Keczko: „Wir haben die zwei Punkte hergeschenkt!“
Die Bayernliga-Damen des TSV Ismaning kassieren zum Abschluss der Vorrunde eine 22:28 Niederlage bei der HSG Fichtelgebirge.
Das ist so bitter! Bis auf einen Punkt hatten sich die „Isis“ an Tabellenführer TSV Winkelhaid herangepirscht. Doch die Ismaningerinnen ereilt das gleiche Schicksal, welches auch der Primus schon zu spüren bekam: eine Pleite bei der HSG Fichtelgebirge. Im letzten Spiel des Jahres muss sich das Team von Trainerin Aniko Keczko bei den Oberfranken mit 22:28 geschlagen geben. Damit ist auch die Siegesserie der Ismaningerinnen beendet. Zuvor haben die „Isis“ drei mal in Folge gewonnen.
Schon die Vorzeichen standen alles andere als gut für Ismaning. Immerhin müssen die „Isis“ ohne die verletzte Franzi Lang, sowie den privat verhinderten Andrea Keczko, Lisa Frank und Torhüterin Ute Becker auskommen. Dafür verstärken Torfrau Marina Maricic, Johanna Hübenthal und Sabrina Jakelski aus der 2. Mannschaft das Keczko-Team. Trotz des Fehlens von routinierten Spielerinnen wäre der Gegner schlagbar gewesen. Eine hausgemachte Niederlage, weiß auch die Trainerin: „Wir haben den Sieg verschenkt.“
Mit ausschlaggebend: eine schwache Chancenverwertung. So verwandeln die „Isis“ zum Beispiel nur drei von sieben 7-Metern. „Unsere Angriffe waren zu schwach. Da haben wir gesehen, wie sehr uns Franzi und Andrea im Rückraum gefehlt haben“, bilanziert Trainerin Aniko Keczko. „Mit so vielen Fehlern und ausgelassenen Chancen kannst du nicht gewinnen.“ Hinzu kommt, dass die Torhüterinnen dieses mal nicht den entscheidenden Rückhalt geben, um die Mannschaft zu pushen. Aniko Keczko kritisch: „Das war keine gute Leistung im Tor. Manchmal haben sie zwar ordentlich gehalten, aber generell war es nicht genug.“
Besonders die HSG-Rückraumspielereinnen Anna-Sophie Wölfel und Jessica Spannig machen dem TSV das Leben schwer. Beide treffen zusammen 19 mal. Bis Mitte der ersten Halbzeit ist die Partie allerdings ausgeglichen – es steht 7:7. Dann kassieren die „Isis“ zweimal eine 2-Minuten-Strafe. Die Folge ist ein 11:15 Rückstand zur Pause. Miserabel startet Ismaning dann in die 2. Halbzeit und liegt auf einmal mit zehn Toren hinten (12:22). „Wir haben aber nicht aufgegeben und mit einer 4:2 Abwehr konnten wir uns nochmals herankämpfen“, so die Trainerin. Der Kampfgeist wird jedoch nicht belohnt. Zwar verkürzen die „Isis“ auf 20:25, die Wende gelingt aber nicht mehr. Letztendlich liegen die Ismaningerinnen nicht einmal in Führung in dieser Partie und verlieren das letzte Spiel des Jahres mit 22:28.
Somit verpassen es die Ismaningerinnen, zumindest für eine Nacht den Tabellenführer TSV Winkelhaid von Platz 1 zu verdrängen. Das Keczko-Team beendet die Vorrunde trotzdem auf Platz 2. Das erste Spiel nach dem Jahreswechsel bestreitet Ismaning am Sonntag, 12. Januar (14:30 Uhr) bei der TS Herzogenaurach.
Für den TSV Ismaning spielten und trafen:
Elisabeth Gschwendtner, Marina Maricic (beide im Tor), Steffi Oberhuber (6), Kirsten Walter (4), Christine Königsmann (4), Sophie Pramberger (3), Isabell Dulias (2), Kathi Tischler (1), Rosi Hascher (1), Johanna Hübenthal (1), Susanne Pramberger, Sabrina Jakelski
Bericht von Andreas Schisler