Jetzt kompleter Bericht aus LUND

Von am 17.01.2011 in Allgemein, Archiv

Lundaspelen 2010 Drei Mannschaften vom HC 2010 München (Ismaning/Taufkirchen) machen sich auf den weiten Weg nach Schweden….um Handball zu spielen. Am 25.12.2010 ist es soweit: Die Vorbereitungen für das Turnier sind abgeschlossen, alle Taschen und Koffer gepackt. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Hauptbahnhof München. Das Abenteuer „Lundaspelen 2010“ kann beginnen. Als Eltern und Spieler am Bahnsteig versammelt sind (Rückraumshooter Berni Wittmann kehrt auf halbem Weg noch einmal um, um die überaus wichtigen Kopfhörer noch einzupacken), stellt sich die Frage: Wo sollen diese Mengen an Gepäckstücken nur untergebracht werden? Yannick Teschner erleichtert das Unterfangen, indem er einfach seine Isomatte zu Hause vergißt. Wie erwartet trifft unser ICE nach Berlin pünktlich ein uns wir stürmen den Waggon 6. Es dauert eine Weile bis alle Taschen und Koffer verstaut sind und sich der Schaffner halbwegs durch den Mittelgang zwängen kann. Dieser Waggon gehört uns . Die ipods und Schafkopfkarten werden gezückt, die soundstation aktiviert – die Rücksichtnahme auf andere Mitfahrer ist in diesem Alter noch nicht so weit entwickelt wie die technischen Fertigkeiten mit den elektronischen Geräten. Immerhin sind wir mit 26 Spielern der Jahrgänge 94 bis 98 und drei Betreuern unterwegs. In Lund werden wir als Boys 13, Boys 14 und Boys 16 antreten: B13: Yannick Teschner, Mauritz Bühler, Benedikt Kellner, Philipp Meyer, Marc Simon, Tobias Felsner, Lukas Behm, Leonhard Huber, Enis Patterson-Aykent, Coach: Horst Teschner B14: Mark Geiger, Frank Geiger, Sebastian Lortz, Bernhard Wittmann, Jakob Drees, Stefan Weißenberger, Philip Piendl, Maximilian Rolka, Coach + Gesamtleitung: Jarek Rolka B16: Bernhard Huber, Christoph Behm, Benedikt Heinekamp, Michael Zischka, Michael Müller, Markus Klaubert, Nicolas Schimanski, Christian Besson, Maximilian Plitt, Coach: Wolfgang Huber Die Fahrt verläuft normal, aber auf Grund des Schneechaos haben wir in Nürnberg schon 20 Minuten Verspätung. Hoffentlich schaffen wir noch den Anschluss an den Night-Express von Berlin nach Malmö! Eigentlich haben wir ja fast eine Stunde Zeit, um in Berlin umzusteigen…., nur der Schnee macht uns einen Strich durch die Rechnung. Mittlerweile ist uns klar, dass es knapp wird. In Berlin-Südkreuz (eine Station vor dem Hauptbahnhof Berlin) haben wir nur noch 15 Minuten Luft. Und der ICE steht (eine Türe kann nicht mehr geschlossen werden)! Da hilft nur noch der gute alte Besen, um die Türe von dem überflüssigen Schnee und Eis zu befreien. Die Hoffung schwindet und erste „Plan-B“-Gedanken machen sich breit: Wo übernachten wir? Doch dann fährt der ICE weiter und endlich erreichen wir Berlin-Hbf. 10 Minuten zum Umsteigen, jetzt heißt es rennen! 29 Personen und gefühlte 150 Gepäckstücke machen sich auf den Weg. Bahnsteig entlang, Rolltreppe (die wie immer steht oder in die andere Richtung läuft) hoch, Quergang zum anderen Bahnsteig, Treppe runter…. etwas verloren im großen Bahnhof steht da unser Züglein nach Malmö – drei Waggons im style der Transsibirischen Eisenbahn :-) Geschafft !!! Immerhin war unser Zug vor 20 Jahren der erste Klasse Wagen der schwedischen Bahn. In 6er-Abteils stehen unsere Betten im „Likvaggen“ für die Nacht im Zug bereit. Als wir den Zugbegleiter treffen hören wir aber keine guten Nachrichten: „Mal sehen, wie weit wir kommen, auf der Strecke ist seit Tagen kein Zug mehr gefahren… Vor uns fährt eine Schneefräse, die uns den Weg frei macht…und fraglich ist auch, ob in Sassnitz die Rangierloks fahren können. Aber so lange die Heizung läuft, ist alles kein Problem. Letztes Mal ist die Heizung ausgefallen, da hatten wir -5 C° im Zug.“ Aber es klappt alles  und wir kommen sogar pünktlich in Sassnitz auf Rügen an. Die Rangierloks funktionieren und langsam werden wir auf unsere Fähre nach Malmö geschoben. Es ist mittlerweile 2 Uhr morgens, doch kaum einer der Jungs schläft. Es wird gequasselt, gespielt… und kaum steht der Zug auf der Fähre, schon wollen alle aussteigen. Einige der Jungs scheinen noch richtig Hunger zu haben und essen im Bordrestaurant ein riesen Schnitzel mit Pommes. Um diese Uhrzeit! Man kann sogar ins Freie gehen… es ist saukalt und das Meer tief schwarz - irgendwie unheimlich. Da legen sich doch lieber einige wenige zum Schlafen hin. Die Überfahrt verläuft ohne weitere Probleme und wir erreichen gegen 06:00 Uhr morgens Trelleborg an der schwedischen Südküste. Bis wir dann von der Fähre geschoben werden und die richtige Lok an unseren Waggons hängt, ist eine Stunde vergangen. Aber dann geht alles ganz schnell und wir sind in 20 Minuten in Malmö. Da müssen wir noch mal in die Lokalbahn umsteigen und in 15 Minuten nach Lund fahren. Nach rund 18 Stunden haben 9h morgens Lund - erreicht! Aber wo ist jetzt der Check-in Point ? Wir fragen uns durch und bekommen den Hinweis zum Hallenbad zu gehen. Was uns niemand gesagt hat, dass wir rund 20 Minuten mit Sack und Pack zu gehen haben  - durchs tiefverschneite Lund bei sibirischer Kälte! Die Arme werden immer länger und nach einigen Wechseln der Taschen von links nach rechts sind wir endlich da. Am Eingang des Hallenbades wartet aber niemand auf uns und es gibt auch keinen Check-in. Müssen wir wieder zurück ? Gott sei Dank haben wir aber die richtige Richtung genommen und wir müssen noch mal ca. 1 km zur großen Färs & Frosta Sparbank Arena weiter gehen. Die Karawane zieht weiter…. Jetzt ist es geschafft, wir stehen tatsächlich in der großen, modernen Halle (wo auch die Deutsche Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften im Januar 2011 spielen wird). Und es gibt - neben WLAN - einen Check-in Point….und wir werden erwartet . Die Jungs stellen erst mal das Gepäck ab und atmen tief durch. Wir erkundigen uns nach unserer Unterkunft und erfahren, dass wir in der Grundschule Klostergarden untergebracht sind, nicht weit von der Halle. Wir ziehen weiter (mit einem kurzen Umweg übers Industriegebiet) und freuen uns auf unsere Bleibe, die uns die nächsten Tage ein Dach über den Kopf geben wird. Auch dort werden wir schon erwartet und bekommen die Schlüssel für die Klassenzimmer. Stühle und Bänke werden von uns auf die Seite geräumt und wir breiten unsere Luftmatratzen und Schlafsäcke aus. Was für ein Chaos…, hoffentlich findet jeder wieder sein Zeug?! Mittags ruft der Hunger, und die Älteren machen sich auf in die Innenstadt, um den McDonalds zu suchen – die Karawane zieht weiter. Der Nachmittag ist frei und wir gehen alle gemeinsam ins Hallenband mit Whirlpool, 10m Sprungturm, Wasserrutsche, Sauna und Wellenbad. Benedikt Kellner und Philipp Meyer kreieren neue Schwimmbadmoden mit ihren tollen Turnhosen, die Bene sogar ein Gespräch mit dem Bademeister einbringt ;-) Nach dem Schwimmbad geht es zurück zur Unterkunft und dann zum Essen in die Schulmensa “Järnakraskolan“. Was wir

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