Am Samstag machten sich die Herren des TSV Ismaning auf die längste Auswärtsfahrt der Saison. Beim Mitabsteiger und ungeschlagenen Tabellenführer aus Lohr war von Beginn an klar, dass die Trauben hoch hängen würden, stellten die Mainfranken ja auch schon zu Saisonbeginn klar, dass der direkte Wiederaufstieg das erklärte Ziel sei. Dennoch konnte man mit Mut ans Spassarttor reisen, zählte man doch zu einer der beiden Mannschaften, die den Lohrern bisher einen Punkt streitig machen konnten.
Trotz kleinerer Widrigkeiten bei der Anreise hatte man sich einiges vorgenommen. Leider konnte man davon nur allzu wenig auf die Platte bringen. Gegen den Körperlich überlegenen Mittelblock der Gastgeber, den man eigentlich umgehen wollte, entwickelte die Offensive der Isis einfach zu wenig Durchschlagskraft. „Leider haben wir einfach zu wenig Wurfbedrohung aus der 2. Reihe. Daher müssen wir gegen eine groß gewachsene 6:0 wie sie Lohr spielt den Ball schnell laufen lassen und die Durchbrüche konsequent auf den Halbpositionen suchen“, gab Coach Eck die Marschroute bereits in der Vorbereitung auf das Spitzenspiel vor. Leider verzettelte sich seine Mannschaft aber in zu vielen Einzelaktionen und überhasteten Abschlüssen, die der Tabellenführer in Konter über seine schnellen Außen ummünzen konnte.
Dennoch hielt man über teile der ersten Hälfte bis zum 9:7 gut mit, da die Defensive im Positionsangriff ordentlich gegen die stärkste Offensivreihe der Liga arbeitete. Dann der erste Einbruch, ausgerechnet kurz vor der Pause – und so wurden beim Stand von 12:7 die Seiten gewechselt.
Auch der Start in die 2. Halbzeit wurde etwas verschlafen, sodass Lohr den Vorsprung mit mehreren Kontern auf 14:7 und 17:10 ausbauen konnte. In einem kurzen Zwischenhoch konnten die Spieler um Florian Nortz das Ergebnis nochmals verkürzen. Zu mehr als einem zwischenzeitlichen 20:15 reichte es allerdings nicht mehr. Zu groß war das Selbstvertrauen und die Konsequenz der Gastgeber und zu klein der Funke des Widerstands bei den Isis, als dass die Isis den Konkurrenten nochmals in Wanken hätten bringen können.
So steht am Ende eine verdiente aber vor allem in der Höhe völlig unnötige 32:19 Niederlage die es nun rasch aufzuarbeiten gilt. Denn zum nächsten Heimspiel am 14.02.2016 gastiert mit dem TSV Rothenburg der nächste Hochkaräter in der Hölle Süd zu Ismaning.
Es spielten:
Deimel, Murrg, ( beide Tor )
Pohl, Langer, Wittmann (1), Stoiber (4), Nortz (4/2), Rehnert (1), A. Deimel (4), Dietrich (1), Bamberger (2), Geserer (1), Mundl (1)