Richtig gut gelaunt kamen die Ismaninger B-Mädels im Allgäu an. Kein Wunder, die meisten waren im Teambus nach Waltenhofen unterwegs. So viel Gelächter und Späße, Nele auf Entdeckungsreise in den Weihnachtsmarktbuden und auf der Bühne in der Halle, Sonnenschein in idyllischer Landschaft. Wer will da schon Handball spielen?
Auch beim Warmlaufen waren viele lachende Gesichter zu sehen, so sehr, dass Trainer Bamberger sich Sorgen um die Konzentration machte. Waltenhofen war ein unbeschriebenes Blatt für die Isis, zwar waren die Ergebnisse der Saison bekannt, diese aber schwankend. Also wurde auf Sicherheit gespielt in der Abwehr, eher defensiv ausgerichtet. Aus der Defensive sollte jedoch mit höchstem Tempo nach vorn gespielt werden. Soweit die Theorie.
Ziel des Spiels sollte sein, die gute Laune zu erhalten und zu steigern – mit einem Sieg natürlich. Waltenhofen legte los wie die Feuerwehr, besonders über die körperlich starke Kreismitte, die immer wieder von ihren Mitspielerinnen gesucht wurde. Lisa Felsner auf Hinten Mitte musste Schwerstarbeit leisten, um sie in den Griff zu bekommen. Diese nicht einfache Aufgabe löste sie hervorragend und vor allem mit fairen Mitteln.
Das Spiel des Allgäuer Teams war so allerdings gut auszurechnen und nach anfänglichem Rückstand gingen die Isis bald mit einigen Toren in Führung (2:0, 2:6, Halbzeit 5:11). Immer wieder scheiterten die Ismaninger schon in der ersten Hälfte an der gut aufgelegten Torspielerin der Waltenhofer. Nicht nur von außen, auch vom Siebenmeterpunkt verschenkten sie reihenweise klare Möglichkeiten. Die Ismaninger Torspielerin Vroni Mandlmeier hielt jedoch mindestens ebenso stark und sicherte so das Halbzeitergebnis. In der Kabine forderte der Trainer mehr Würfe aus dem Rückraum, konzentrierte Abschlüsse „dorthin, wo das meiste Netz ist“, und lobte das schnelle Spiel nach vorn als Basis für einen Sieg.
In Hälfte zwei änderte sich zunächst nichts. Die Kreismitte von Waltenhofen war mittlerweile müde gekämpft, und so erhöhten die Isis den Abstand Zug um Zug von 5:12 auf 6:17. Dabei konnte Krissi Wimmer einige Male schön von Rückraum rechts treffen. Bei diesem Stand begann auf Ismaninger Seite nun ein buntes Wechselspiel, jüngere Spielerinnen kamen aufs Feld, damit sie Erfahrung sammeln konnten. Obwohl Sophia Dölger nun die Abwehr umsichtig von Hinten Mitte führte, konnte Waltenhofen Ergebniskosmetik betreiben und mit einigen sehenswerten Angriffen das Ergebnis auf 11:18 verschönern.
Fazit: die Chancenauswertung ist weiter stark verbesserungsbedürftig (vier von sieben Siebenmeter verworfen). Die Mannschaft braucht mehr Versuche und Tore aus dem Rückraum. Das Tempo stimmt. Die gute Laune hat gehalten.
Jule Braun, Lisa Felsner (1), Nele Rohmert, Franzi Blask (3), Laura Lemmer, Sophia Dölger (6/3), Kathi Krecken (3), Anna-Lena Spitzweck, Kristin Wimmer (4), Lea Maier (1).