Zum Jahresabschluss gings am vergangenen Wochenende zum ESV Regensburg zum Bayernligarückspiel.
Da man ohne B-Jugendliche spielen musste (parallel in Anzing), hatte man den Luxus mit 3 Spielerinnen der weibl. A1 auffüllen zu können.
Die Isis begannen erneut mit der richtigen Einstellung und mit viel Einsatzwillen im Angriff gegen einen wie vor dem Spiel angekündigt, sehr motivierten Gegner. Wer die Halle in Regensburg kennt, der weiß, dass bei aufkommender Spannung immer sofort das Publikum lautstark vorhanden ist und durch die besondere Akustik in der Halle, hören sich eine Handvoll laute Fans gleich wie eine volle Tribüne an. Das war auch die Gefahr im Spiel am Wochenende, doch die Gastgeber konnten im gesamten Spielverlauf nach den ersten 10 Spielminuten (5:5) auf 3 oder 4 Tore-Distanz gehalten werden.
Immer wieder funktionierten Konzeptionen, bei denen die gegnerische 6:0 Abwehr in seitliche Bewegung gezwungen wurde. So kamen unsere Rückraumschützen zu guten Chancen oder auch 1gg1 Situationen konnten in der Folge vielversprechend gestartet werden. Dass es zur Halbzeit 10:13 stand, lag an einer unbefriedigenden Chancenverwertung aus der Nah -wie Fernwurfzone (im gesamten Spiel wurden 5 Siebenmeter vergeben) sowie kleinen Unkonzentriertheiten in der Abwehr, wo die beiden Schiedsrichter des Bezirks Ostbayern erneut wie schon in der Vorwoche eine sehr lange Spielweise der Gastgeber im Angriff zuließen. Auch hier kann ich mich nur wiederholen, dass offensive Abwehrarbeit auch belohnt werden muss. Angriffsphasen von erneut 80 Sekunden und länger ohne Druck stehen im krassen Gegensatz zum DHB Ausbildungskonzept und wo, wenn nicht in der Bayernliga sollte entsprechend ambitioniert gepfiffen werden.
In der zweiten Halbzeit schaffte man nun die kleinen Unkonzentriertheiten in der Abwehr abzustellen und konnte auch deutlich mehrere Steals zu Kontersituationen umwandeln. Herauszuheben sind die beiden Rechtsaussen Jana und Meli, die variiert geworfen haben und annähernd auf eine 100% Trefferquote kamen. Auch in der Abwehr war Jojo wieder der gewohnt starke Retter in der Not, aber auch Nati stand ihr in Nichts nach und wächst mehr und mehr in die Rolle des Abwehrchefs hinein.
Regensburg konnte nicht mehr gefährlich werden und die Isis gewannen verdient 17:26.
Nach 2 Spielen Abstinenz wegen mehrerer Gesichtstreffer war Marina wieder mit von der Partie. Die jeweils letzten 10 Minuten beider Halbzeiten war sie der sichere Rückhalt im Tor der Isis. Zwischen der 52. und 60. Spielminute entschärfte sie ganze 83%, von 6 Würfen - darunter ein Siebenmeter und mehrere Würfe von guten Winkeln von Außen - ging nur ein Ball hinter die Linie. Sehr stark und schon fast wieder die alte :)
Ein Cut überhalb der Nase war dann nach dem Spiel auch noch zu versorgen, den sich eine Spielerin auf dem Weg in die Kabine am Tribünengeländer geholt hat. Als der Trainer ankündigte in der Kabine die Weihnachtsgeschenke zu verteilen, war die Eile wohl groß ;) Danke an den Freund von Verena, der als Sani sofort zur Stelle war.
Für jede Spielerin gab es einen neuen Aufwärmpulli von Hummel. Auch die Mannschaft hatte einen Eventgutschein zum Essen gehen in Otterfing für das Trainerpaar bereit. Vielen Dank erneut an dieser Stelle! Mädels wie Trainer haben sich sehr gefreut und es ging fröhlich zur TSV Weihnachtsfeier, wo mit den anderen Teams der Jahresabschluss für die A2 gefeiert wurde.
Team: Leni, Marina (Tor), Ela (Tor bei Damen 2 im Einsatz), Franzi, Kikki, Meli, Jana, Alicia, Nati, Lisa, Jessi, Jojo, Patti, Maja und Ami.
Am 5.1. startet die A2 wieder in den Trainingsbetrieb. Am 6.1. findet in Ismaning ein Trainingstag mit Spiel statt, am 8.1. nochmals Training ehe es am 11.1. zum ersten Spiel in 2015 gegen Gundelfingen kommt.
Nach vergangenen 9 Spielen ist eine Entwicklung im Team zu sehen. Die Konzepte bei 2.Welle und im Angriff greifen immer besser, der Einsatz derer kommt der Spielsituation entsprechend und Entscheidungen zum Weiterspielen werden vermehrt richtig getroffen. Auch die fehleranfälligen, langen Pässe nach vorne konnten eingeschränkt werden und die Mannschaft treibt - wenn auch nicht immer mit höchstem Tempo - den Ball in der 2. und 3. Welle mit geringer werdender Fehlerquote nach vorne.
Doch besonders in der Abwehr ist die größte Weiterentwicklung zu sehen. Sowohl im individuellen Abwehrverhalten ist Timing, Taktik, Stellungsspiel und gegenseitiges Aushilfsverhalten bei allen Spielern sehr präsent geworden. Auch im Verbund funktioniert Vieles schon sehr gut und meist ist es nur Kopfsache, nicht die nötige Aggressivität in der Defensive zu finden. Doch die Mannschaft hat verstanden, dass im Angriff Spiele gewonnen werden jedoch in der Abwehr Meisterschaften! Doch bis dahin ist noch viel zu tun...