Isis hatten erst kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu

Von am 18.03.2013 in Allgemein, Archiv


Als krasser Außenseiter reisten die Isis am Wochenende nach Großbottwar, hatte der gastgebende TV doch vor dem Spiel schon sechs Mal so viele Punkte gesammelt, wie der TSV im bisherigen Saisonverlauf. Trotzdem hatten sich die Isis vorgenommen, mit einem Sieg die letzte, rechnerische Chance auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten. Leider konnte Trainer Bernd Rösch in Großbottwar nur auf einen durch Krankheiten und Verletzungen nur auf einen stark dezimierten Kader zurück greifen. Irgendwie scheint es nicht die Spielzeit des TSV zu sein, allein 3 Kreuzbandrisse ereilten die Isis schon in dieser Saison.

So stand auch die Partie in der Nähe von Ludwigsburg unter keinem guten Stern, auch weil im Vorfeld in den Trainingseinheiten nicht alle Spielerinnen zur Verfügung standen. Man darf an dieser Stelle aber nicht vergessen, dass im Kader der Isis nur Amateure stehen, für die Handball ein Hobby ist. Alle Spielerinnen gehen einem Job nach, studieren oder sind noch in der Schule, das kommt bei der Trainingsbeteiligung erschwerend hinzu.

Nichtsdestotrotz wollte keiner im TSV-Lager klein bei geben. Doch in den ersten Angriffen hatte Ismaning kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Leider gab es mehrere Ballverluste, die die Gastgeberinnen eiskalt bestraften. Vielleicht waren die Isis einfach zu nervös, bei Heimspielen des TSV sind nur halb so viele Zuschauer in der Halle und die Fans des TV standen in der Wunnensteinhalle wie eine Wand hinter ihrem Team, so mussten die Isis praktisch gegen 8 Mann ran.

Nach dem 0:6 zog Trainer Bernd Rösch die Reißleine und nahm nach 6 Minuten seine Auszeit. 60 Sekunden versuchte er das Team auf den richtigen Weg zu bringen. Bis seine Mädels aber seine Anweisungen in die Tat umsetzen konnten, waren leider schon zwei weitere Treffer für die Gastgeberinnen gefallen und so stand es 0:8 - und Ismaning auf verlorenem Posten. Wer nun gedacht hatte, dass sich der Aufsteiger seinem Schicksal ergeben würde, wurde eines Besseren belehrt. Die Isis kämpften bis zum Umfallen, trotz der oben erwähnten Unwägbarkeiten und hielten den Acht-Tore-Rückstand fast 40 Minuten lang (Halbzeitstand 11:19). Angeführt von den beiden besten Werferinnen Conny Schmid und Ulla Brehm (beide 5 Treffer) und angetrieben vom nimmermüden Trainer Bernd Rösch an der Seitenlinie versuchten die Isis die 20. Pleite in dieser Spielzeit in einem erträglichen Rahmen zu halten. Auch die mitgereisten Fans unterstützten ihr Team aufopferungsvoll.

Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte der TSV bei ein Paar Pfostentreffer etwas genauer gezielt. Erst in den letzten Minuten ging den auch zahlenmäßig unterlegenen Ismaningerinnern etwas die Luft aus, so dass Großbottwar auf den Endstand von 33:22 davon zog. Bezeichnend für die tolle Moral der Isis, dass der letzte Treffer der Partie den Gästen gelang!

Damit steht der direkte Wiederabstieg nun leider endgültig fest, der drittletzte Platz, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt, ist nicht mehr zu erreichen, das Abenteuer 3. Liga wird für den TSWV Ende April nach nur einer Spielzeit wieder beendet sein - die Rösch-Mädels müssen den Kopf aber nicht in den Sand stecken, sie haben auch in Großbottwar Kämpferherz bewiesen und die Farben des TSV würdig vertreten. Das bleibt hoffentlich auch in den letzten 5 Spielen so - auch wenn nun traurige Gewissheit herrscht, dass der David aus Ismaning den Kampf gegen die Goliaths der 3. Liga verloren hat ...

Für den TSV spielten und trafen:
Nessler, Chioato – Pramberger 2, Brehm 5, Frank 2, Edlbauer 1, Keczko 2/1, Schmid 5, Neckar 3, Hascher 2.
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