Gipfeltreffen in Bergtheim: Damen 1 voller Selbstvertrauen
Alles ist angerichtet für das Spitzenspiel in der Bayernliga. Ohne Druck reisen die Handballerinnen des TSV Ismaning dabei zum HSV Bergtheim (Samstag, 18 Uhr). Einen Tag später folgt das Nachholspiel beim SV-DJK Taufkirchen (17:45 Uhr).
Vielleicht ist es das wichtigste Wochenende der Saison. Die „Isis“ können einen riesigen Schritt in Richtung Bayernliga-Meisterschaft machen, wenngleich die Ausgangslage nicht als Druck wahrgenommen werden sollte, sondern als Situation zum Genießen. Gespannt richten sich die Blicke auf das absolute Top-Duell am Samstag, wenn Ismaning als Spitzenreiter beim Verfolger Bergtheim antritt. „Alle wollen gewinnen. Wir werden alles geben“ verspricht Kirsten Walter.
Der TSV hält seit dem vergangenen Wochenende sämtliche Trümpfe in der Hand. Bergtheim hat in Winkelhaid überraschend gepatzt und eine 17:20 Niederlage kassiert, wohingegen die „Isis“ ihre Hausaufgaben zu Hause gegen Herzogenaurach letztlich souverän mit 34:26 erledigten. Somit ist das Team von Trainerin Aniko Keczkone nicht nur seit mittlerweile elf Ligaspielen unbesiegt, sondern auch mit einem Punkt Vorsprung Tabellenführer. Der Druck lastet deswegen eindeutig auf Bergtheim, schließlich ist der HSV mit dem Ziel Meisterschaft in die Saison gegangen. Dessen ist sich auch Trainer Stephan Dinkel bewusst: „Wollen wir weiterhin um die Meisterschaft mitspielen muss gegen Ismaning gewonnen werden. Bei einer Niederlage wäre eine Entscheidung zu Gunsten Ismanings bereits gefallen“, so dessen klare Worte. „Nach dem enttäuschenden Auftritt in Winkelhaid bin ich mir aber sicher, dass meine Mannschaft den unbedingten Willen für eine Wiedergutmachung mitbringt.“
Schon das Hinspiel ging mit 28:22 an die „Isis“, und auch Keczkone weiß, dass relativ befreit aufgespielt werden kann: „Bergtheim muss gewinnen“, stellt die Ungarin klar. Allerdings sind die personellen Vorzeichen ungünstig, da Steffi Oberhuber und Magdalena Frey krankheitsbedingt nicht am Dienstagstraining teilnehmen konnten.
Sollte Ismaning verlieren, kann der TSV dennoch nur einen Tag später wieder auf Platz 1 springen. Am Sonntag sind die „Isis“ in Taufkirchen zu Gast. Es handelt sich um die Nachholpartie vom 1. November, die aufgrund des Beachhandball Cups auf Gran Canaria verlegt wurde. Die Favoritenrolle liegt dort beim Keczkone-Team, denn Taufkirchen ist lediglich Tabellenelfter, hat acht von 13 Saisonspielen verloren. SV-Coach Markus Brosig ist sich darüber im Klaren, dass allen voran die Heimspiele besonders wichtig sind im Abstiegskampf. Vergangenes Wochenende konnte zu Hause Nürnberg mit 27:23 besiegt werden. „Wir wissen aber, dass wir gegen Ismaning nur Außenseiterchancen haben. Bei uns muss schon alles passen und der TSV darf nicht auf hohem Niveau spielen. Doch wir werden alles versuchen“, gibt sich Brosig kämpferisch.
Aniko Keczkone blickt dieser Aufgabe am Sonntag mit gemischten Gefühlen entgegen. „Der Zeitpunkt ist etwas ungünstig, nach der langen Fahrt und der schweren Partie einen Tag zuvor in Bergtheim. Wir müssen definitiv mit Vollgas spielen und eine genauso kämpferische Leistung bringen wie zuletzt.“
Im Idealfall haben die „Isis“ am Sonntagabend als Tabellenführer fünf Punkte Vorsprung auf Platz 2. Dann nämlich, wenn beide Spiele gewonnen werden. Sollte es zwei Niederlagen setzen, wäre bei dann einem Zähler Rückstand auf Bergtheim nach wie vor alles drin. Doch an zweitgenanntes Szenario verschwendet niemand in Ismaning auch nur einen Gedanken, viel zu groß ist das Selbstvertrauen, das sich der TSV zuletzt geholt hat. Denn elf Spiele in Folge ohne Niederlage sind kein Zufall. Trotzdem ist noch nichts gewonnen, die Ausgangslage aber optimal. Und so könnte das womöglich wichtigste Wochenende der gesamten Saison bevorstehen.