Die Hiobsbotschaften wollen nicht abreißen in Ismaning. Bereits zu Beginn der Trainingswoche stand fest, dass Alexander Deimel aufgrund einer Knieverletzung die lange Liste der Verletzten weiter füllen würde. Dennoch machte sich das Team von Coach Eck mit dem Willen, einen Sieg aus Bamberg mit zurück in die Heimat zu bringen.
Allein die Umsetzung dieses Willens ließ von Beginn an zu wünschen übrig. Weder die Defensive noch der Angriff wollte an diesem Samstag funktionieren. Vorne tat man sich schwer gegen die groß gewachsenen Franken, die mit einer gehörigen Portion Leidenschaft gegen den vermeintlichen Favoriten aus Ismaning agierten. Zudem waren die Bamberger von der ersten Minute an gewillt, das Ismaning Tempospiel mitzugehen.
Auch die Defensive, die sich in den letzten Spielen immer wieder als Schlüssel erwiesen hatte, blieb blass. Mit Abstimmungsproblemen machte man sich das Leben unnötig schwer und auch der finale Biss und das ordentliche Zupacken kamen viel zu kurz.
Dennoch hielt man die Partie bis zum Stand von 10:10 wenige Minuten vor der Pause offen. Dann aber der erste Black-Out: 3 Fehler der Ismaninger und 3 schnelle Toren für den Gastgeber.
Nach dem Seitenwechsel zunächst dasselbe Bild: Ismaning macht den Fehler und Bamberg das Tor. Bis zur 38. Minute konnten Die Oberfranken so auf eine 19:12 Führung ausbauen. Erst nach der Umstellung der Abwehr auf eine offensive Deckung gegen die beiden Haupttorschützen Bambergs fängt sich das Team um Markus Mundl wieder. Mit dem 22:23 gelingt die erste Führung der 2. Spielhälfte. Diese kann dann auch bis zum 26:27 verteidigt werden. Ein Absetzten gelingt aber nicht, ganz im Gegenteil: Black-Out Nummer 2 mit 4 Toren in Folge für Bamberg. „Da war der Käse gebissen“, muss ein sichtlich gezeichneter Trainier Eck bestätigen. „Wir haben zu keiner Zeit gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Was wir hier gezeigt haben, war einfach enttäuschend.“
Jetzt heißt es, schnellstmöglich die Fehler zu analysieren und in den Trainings unter der Woche abzustellen."Die Jungs wissen, dass das nichts war und werden sich das entsprechend zu Herzen nehmen", baut Trainer eck auf die richtige Reaktion seiner Mannschaft.
Am kommenden Samstag wartet schon der nächste Aufsteiger. Mit dem TSV Neutraubling kommt der Tabellenletzte in die Hölle Süd.
Es spielten:
Murgg, Deimel (beide Tor);
Rolka (3), Pohl (2), Wittmann (1), Stoiber (6), Nortz (6/1), Rehnert, Dietrich (1), Geserer (3/1), Kellner (2/2), Mundl (4)