Vom 19. bis 25.10.2009 trainieren die weiblichen Jugendnationalmannschaften der Jahrgänge 1992 & 93 aus Deutschland und Frankreich im Rahmen eines Deutsch-französischen Jugendcamps gemeinsam in der Sportschule Steinbach. Die Trainingswoche reiht sich ein in die grenzüberschreitenden Aktivitäten der beiden Handballverbände und wird durch das Deutsch-französische Jugendwerk gefördert. Diese gemeinsame Maßnahme beinhaltet auch drei Länderspiele in Baden-Württemberg, die am 21.10. in Karlsruhe-Durlach (Nordbaden), am 23.10. in Baden-Baden/Steinbach (Südbaden) und 24.10. in Vaihingen/Enz (Württemberg) ausgetragen werden. Das Spiel in der Weiherhofhalle in Karlsruhe-Durlach ist in einen integrativen Grundschulaktionstag für alle Karlsruher Grundschulen eingebettet. Das kulturelle Programm umfasst einen Besuch von Baden-Baden am 21.10.09, verbunden mit einem Empfang im Rathaus sowie einen Besuch des Europa-Park in Rust am 22.10.09. Mit der DHB-Sichtung im Februar 2007 begann die Karriere der meisten Mädchen im Hinblick auf das derzeitige Jugend-Nationalteam. Aus rund 50 Spielerinnen konnte in den zurückliegenden Jahren ein Stamm von 20 Spielerinnen gebildet werden, der in den vergangenen 2 ½ Jahren verschiedenste Maßnahmen bestritt. Neben den ersten Spielen der Polen-Reise war 2008 das Deutsch-Franz. Jugendwerk in Clermont-Ferrand die erste Standortbestimmung für das DHB-Team, da Frankreich seit Jahren sich in dieser Altersklasse etabliert hat und auch zahlreiche Internationale Meisterschaften einfahren konnte. Mit der EM-Qualifikation in der Slovakei, wo man sich nur unglücklich dem Gastgeber geschlagen geben musste, sammelte man weitere Erfahrungen unter dem großen Druck, tatsächlich die Europameisterschaft auch zu erreichen, was mit dem 2. Platz auch gelang. Ein Top-Turnier als Vorbereitung hierzu war sicherlich das Skandinavien-Open, wo man auf die Top-Teams aus Norwegen, Schweden und den neuen Europameister Dänemark (2009) traf, den man dabei sogar besiegen konnte. Im direkten Vorfeld der EM musste man dann allerdings zwei klare Niederlagen gegen den späteren EM-Sieger einstecken. Das Highlight Europameisterschaft gestaltete sich für die jungen Spielerinnen dann allerdings im Auftaktspiel gegen die technisch perfekt agierenden Norwegerinnen als große Blockade, als man nie ins Spielfeld und eine klare Niederlage einstecken musste, die in der schweren Vorrunden-Gruppe fast schon das Aus bedeutete. Gegen Spanien wesentlich besser eingestellt, hielt man das Ergebnis ebenso immer auf Augenhöhe wie auch gegen Gastgeber Serbien. Beide Spiele wurden aber sehr unglücklich und knapp verloren, was die Spiele in der Trostrunde um Rang 9-16 zur Folge hatte. In dieser Gruppe war man allerdings ohne wirklichen Gegner und spielte endlich befreit und gelöst einen sehr ansehnlichen Handball. Rang 9 bedeute schließlich auch 1. Nachrücker für die Jugend-WM in der Dominikanischen Republik (Juli 2010) zu sein, für die sich die ersten acht Teams der EM direkt qualifizierten. Bedauerlich die Verletztenliste, die sicherlich eine besseres Resultat auch beeinflusste. So musste die etatmäßige Linksaußen Sina Ritter, RL Nathalie Adeberg und RL Tine Machau schon in der frühen Vorbereitungsphase aussteigen, mit der besten Abwehrspielerin Helena Hertlein und RM Julia Behnke fielen dann nach der ersten Begegnung in Serbien ebenfalls noch zwei entscheidende Spielerinnen des Kaders leider aus. Platzierung 2009 EM Serbien 1 Denmark 2 Russia 3 Norway 4 France 5 Hungary 6 Netherlands 7 Sweden 8 Spain 9 Germany 10 Romania 11 Croatia 12 Serbia 13 Slovakia 14 Czech Republic 15 Lithuania 16 Macedonia Viele Mädels haben inzwischen in die höchsten Frauen-Ligen gewechselt. So steht Shenja Minevskaja (Thüringer HC) und Jassi Ott (Sindelfingen) schon im Aufgebot der Erstligisten. Hubinger (Magdeburg), Hermann u. Behnke (Ketsch), Stonawski (Metzingen) spielen in der 2. Liga bereits eine Rolle, wie auch die übrigen Spielerinnen allesamt mit ihren 16/17 Jahren mindestens Regionalliga Erfahrungen mitbringen. Zum Gegner Frankreich: Frankreich betreibt seit Jahren eine vorbildliche Schulung im Jugendbereich sowohl männlich und weiblich. Nicht von ungefähr kommen die vielen internationalen Erfolge im Jugend- aber auch im Seniorenbereich, wo man seit Jahren Weltspitze darstellt und zuletzt auch verdient den Weltmeistertitel einstrich. Über ein flächendeckendes Internatsystem dem Poule Esport werden talentierte Jungs und Mädels bereits früh in Trainingszentren zusammengeführt und sehr intensiv und breit geschult. Dies ist sicherlich ein wichtiger Baustein der späteren Erfolge. Die weibliche Jugendnationalmannschaft (92/93) spielte zuletzt im Sommer 2009 in Serbien ein sehr gutes Turnier und musste sich lediglich dem späteren Vize-Europameister Russland sowie den quirligen Norwegerinnen geschlagen geben, die man in der Vorrunde noch klar beherrschte. Rang 4 unter den Top-Teams in Europa spricht sicherlich für die Stärke des Teams, die ihre herausragende Spielerinnen im Tor, auf Kreismitte und der knapp 2m großen RL aus Rheunion