste erneut am Knie operiert werden. Vor einem Jahr hatte sie sich einen Kreuzbandriss und Meniskusschaden zugezogen. Auch deswegen schiebt Hermannstädter die Favoritenrolle den „Isis“ zu: „Große Chancen sehe ich nicht, da wir nicht in Vollbesetzung antreten können. Die Verletzung von Martina kommt noch erschwerend hinzu.“

Bei den Ismaningerinnen steht Kathleen Braun vor ihrem Comeback. Im Hinspiel gegen Herzogenaurach hatte sich die 21-jährige einen Trümmerbruch an der rechten Hand zugezogen, ist seitdem ausgefallen. Trainerin Keczko freut sich, dass die Außenspielerin wieder mit dabei ist. „Sie ist hungrig auf Handball und kann uns weiterhelfen.“ Verzichten müssen die „Isis“ dagegen auf die privat verhinderten Lisa Frank und Rosi Hascher, sowie auf Christine Königsmann. Diese hat sich beim Dreikönigsturnier der A-Jugend eine Verletzung zugezogen.

Trotzdem blickt der TSV dem Rückrundenauftakt positiv entgegen. Aniko Keczko nimmt die vom gegnerischen Trainer zugeschobene Favoritenrolle zwar an, fügt aber hinzu, dass jedes Spiel nun mal anders wäre. „Wir haben eine junge Mannschaft, die noch Zeit braucht, sich aber auf dem richtigen Weg befindet.“ Ein neuerlicher Sieg gegen Herzogenaurach würde die „Isis“ auf diesem Weg wieder ein Stück weiter voran bringen. Im Hinspiel hatte sich Ismaning mit 35:29 durchgesetzt. Wiederholung gerne gesehen.

Voraussichtliches Aufgebot TSV Ismaning:

Ute Becker, Elisabeth Gschwendtner (beide im Tor), Kathi Tischler, Steffi Oberhuber, Andrea Keczko, Franzi Lang, Susanne Pramberger, Sophie Pramberger, Isabell Dulias, Kirsten Walter, Kathleen Braun

Bericht von Andreas Schisler
Cookies Icon cookieBanner.title.label
cookieBanner.infoText.label