
Wie so oft in dieser Saison zeigte Aufsteiger TSV Ismaning eine gute Leistung, stand sich aber selbst im Weg und so gab es auch im Heimspiel gegen die Reserve des Zweitligisten TV Nellingen keine Punkte.
In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer in der Realschulhalle eine Partie auf Augenhöhe, zwar gingen die Gäste mit 5:2 in Führung, dann aber war der TSV am Drücker. Vera Laipple brachte Ismaning gegen ihren Ex-Verein erstmals in Führung (6:5). Diese baute die Rösch-Sieben auf 9:7 aus, bis zum Seitenwechsel aber konnte Nellingen wieder ausgleichen, beim Stand von 10:10 ging es in die Kabinen.
In Durchgang Zwei gab es für die Isis ein Deja-vu-Erlebnis: es lief erst einmal gar nichts zusammen. Die offensive Deckung der Gäste bereitete dem TSV richtige Probleme, ohne die erkrankte Junioren-Nationalspielerin Carina Edlbauer und die verletzte Rückraum-Shooterin Ulla Brehm fehlten Coach Bernd Rösch die Alternativen im Angriff. Auch konnte Rückkehrerin Wiebke Orth die in sie gesteckten Erwartungen noch nicht erfüllen. Nellingen zog auf 16:11 davon, aber auch dieses Mal kämpften sich die Isis Tor um Tor zurück, beim 18:19 aus Sicht der Gastgeberinnen wieder alles offen, doch der TSV hatte sein Pulver verschossen, blieb über sechs Minuten ohne eigenen Treffer und so sicherten sich die Schwaben Hornets den 21:18-Auswärtssieg.
"Mit der Defensivleistung bin ich im Großen und Ganzen zufrieden, in der Offensive war das heute aber gar nichts", sagte Rösch nach der Partie sichtlich angefressen. Nicht nur die drei vergebenen Siebenmeter wurmten ihn, sondern vor allem viele frei verworfene Bälle. Leichter wird es nicht: Am kommenden Wochenende steht das Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten aus Allensbach auf dem Programm. Dort sicher fehlen wird Lisa Frank, da sie an diesem Tag ihren 18. Geburtstag feiert.
Gegen Freiburg spielten und trafen für den TSV: Nessler, Chioato - Orth 1, Tischler, Pramberger, Frank 1, Keczko 1/1, Königsmann 4/1, Schweinsteiger 5/3, Laipple 1, Schmid 3, Neckar 1, Hascher 1.