Am Sonntagnachmittag haben es die Herren 2 wieder nicht geschafft, über 60 Minuten konstant zu spielen und verloren so verdient gegen den FC Bayern mit 20:26, nachdem man sich gegen Ende wieder einmal aufgegeben hatte.
Schon vor dem Spiel gab es einige Verwirrung beim Blick auf den Spielberichtsbogen. Sowohl von den bekannten Aushängeschildern des Vereins namens Schweinsteiger, Robben, Ribery und Co, die anscheinend den Überraschungserfolg gegen Hertha BSC Berlin am Vortag zu hart gefeiert hatten, als auch Stars wie John Bryant sowie Bo McCalebb waren darauf nicht zu entdecken. Infolgedessen ließ es sich Sportvorstand Matthias Sammer nicht nehmen, vor den Isis zu warnen, die gar nicht so „easy“ wären wie Name, Tabellenplatz und Schuhgröße vermuten ließen. Aber auch der TSV musste auf wichtige Spieler verzichten, wie zum Beispiel Daniel Pfeuffer, der sich gerade in Rom befindet, um sich seine Haare vom Papst seelig sprechen zu lassen. So mussten beide Mannschaften mit dem arbeiten, was an Spielermaterial da war und anfangs gelang das dem FCB besser. Doch nach einem zwischenzeitlichen 6:10 Rückstand kämpften sich die Isis wieder ran und schafften es bis zur Halbzeit sogar mit einem Tor in Führung zu gehen. Ärgern musste man sich ob der mangelhaften Chancenverwertung trotzdem, denn es hätte „ruhig noch etwas mehr sein dürfen“ und sogar müssen (erwähnt sei hier beispielhaft noch die Wettmafia um Robin, der bei seinem Debüt nach der weltdrittlängsten Verletzungspause [hierfür unsere allerherzlichsten Glückwünsche, Robin „tiny dancer“ Wachter, d. Red.] aus aussichtsreicher Position regelrecht verweigerte), denn obwohl Torhüter Daniel Schappert regelmäßig in der falschen Ecke lag und dort mit seinen Streichholzbeinen Mikado spielte, stand die Abwehr nach wenigen Umstellungen und Beileidsbekundungen einigermaßen solide.
Leider spielten die Ismaninger in der 2. Hälfte im Angriff so, als hätten sie in der Halbzeitpause alle zu viel Kuchen gegessen (wahlweise auch Dropse gelutscht) und schafften es dadurch nicht, den Bayern ernsthaft gefährlich zu werden. Die wenig aussichtsreichen Würfe, die in der ersten Halbzeit wahrscheinlichkeitsleugnenderweise den Weg in’s Tor der „Bayern, Bayern, who the f*ck is Bayern“ gefunden hatten, näherten sich nun der stochastisch erwartbaren Quote an; Benny Herfurth und Kiwi „ich hab keine Ahnung wie man den Vornamen richtig schreibt, deswegen ist der Spitzname nun der Vorname und der Spitzname ist die Erklärung dazu“ Sallehsari scheiterten so manches Mal zu genau an Pfosten und Latte oder zu ungenau am Torwart der Bayern. Obwohl man die zweite Halbzeit mit einem Torhüter bestritt, der offensichtlich seine Spendierhosen abgelegt hatte, war so leider nichts mehr zu holen. Wie der Rest von Fußballdeutschland muss auch die Herren 2 der Isis nun also einsehen: Gegen die Bayern kann man mal verlieren.
Jetzt muss man es schaffen, die Woche konzentriert zu arbeiten, um dann am Wochenende gegen Laim endlich wieder 2 Punkte einzufahren. Für dieses Spiel ist den Isis ein wahrer Coup gelungen, indem sie den ehemaligen Jugendbundesligatorhüter (Saison 78/79) Bastian Imhof wieder reaktivieren und handstreichgleich den raffgierigen, selbstherrlichen, unbelehrbaren und unfassbar portionierbaren Daniel Schappert absetzen konnten. Wir hoffen, Basti empfiehlt sich für höhere Aufgaben (Bundesverdienstkreuz) und Daniel nutzt die Pause mal, um wieder auf den Boden der Tatsachen (Laminat) zurückzukehren. Es spielten fahrig für Ismaning:
D.Schappert - Zeman, M.Schappert, Wachter, Sallehsari (4), Herfurth (3), Kriebel (3), Leber, Kreisel-Brück (0,5 ‰), Hasselmann, Littmann (1), Kellner (6), Herzog (3)