Nach der knappen Niederlage gegen Blumenau am vorherigen Wochenende gingen die Damen III des TSV Ismaning mit dem festen Vorsatz, dieses Mal wieder Punkte zu holen, in das Spiel gegen den TS Jahn München. Der Gegner war sämtlichen Spielerinnen rein namentlich völlig unbekannt, und so wusste man vor der Ankunft in der Halle noch nicht, was einen hier erwarten würde. Sobald die Isis jedoch das Spielfeld betraten, zeigte sich, dass sich hinter dem Namen TS Jahn München zahlreiche altbekannte Gesichter versteckten, von denen man viele als starke Handballerinnen in Erinnerung hatte. Dass sich daran nicht viel geändert hatte, zeigten die Münchener Gastgeberinnen auch direkt nach Anpfiff auf dem Spielfeld. Lediglich die erste Führung des Spiels durften die Isis mit dem Treffer zum 1:0 für sich verbuchen, danach übernahm Jahn München das Steuer: Mit schnellen, klug gespielten Angriffen überrollte das Team die Ismaninger Abwehr ein ums andere Mal, während sich die Damen III auf der Gegenseite an der aggressiven und körperbetonten Defensive der Münchenerinnen oft genug die Zähne ausbissen. Durch zahlreiche technische Fehler und Fehlpässe machten sich die Gäste aus Ismaning zudem das Leben selbst zusätzlich schwer, und so sah sich das Ismaninger Trainergespann beim Stand von 5:13 schließlich gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. In dieser versuchten sie, die Mädels wachzurütteln und an deren Stärken zu appellieren - was in den verbliebenen Minuten der ersten Halbzeit auch Früchte zu tragen schien. Es wurde nun weitaus besser und aggressiver verteidigt und auch offensiv steigerte man sich etwas. Leider wurde der aufkommende Spielfluss der Ismaningerinnen dann durch den Halbzeitpfiff unterbrochen - 7:14 hieß es drum also zur Pause. 7 Tore Rückstand sind, wie der geneigte Handballfan weiß, zwar schwierig aufzuholen, jedoch nicht unmöglich. Und dass sie es trotz des spielstarken Gegners möglich machen wollten, darin waren sich Spielerinnen und Trainerinnen einig. Hochmotiviert startete das Team deshalb in die zweite Spielhälfte, und kurz schien es so, als hätten die Isis tatsächlich noch die Chance, das Spiel zu drehen. Denn in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff hielt die Mannschaft gut mit, spielte konzentrierter und selbstsicherer und schaffte es sogar, den Rückstand zu verkürzen. Auch die gute Leistung von Marina Maricic im Tor in ihrem ersten Spiel seit 3 Jahren (willkommen zurück Marina!) trug zu diesem Aufschwung maßgeblich bei. Doch die entsprechende Freude auf Ismaninger Seite, sie war nur von kurzer Dauer: Die Gastgeberinnen, die das Ruder von Anfang an in der Hand gehabt hatten - sie dachten nicht einmal daran, es nun abzugeben. In dieser Phase, die der Wendepunkt des Spiels hätte sein können, zeigte sich, dass die Jahn-Spielerinnen dem jungen Ismaninger Team einige Jahre Handballerfahrung voraus hatten, und der immense Wert ebendieser Erfahrung: Während sich die Isis von jedem Rückschlag verunsichern ließen, spielten die Gegnerinnen ihr Spiel ruhig und konsequent weiter und behielten die Nerven, was sich beides mehr und mehr auf dem jeweiligen Torkonto wiederspiegelte. So mussten sich die Damen III nach 60 Minuten schlussendlich mit 20:35 geschlagen geben. Fazit: Gegen einen Gegner wie diesen, der über langjährige Erfahrung ebenso wie über spielerische Stärke verfügt und sicherlich zu den Aufstiegsfavoriten zählen wird, darf man durchaus verlieren. Allerdings standen sich die Isis an diesem Tag auch in vielerlei Hinsicht zu oft selbst im Weg. Der Mannschaft unterliefen sowohl offensiv als auch defensiv zu viele Fehler, die vor dem nächsten Spiel dringend abgestellt werden müssen, um wieder das wahre Potential des Teams auf dem Spielfeld zu zeigen und punkten zu können.
Das nächste Spiel der Damen III des TSV Ismaning findet am Sonntag, 28. Oktober, um 15 Uhr in der Realschulhalle in Ismaning statt.
Einmal mehr geht es dann gegen den TSV Forstenried, mit dem man sich in der Vergangenheit schon oft messen durfte. Die Isis freuen sich wie immer auf zahlreiche Unterstützung von der Tribüne!
Es spielten: Marina Maricic (Tor), Melly Luginger (2), Ina Zeisl, Manu Lombardo (4/2), Terry Ismair (3/3), Sara Lutz, Manu Brosig (4), Lulu Müller (2), Lisa Lutz (4), Juli Steinkohl, Carina Reiter (1)