Beim Freitagabendspiel gegen den TSV Herrsching zeigen die Isis eine ihrer besten Saisonleistungen und revanchieren sich in einem emotionalen Spiel beim Team vom Ammersee für die bittere Hinspielniederlage. Bereits am kommenden Wochenende hat man im Heimspiel gegen den ASV Dachau die Chance, die Tabellenspitze zurück zu erobern.
Die beste erste Halbzeit der Saison
Es dauerte exakt 5 Minuten, bis Lukas Donaubauer zum 0:1 einnetzte. Auch die nächsten 3 Feldtore gingen auf das Konto des Spielmachers. So hatte Donaubauer maßgeblichen Anteil daran, dass das Spiel bis zum 7:7 in der 15. Spielminute ausgeglichen blieb. Gestützt auf ein Abwehrbollwerk, das im gesamten Spielverlauf mehr als 10 Wurfversuche der Herrschinger Angreifer blockte und einem sicheren Siebenmeterschützen, Jan Geserer, zog man in der Folge über 7:12 (21. Minute) auf 10:18 (27. Minute) davon. Auch das bekannt schnelle Angriffsspiel der Isis über die Flügelzange der beiden Stoiber-Brüder lief wie am Schnürchen. So erzielte Tobias Stoiber innerhalb von 100 handgestoppten Spielsekunden einen lupenreinen Hattrick. Das 20. und letzte Ismaninger Tor der ersten Hälfte erzielte Bruder Fabian. Der Heimmannschaft gelangen in den ersten 30 Minuten lediglich 11 Treffer, was auch ein Verdienst vom phasenweise unüberwindbaren Isis-Torhüter Joachim Murgg war. Der 11:20-Pausenstand spiegelt die bis dato beste erste Halbzeit der Saison wider.
Unbedingter Wille und pure Emotionen
Bereits nach wenigen Minuten in der Kabine standen die Isis wieder auf dem Feld und konnten den Wiederanpfiff kaum erwarten. Obwohl die 9-Tore-Führung zur Halbzeit eine komfortable Ausganssituation darstellte, schalteten die Isis keinen Gang runter. Aufgrund ausgelassener Einwurfmöglichkeiten kam Herrsching nach der Halbzeit wieder auf 6-Tore heran (14:20, 34. Minute). Man hatte jedoch zu keinem Zeitpunkt des Spiels ernsthafte Bedenken, das Blatt könnte sich nochmals wenden. In der 46. Spielminute zog man durch ein Kontertor von Daniel Dietrich auf 18:26 davon. Dann hatte die Zeit von Dominik Langer geschlagen. Eingewechselt für den überragenden Yannick Teschner, der sich an seinem 20. Geburtstag mit 7 Treffern selbst beschenkte, erzielte Langer innerhalb von 10 Minuten alle seiner 5 Treffer. Den unbedingten Willen, den Dominik Langer in jeder dieser 600 Spielsekunden zeigte, war an diesem Abend symptomatisch für seine Farben. Egal ob auf dem Feld, auf der Bank oder auf der Tribüne. Überall pure Emotionen. Jede erfolgreiche Aktion wurde gefeiert, bei jedem verlorenen Ball nach vorne gepeitscht. Um die Gemüter wieder etwas zu beruhigen und den Adrenalinschub zu bändigen, nahm Trainer Tom Eck in der 57. Spielminute nochmals eine Auszeit. Der Sieg war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Gefahr. Kurz vor Schluss war es (natürlich) Dominik Langer, der den 23:31 Endstand herstellte.
„In der Hölle braucht es eben echte Himmelhunde (…)“
Laut Wörterbuch steht der Begriff „Himmelhund“ für Kühnheit und Wagemut. Ein Synonym für „Himmelhund“ ist „Teufelskerl“. Als solche bezeichneten sich die Herrschinger nach dem Hinspielsieg gegen die Isis selbst. Des Weiteren wurde der Sieg eher als „Kinderspiel“ abgestempelt. Würde man sich auf ein (Kinder-)Spielchen einlassen wollen, so könnte man an diesem Abend sicherlich den einen oder anderen Ismaninger als „Fürsten der Finsternis“ hervorheben und die Leistung des Gegners schlechtreden. In Ismaning besinnt man sich allerdings auf die eigene Stärke und gibt die Antwort auf dem Feld. Dort beruht die Stärke nicht auf der Leistung eines 10-Tore-Mannes, sondern auf dem Kollektiv. Und um dieses Kollektiv zu feiern, begab man sich nach Spielschluss wagemutig, wie Aladin in 1001 Nacht, auf dem Teppich in das Nachtleben der Landeshauptstadt. Echte Teufelskerle sind eben nur in der Hölle Süd zuhause.
Durch den eigenen Sieg und die Niederlage des Tabellenprimus aus Ottobeuren haben die Isis bereits am kommenden Wochenende gegen den ASV Dachau die Chance, sich die Tabellenspitze zurück zu erobern. Im Hinspiel besiegte man den ASV auswärts mit 25:30, verlor allerdings Kapitän Markus Mundl mit einem Kreuzbandriss. Die Ausgangssituation verspricht ein spannendes Spiel, bei dem wir uns auch auf das Wiedersehen mit dem Ex-Ismaninger Tobias Urban freuen. Anwurf am kommenden Samstag, den 04.03.2017 ist um 19:30 Uhr in der Hölle Süd.
Aufstellung (Tore / davon 7m)
Murgg, Deimel (beide Tor)
Pohl (2), Donaubauer (4), Prottung, Langer (5), Stoiber T. (6), Dietrich (2), Teschner (7), Kellner, Lauer (1), Geserer (3/3), Stoiber F. (1), Rehnert
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