ISIS in Gundelfingen

Von Manfred Bamberger am 09.07.2015 in Allgemein, Archiv

DSC01910Ein Rasenturnier – viel Erfahrung hatte die wA2 nicht mit dem Untergrund, eigentlich keine. In kleiner Besetzung angereist – mit der „Ehren-wA2-Jugendlichen“ Nathi als willkommene Verstärkung – wussten die Mädels nicht so recht, was sie erwartete. Schon früh im Maxgarten, dem Zeltplatz, angekommen, bauten sie ihre Zelte auf und den Pavillion als zentralen Anlaufpunkt. Andrea besorgte noch eine Sitzgarnitur und das Basecamp war perfekt.


Derweil war der Trainer unterwegs zu seiner zweiten Mannschaft – dem Bubenteam. Es gibt in Gundelfingen drei Bamberger-Brüder, alle spiel(t)en Handball. Die Brüder haben zusammen sechs Söhne, alle spielen … Ergänzt durch einen Schwiegersohn und ein temporäres Adoptivkind (Lenny Achenbach, den Autor unseres Präventivprogrammes) ergab das eine Handballmannschaft, die im Turnier mitspielte und von Trainer Big Bambi ebenfalls betreut wurde. Die Teams unterstützten sich die zwei Tage gegenseitig am Spielfeldrand, richtig nett.DSC02817


Kurz vor zwei Uhr traten die Mädchen zu ihrem ersten Spiel an, gegen Augsburg 1871. Wie erwartet war das Spiel trotz der dünnen Besetzung nicht wirklich eine Herausforderung. Auch der perfekt vorbereitete Rasen bereitete keine Probleme. Der spätere Turnierzweite aus der Fuggerstadt konnte den entschlossenen Angriffen, angeführt von Sina und Nathi, nichts entgegensetzen und verlor 16:8. Abkühlung und viel Trinken war zwischen den Spielen die Hauptaufgabe, zwei Wassereimer fast zu wenig. Jakob, ein weiterer Trainerneffe, half mit seiner Spritzpistole die Betriebstemperatur erträglich zu halten. Auf 35 Grad kletterte das Thermometer am Samstag, das sollte noch getoppt werden. Spiel zwei, ungefähr eine Stunde später, ging dann gegen Gauting. Verlauf wie oben: nach anfänglichem Hin- und Her zeigten die Isis, wer gewinnen will und zogen Tor um Tor davon. Ela, schon gut im ersten Spiel, steigerte sich von Wurf zu Wurf, unterstützt durch eine stabile Abwehr. Endergebnis 17:11 für Ismaning und im Anschluss wieder viel Trinken und Abkühlen. Nun noch schnell das Bubenteam namens Bamberger BSFC unterstützen und um kurz nach fünf dann das Abschlussspiel des Tages. Memmingen war – so sagten die Spielerinnen – nur zum Spaß nach Gundelfingen gekommen. Die Isis auch. Aber irgendwie unterschied sich das Konzept. Während die jungen Memminger ihren Durst nicht nur mit Wasser löschten und die handballerische Betätigung auf dem Feld eher als lästiges Beiwerk betrachteten, wussten die Ismaninger Mädels sehr wohl, dass Erfolg zum Spaß gehört und Anstrengung ebenfalls. Als schließlich der Schiedsrichter sich anstecken ließ, sitzend von der Mittellinie pfiff und das Bambi-Team auf den Party-Zug aufsprang und die Mädchen Halligalli spielten, erfolgte doch der ein oder andere motivierende Ruf an die Beteiligten vom Platz des Isi-Trainers. Dessen gerötete Gesichtsfarbe kam nicht mehr nur von der tropischen Wetterlage. Der Schlusspfiff schrieb das Endergebnis auf der Schiri-Karte fest: 21:12 und leitete unmittelbar ins Abendprogramm über. Handtücher holen, ab ins Auto und auf dem kürzesten Weg zum See. Dazwischen noch Sophia einsammeln, die nachgekommen war. Deutliche Reduktion der Betriebstemperatur war angesagt, schließlich standen alle dicht vor der Kernschmelze - und das mit einem mutigen Sprung ins kühle Nass. Die Mädels verließen das Wasser in der folgenden halben Stunde nur noch um zum Sprungturm zu gehen und sie bewiesen da unerwarteten Mut mit beherzten Jumps vom 5m-Brett. Hut ab. Irgendwann setzte sich dann der Hunger durch, über den heißen Tag hinweg wurde ja doch schon die ein oder andere Kilowattstunde verbraucht. Also wieder zurück zum Sportplatz, geduscht und dann ins Zelt, um das Catering der Gundelfinger zu testen. Der Coach war mittlerweile bei seinem Familienteam angekommen und unterhielt sich prächtig mit der Verwandtschaft. Mittendrin Thomas Lutz, der genauso engagiert mitredete. Ein wunderbarer Abend für Alle, Mädels, Bubenteam, Eltern, Enkel, …


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Entspannt dann der Start am nächsten Morgen, erst um 11:40 war das erste Spiel angesetzt. Einige nutzen den schon recht warmen Morgen, um nochmal in den See zu springen. Es ging gegen Herbrechtingen-Bolheim. Die hatten am Vortag schon ein Spiel verloren, mussten also gewinnen im Rennen um den Turniersieg. Entsprechend legten sie los und zunächst hatten die Ismaninger Probleme mit den wendigen Spielerinnen aus Württemberg. Sie bekamen nicht wirklich Zugriff und mussten auch Gegenstösse hinnehmen. Vorne aber handelten die Isis variabler als am Vortag, Sophia war ja nun dabei. Sie nahm das Spiel gleich in die Hand und es kam zu einigen sehenswerten Angriffen. Eine Umstellung in der Abwehr sorgte für mehr Rückhalt und so setzte sich das Bambis-Team nach und nach ab. 13:9 nach einer halben Stunde Spielzeit war das Endergebnis und der gefühlte Turniersieg. Das letzte Treffen gegen Lauingen stand ja noch aus. Nach einer Zwischenrunde pfiff der Schiedsrichter die letzte Begegnung an. Die Mädchen aus dem Nachbarort zeigten ein ganz anderes Angriffsbild als die Mannschaften vorher. Fast ausschließlich Würfe aus dem Rückraum waren zu sehen, die Ela nicht vor Probleme stellten. Nur dann, wenn sie vorbei gingen, weil Ela dann den Ball von weit hinten holen musste, bei 36 Grad nicht wirklich ein Spaß. Das Spiel endete 15:5 für Ismaning und die Isis freuten sich über den verdienten Turniersieg – ein willkommenes Mitbringsel aus Gundelfingen, das das schöne Wochenende noch schöner machte.


Ein gelungener Ausflug, mit viel Abwechslung, Handball, Schwimmen, einer langen Teamsitzung im Pavillion, Party und einem Turniersieg. Das hat uns auf dem Weg zur Gemeinschaft wieder einen Schritt weitergebracht - Ziel erreicht.


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