Kempa Corner 1/2013 – der etwas andere Rückblick mit Ironie, Wortwitz und Kuriositäten

Von am 03.03.2013 in Allgemein, Archiv

Hier sind wir mal wieder, die Kolumne auf handballismaning.de meldet sich zurück, es ist ja auch viel passiert, nicht nur im Gemeinderat.
Der erste Titel ist eingefahren! Die weibliche B-Jugend wurde souverän Bayerischer Meister und darf sich nun auf die weiteren Spiele um die Deutsche Meisterschaft freuen. Es werden also wieder die besten Teams - wahrscheinlich aus Baden-Württemberg - nach Ismaning kommen, wie jedes Jahr wird das eine sehr schwierige Aufgabe. Doch die Isis kämpfen und mit einer vollen Halle im Rücken ist so einiges möglich!

Über eine volle und eine leere Hölle Süd hat sich auch die Tagespresse amüsiert. In einem faschingsreifen Presseartikel macht sich der Autor über die am Ende krassen Unterschiede der Zuschauerzahlen zwischen Herren -und Damenspiel lustig und beobachtete eine leere Hölle Süd, ohne Hallensprecher, ohne feuriger Höllenmusik und fragte sich am Ende des Pressestücks, ob denn in Ismaning die Damen so brav wären, sodass in deren Hölle keiner mehr kommen mag?
Sehr gelacht haben die Isis über diesen Artikel, passend zur Faschingszeit, wo ja bekanntlich Narren umher wandern und auch schreiben.
Es ist der Presse vielleicht noch nicht aufgefallen, aber der Verein, über den da berichtet werden darf, ist der erfolgreichste Verein in Bayern - wenn man das Ganze über Jahre betrachtet. Gerade erst ist dieser Verein vom DHB in die Jugend-Bundesliga ohne Qualifikation gesetzt worden, neben Sportinternaten HC Leipzig, Bloomberg/Lippe oder Frankfurter HC. Geführt wird dieser Verein, trainiert werden diese Teams von ausschließlich Ehrenamtlichen, die nebenbei auch noch einen Job und andere Verpflichtungen haben.
Trotzdem suchen die Erfolge der weiblichen Höllenmitglieder ihres Gleichen, im Damenbereich wird ohne Geld für Spielerinnen nur mit eigenen Talenten gekämpft und man schafft es immer wieder bis zur 3.Liga. Mit Sponsoren wie im Fussball, wäre man hier schon einen Schritt weiter und könnte sich mit 2 oder 3 Verstärkungen sicher in der 3.Liga etablieren. Auch der Herrenbereich hinkt nicht mehr hinterher, ausgestattet mit keinerlei finanziellen Mittel für Spieler und schlägt sich ausschließlich mit Ismaninger Talenten hervorragend. Die Bayernliga ruft!

Die Bayernliga ruft? Ja, auch bei einem anderen Ismaninger Sportverein hört man dies in den letzten Wochen besonders laut. Die Handballer sehen dies mit mindestens einem weinenden Auge, denn an der Leuchtenbergstraße wurde über Jahre eine ebenso gute Aufbauarbeit geleistet, wie auch in unserem Hause. Dies droht jetzt binnen weniger Wochen kaputt zu gehen und für einen Sportler, egal ob Hand -oder Fussballer ist sowas immer traurig. Für Ismaning war es immer wichtig, dass auf Ismaninger Talente gesetzt wird. Diese Philosophie hat auch der TSV bei den Handballern. Wie es jetzt nun beim FCI weitergehen wird, wird interessiert verfolgt. Die Zusammenarbeit mit einer Spielerberatungsfirma käme allerdings in unserer Sportart nicht in Frage, denn nur wenige Erstliga-Spieler haben bei uns so etwas. In unseren Breitengraden der 3.Liga und Oberliga, sind das Eltern oder die Freundin, die als Berater fungieren.
Doch beim FCI versucht man den großen Coup und will neben Bayern 2, 60zig 2 und Haching als Sprungbrett nach ganz oben dienen und verdienen. Im Amateurfussball werden laut der Internet-Plattform Fussball-Vorort schonmal 6stellige Summen gezahlt, wenn ein Spieler von der Regionalliga den Sprung zu einem Bundesligisten schafft. Davon träumt jeder Verein?
Überlegen sie mal... beim TSV haben seit dem Jahre 2000 fünf Spielerinnen den Sprung in die Bundesliga geschafft, zwei sogar in das Team der Frauen-Nationalmannschaft, eine in die Frauen-Nationalmannschaft der USA. Hätten wir für jeden dieser Spieler, wo der TSV auch als Sprungbrett fungiert hat, einen "nur" 5stelligen Betrag überwiesen bekommen, würde die Welt ganz anders ausschauen. Aber ob das bei dem erfolgreichen, familiären Dorfverein TSV Ismaning überhaupt gewollt wäre? Von heute auf morgen sicher nicht, schon gar nicht innerhalb der Winterpause. Aber was träumen wir da...

Die Realität hat uns wieder, wenn wir an das Thema Handball-Geschäftsstelle blicken - unser Projekt zu professionelleren Strukturen. Die Umsetzung dieser Mammutaufgabe, Koordination der Aufgaben, Ausstattung etc. erweißt sich als schwieriger als zuerst gedacht. Es wird doch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, ehe die Punkte abgearbeitet sind.

Was steht an in der nächsten Zeit?
Die B-Mädels haben spannende Spiele um die Deutsche Meisterschaft vor sich. Die männliche C-Jugend ist kurz vor dem Bayerischen Titel und Christoph Kellner und sein Team versuchen alles, den Titel in die Hölle Süd zu holen. Unterstützen sie gerade beide Teams in den kommenden Spielen.
Bei den Aktiven zeichnet sich die Möglichkeit eines Herren-Doppelaufstiegs ab. Herren 1 spielen am 16.3. um 18:00 Uhr das Herzschlagfinale um den 1.Platz gegen den TSV Trudering (Halle Astrid Lindgren-Str.), wenn zuvor keine Mannschaft mehr patzt.
Auch bei den zweiten Herren läuft es auf einen Showdown am letzten Spieltag, 13.04. in München Blumenau (Halle Gaisacherstr.), gegen Süd Blumenau raus - ebenso wenn kein Team mehr patzt. Ein Doppelaufstieg Bayernliga/Bezirksoberliga wäre der größte Herrenerfolg der Vereinsgeschichte. Unterstützen sie beide Teams in den letzten Spielen!
Und im Damenlager schaut es ganz nach Bayernliga nächstes Jahr aus. Die Mädels haben im kommenden Jahr eine erfolgreiche und friedliche Runde verdient, Handball ist immer noch ein Hobby und zu jedem Hobby gehört eine große Portion Spaß und Freude. Und sind wir mal ehrlich, Bayernliga bei den Mädels und Jungs, wer hätte das schon? Bayernweit komme ich da nur auf Haunstetten. Aber Haunstetten hat keine 3.Damenmannschaft die auch noch um den Aufstieg spielt. Auch sie gehören in den letzten Spielen der Saison unterstützt, dass vielleicht auch die Presse von einer feurigen Hölle Süd berichten kann!

Zuletzt sei noch über diesen Weg allen ein großer Gruß einer Ex-Isi Familie ausgerichtet. Die Vier bezeichnen sich selbst mittlerweile als "Entwicklungshilfe Nord", sind sie doch vor 2 Jahren gen Norden gezogen. Das weibliche Oberhaupt der Familie, Frau eines gewissen "goldenen Arms", hat prompt im dortigen Dorfverein die erfolgreiche Jugendarbeit fortgeführt, ehe es jetzt zum unrühmlichen Abschied kam. Ein Dorfverein, der kaum kleiner ist, jedoch sehnt sich die Familie wieder zu den Isis handballerisch zurück. Auch wenn nicht alles rund läuft in der Hölle Süd, so verkehrt stellt sich das komplette Team dann doch nicht an, auch wenn hin und wieder andere Schauermärchen durch die Reihen gehen!

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